San Pedro – Uyuni: Lagunen, Schnee- und Sandsturm

Wir tragen Essen fuer 10 Tage und je 12 Liter Wasser mit uns, als wie San Pedro am 9. Mai 2010 verlassen. Die Bikes sind megaschwer. Um 8.30 Uhr stehen wir bei der Migration, Ausreisestempel holen, dann geht es los, wieder in Richtung Paso Jama. Zuerst geht es ein wenig geradeaus, dann folgen 13 km mit geringer Steigung. Dann folgt die harte Steigung. Manche Leute bezeichnen diese Strecke als brutalste Steigung der Welt. Durchschnittlich 7 – 8 % Steigung, und dies ueber 25 km, mit vollbepackten Bikes. Und heute fahren wir mit dem hoechsten Gewicht seit Beginn… Klar, wir hatten schon steilere Steuigungen zu bewaeltigen, aber nie ueber solche Distanzen… Es geht den ganzen Tag rauf, rauf, nie ein gerades Stueck. Es ist hart. Die letzten 2 km des heutigen Tages kann ich fast nicht mehr, bin total erschoepft. Bei km 30 und nach ca. 1500 Hoehenmetern campen wir auf einem Parkplatz. Woanders sollte man hier nicht zelten, denn das Gebiet ist immer noch vermint, da sich Chile und Bolivien nicht besonders mochten und moegen. Wir essen noch etwas, dann schluepfen wir in unsere Schlafsaecke. Es ist wieder einmal kalt.

Der Morgen beginnt wieder mit Rauffahren. Der Rest der Steigung ist noch zu bewaeltigen. Wir haben noch ca. 700 Hoehenmeter vor uns. Und es geht brutal weiter. Einfach nur rauf. Ich habe keine Probleme mit dem Rauffahren, aber mit der Motivation hapert es en wenig. Es gibt ja Leute, denen machen solche Steigungen Spass, ich gehoere definitiv nicht dazu… Ich bin langsam, halte viel. Flo und Moni muessen viel warten. Doch gegen Mittag erreiche auch ich den hoechsten Punkt. Es ist kalt da oben. Wir ziehen Jacken und Handschuhe an, dann geht es ein wenig gerade aus bis zum offiziellen Abzweig nach Bolivien. Hier wechselt der Abzweig von Asphalt zu schneebedeckter Sandpiste. Wir kaempfen uns den Berg runter, als ich rechts eine weitere Strasse sehe. Eine gute. Wir haben die Deppenabzweigung erwischt, die gute ist fuer all die Jeeps und Busse. Auf der guten Strasse erreichen wir Hito Cajon, den Grenzuebergang nach Bolivien. Problemlos erhalten wir den Einreisestempel, dann fahren wir in Richtung Laguna Blanca. Dort bezahlen wir je 150 Bolivianos Parkgebuehr fuer die „Reserva National de Fauna Andina Eduardo Avaroa“. Seit dem 1. Mai bezahlt man 150 Bolivianos, vorher waren es 30… Gleich daneben steht das Refugio „La Cabana“, dort quartieren wir uns ein. Dann fahren wir unbepackt zur Laguna Verde. Die Piste dahin ist in furchtbarem Zustand. Riesenwellblech und grober Sand. Manchmal fuehlt es sich an wie fahen in einem Katzenklo. Zum Glueck machen wir dies ohne Gepaeck. Und ploetzlich trete ich ins Leere. Der ganze Pedalarm ist abgefallen und liegt hinter mir im Sand. Zum Gleuck habe ich die Imbusschluessel dabei, so kann ich ihn wieder befestigen. Dann erreichen wir die Laguna Verde, die nur nachmittags verde ist. Zurueck wollen wir auf der anderen Seite fahren, da soll es eine bessere Strasse geben. Noch etwas mehr Sand-Stein-Wellblech, dann erreichen wir die Strasse. Die Heimfahrt ist etwas schneller. Doch auch diese Strasse ist Wellblech-Sand, nur etwas besser. Kurz nach Sonnernuntergang erreichen wir das Refugio. Es ist kalt. Wir essen in der Kueche zu Abend, es gibt Reis, eine Kartoffel und eine Fleisch-Zwiebel-Sauce. Nicht schlecht. Dann begeben wir uns in unser kaltes Zimmer.

Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker. Ich schaele mich aus dem warmen Schlafsack. Wir haben 0 Grad im Zimmer und Eisblumen am Fenster. Wir fruehstuecken und kurz nach 8 Uhr sind wir startklar. Wieder geht es uber die Katzenklo-Wellblech-Strasse, meine Rohloff-Schaltung laesst sich kaum drehen, Flo hat das selbe Problem. Zudem scheint meine Rueckbremse eingefroren zu sein. Sie bewegt sich nicht mehr. Wir fahren gute 4 km, dann haelt Flo. Sein Schaltkabel ist gerissen, es muss wohl eingefroren gewesen sein, da bei der Laguenenueberquerung vom Vortag Wasser eingdrungen war. Wir versuchen am Pistenrand zu reparieren. Doch die Rohloff ist nich einfach auseinanderzunehmen und wir werden die ganze Zeit tuechtig von Jeeps und Lastwagen eingestaubt. Wir fahren zurueck zum Refugio. Dort versucht Flo die Schaltbox auseinanderzuschrauben. Doch die Sternschraube hat nicht Normgroesse und er nicht das richtige Werkzeug. Die Maenner vom Refugio und der Gaurdaparque versuchen die Box mit saemtlichen Instrumenten zu oeffnen. Doch die Schrauben sitzen fest. Flo musas wohl nach San Pedro zurueck. Da fahert ein Pickup vor. Der Senor fahert in ein paar Minuten nach San Pedro und kann Flo mit Bike mitnehmen. Ich und Moni bleiben im Refugio, bewegen uns nur von Sonnenplatz zu Sonnenplatz und machen nichts anderes als uns aufwaermen. Kurz nach 18 Uhr geht die Sonne unter, dann wirds wieder bitterkalt. Wir ziehen alle vorhandenen Kleider an und setzen uns in die Kueche . Dort ist es ein bisschen waermer und es gibt Kaffee unbd Broetchen. Zum Nachtessen bekommen wir das Gleiche wie am Vorabend.

Wir stehen um 7.30 Uhr auf, fruehstuecken und machen die Bikes bereit. Dann warten wir. Wird Flo heute kommen? Kurz vor 10 Uhr kommt er angefahren, um 10.30 Uhr sind wir startbereit. Zum 4ten Mal gehts uber die Sand-Wellblechpiste. Doch heute morgen fuhr eine Strassenmaschine durch, die das Wellblech etwas ausgeplattet hat. Wellblech fast weg, dafuer mehr Sand. Das Fahren ist etwas muehsam und die Jeeps stauben uns wieder ein. Wir steigen langgsam und fahren durch rot, gelbe Vulkanlandschaften. Dann geht es etwas steiler hoch auf 4720 M.u.M. Dort ueberholt uns Alain, ein kanadischer Radler aus Montreal. Dann geht es wieder runter, mit Blick auf die wunderbare Pampa Jara mit ihren warmen Farben: Rot, gelb, orange, weiss und Violett. Eine tolle Vulkan- und Wuestenlandschaft. Ich muss ein paar Mal stehenbleiben und die Landschaft einfach auf mich einwirkeln lassen. Weiter vorn ist nun auch der Salar Chalviri sichtbar. Vicunaherden grasen auf beiden Seiten der Strasse. Gegen 17 Uhr erreichen wir die Termas Polques. Wir fragen ob wir campen duerfen, doch das Wirtepaar bietet uns auch einen Raum an. Den teilen wir mit Alain. Wir bringen unsere Taschen rein, dann nichts wie rein in den Badeanzug und ins warme Wasser. 35 Grad. Herrlich. Das tut so gut. Wir unterhalten uns mit Alain und betrachten das Bergpanorama und den Sonnenuntergang. Erst der Hunger treibt uns aus dem Wasser. Das Rauskommen ist gar nicht so schlimm, es ist hier deutlich waermer als an der Laguna Blanca.

Die Nacht in dem Zimmer war warm im Vergleich zu den Naechten zuvor. Wir stehen um 6.30 Uhr auf, fruehstuecken, packen unsere Sachen und beladen die Bikes. Alain begibt sich wieder ins warme Wasser. Beneidenswert. Dann fahren wir los. Ein wenig bergauf, geradeaus, dann eine Linkskurve. Ploetzlich haben wir starken Gegenwind. Und nun beginnt auch die lange Steigung auf den Sol de Manana. Furchtbare Sandpiste, Gegenwind und Hochfahren. Eine tolle Kombination. Und der Wind ist eiskalt. Ich kaempfe mich den Berg hoch und fluche alle paar Meter. Etwas windgeschuetzt hinter einem Sandhuegel, Fuesse im Schnee, machen wir Mittagspause. Dann geht es noch etwas hoch, auf 4920 M.u.M. Dann biegt eine Strasse links ab. Wir wollen zu den Geysiren. Wir fragen einen Jeepfahrer, der sagt, dass dies der richtige Weg sei. Wir farhen rein, Schnee liegt in den engen, steinigen Rillen. Ein Vorankommen ist schwierig. Weiter vorn sehen wir Jeeps einen anderen Weg runterfahren. Wir kehren um, stossen die Bikes auf die Strasse zurueck. Es geht wieder hoch, durch Schlamm und Schnee. Ich und Moni stossen. Dann eine Spur nach links, dort fahren die Jeeps runter. Wir auch. Wir folgen den Spuren, wieder nicht einfach, aber besser. Ich hoffe, die Fumaroles oder Geysire lohnen diese ubele Anfahrt. Wir uberqueren ein Schwefelgestein, dann sehen wir die ersten Fumaroles. Dampf kommt aus diversen Loechern im Boden, mal mit viel, mal mit weniger Druck. Wir halten, fotografieren, fahren ein bisschen weiter, halten, fotografieren. In anderen Loechern blubbert der Schlamm, ueberall riecht es nach Schwefel. Aber der Anblick der Fumaroles ist sehensweret. Es ist mittlerweile 16 Uhr, wir beschliessen hier zu zelten. Es ist zwar ziemlich hoch hier, 4854 M.u.M., aber wir finden wohl so schnell nichts besseres und tieferes. Der Wind ist immer noch stark und kalt. Zeltaufstellen allein wieder nicht so einfach. Einmal fliegt de ganze Lappen weg… Doch irgendwann stehts, gesichert mit vielen Steinen. Wir schauen uns die Fumaroles nochmals an, doch es ist uns bald zu kalt. Wir kochen in meinem Zelt und um 19 Uhr schluepfen wir in unsere Schlafsaecke, dort ist es am waermsten.

Am Morgen messe ich -5 Grad im Zelt. Die Wasserflaschen sind gefroren. Als ich mich aus dem Zelt wage, ist der Himmel bewoelkt. Und der eisige Wind weht schon wieder. Wir verlassen die Fumaroles, es geht den Berg hoch wieder zurueck auf die Hauptstrasse. Da steht ein Wegweiser “ Laguna Colorada“. Dem folgen wir. Doch wieder haben wir die Deppenabzweigung gewaehlt. Steinrillen, teilweise schneebedeckt machen das Fahren schwer. Weiter oben haette es eine bessere Strasse gegeben. Auf die stossen wir spaeter auch. Zum Gleuck. Nun geht es gerade aus, mal ein bisschen hoch und dann endlich runter. Da tut sich der Blick auf die Laguna Colorada auf. Ein toller Anblick. Wir fahren runter, dann der Linksabzweig zum Refugio. Eine ueble Sandpiste beginnt. Ich schiebe teilweise, da das Hinterrad staendig einsinkt. Zudem blaest mir der Wind nun frontal ins Gesicht. Teilweise ziemlich stark. Und dann ploetzlich Schneefall. Doch der hoert bald wieder auf. Ein Vorankommen ist muehsam. Dann wird die Strasse etwas besser, zum Fahren, doch wieder eine reine Wellblechpiste. Es holpert gewaltig und mein Po tut weh. Mit Blick auf die Laguna machen wir Mittagspause. Wenn die Sonne durchdrueckt, leuchtet sie weiss-rot. Und wir sehen die ersten Flamingos. Dann sehen wir hinter uns die dunken Wolken und den Schnee. Schnell fliehen wir, doch wir bekommen trotzdem noch ein paar Schneeflocken ab. Doch bald erreichen wir das Refugio. Wir beziehen ein Zimmer und laufen zum „Mirador de Aguas Calientes“. Auch hier blaest der kalte Wind. Am Wasser entlang spazieren wir zurueck und beobachten und fotografieren die Flamingos. Dann gehts zurueck zum Refugio. Auch dort ist es kalt.

Der Wind blaest die ganze Nacht ueber. Auch am Morgen hat er nicht nachgelassen. Von der ersten Fahrminute an kaempfen wir mit Gegenwind. Kurz nach dem Refugio werden die Nationalparktickets kontrolliert. Dann geht es langsam aufwaerts. Der Wind ist eiskalt. Ich komme langsam voran, muss des oefteren halten, weil ich abdrifte. Ich hasse den Gegenwind. Klar, jeder Biker hasst ihn, aber mich macht er fertig, muede, meine Motivation verschwindet ins bodenlose. Ich halte viel. Das ist umso frustrierender, wenn ich Flo Kilometer weiter vorne sehe… Ich fuehle mich extrem unter Druck gesetzt. Ich will naemlich nicht weiterfahren. Doch ich muss. Es geht denn Berg hoch, in die silolische Wueste. Berichten nach muss man hier viel schieben. Ich schiebe manchmal durch den Sand, komme aber voran. Vielleicht bin ich aber auch mehr mit dem Gegenwind beschaeftigt. Irgendwann erreiche auch ich den Arbol de Piedra, den Baum aus Stein, dort machen wir etwas windgeschuetzt Mittagspause. Dann geht der Kampf gegen den Wind weiter. Windboen blasen Sand ins Gesicht und die Jeeps brettern ohne das Tempo zu drosseln an uns vorbei. Meine Augen schmerzen von Wind und Sand. Wir erreichen einen Huegel, wir beschliessen dort minim windgeschuetzt zu campen. Zeltaufstellen ist wieder eine Abenteuer fuer sich… Der Wind ruetelt wie wild am Zelt, laesst einfach nicht nach. Wir kochen, essen, dann ist der Schlafsack wieder der waermste Ort.

Gegen 5 Uhr morgens frischt der Wind nochmals auf. Das Zelt ruettelt und schwankt und ich hoere Schnee im Zelt. Ich oeffne den Reissverschluss des Innenzelts ein wenig, um zu schauen, ob das Zelt noch ganz ist. Mit dem Zelt ist alles klar, doch die Apsis ist voll Schnee. Der starke Wind hat ihn richtig reingedrueckt. Ich fruehstuecke, dann gehe ich raus. Ueberall Schnee. Und ein einskalter Wind. Ich frage mal nach, ob Moni und Flo wirklich loswollen. Ich wuerde etwas im warmen und doch geschuetzten Zelt abwarten. Doch Flo will natuerlich los. Ich sehe den Schneesturm auf der Strasse, sage dies auch. Aber er will unbedingt weiter. Wir brechen die Zelte ab, packen die Bikes und stossen sie zur Strasse. Dort blaest uns der Schnee mit einer enormen Geschwindigkeit ins Gesicht. Wir fahren ein wenig, dann muessen wir stossen. Es ist brutal kalt, die Atemluft gefriert sofort. Und nach kurzer Zeit ist die Strasse mit viel Schnee bedeckt. Unpassierbar. Nun bneschliessen wir, zum Refugio zurueckzukehren… Mit Rueckenwind sicher kein Problem. Wir kehren um und der Wind blaest uns mit dem Schnee voran. Doch in dem Schneesturm ist die Strasse fast nicht sichtbar und immer wieder hat es grosse Schneeverwehungen im Weg. Wir probieren andere Pisten und schliesslich erreichen wir wieder den Arbol de Piedra. Auf dem Weg dahin blaest mir nun Sand ins Gesicht. Wir ruhen uns etwas im Windschatten einer Steinformation aus. Dann fahren wir weiter. Und ploetzlich befinde ich mich in einem Sandsturm. Alles um mich ist braun. Der Wind presst von hinten, ich sehe etwa die naechsten 2 Meter der Strasse. Und die ist miserabel. Es ist wie in einem schlechten Film. So etwas habe ich wirklich noch nie erlebt. Dann eine Kurve, nun blaest der Strum von der Seite. Meine oberste Tasche droht zu fallen, ich muss sie festbinden. Dazu muss ich mich in den Wind drehen, der peitscht mit entgegen, der Sand schmerzt im Gesicht. Dann drueckt der Wind das Velo auf mich, es faellt. Ich stelle es auf, versuche weiterzufahren. Doch keine Chance. Nun frischt der Wind nochmals auf. Ich bin inmitten des Sandsturms. Die grossen Sandkoerner schmerzen ueberall. Ich werde regelrecht beschossen, sandgestrahlt. Aua. Der Wind blaest mich inklusive Velo noch etwa 6 Mal um. Ich bin ziemlich fertig. Ich sehe Flo, er kommt auf mich zugelaufen. Wohl um zu sehen, wo ich bin. Dann kehrt er wieder um, gerade als ich wieder einmal umgeblasen werde… ? In solchen Momenten vermisse ich Fazl. Er haette mir bestimmt geholfen. Dann erreiche ich zum Gleuck auch die Kurve, der Strum tobt hier etwas mehr von hinten. Doch die Sandkoerner sind immer noch wie kleine Geschosse, und meine Handgelenke schmerzen vom vielen Bremsen. Das ist noetig, da die Piste in miserablem Zustand ist . Nach einer unendlich langen Zeit im Sturm zieht die braune Wand etwas weiter links weg. Wir erreichen das Refugio. Total eingesandet. Wir beziehen wieder unser Zimmer, dann wasche ich mir die Augen aus. Danach putze ich die Lenkertasche und den ganzen Inhalt. Durch die vielen Stuerze ist sie voller Sand und der Inhalt sandig-staubig. Leider auch meine Kamera. Zudem meine Handschuhe, alle Kleider und ich. Wir waeren besser im Zelt geblieben. Das musste sogar Flo eingestehen… Leider zu spaet. Wir sitzen ein bisschen am Fenster rum, dort ist es in der Sonne schoen warm. Draussen ueber der Laguna sehen wir immer noch den Sturm vorbeiziehen. Dann faehrt ein Tourenjeep vor. Der Fahrer kommt rein und redet ein bisschen mit uns. Dann sagt er, er gehe kochen. Wir fragen, ob fuer uns auch. Seine Truppe trinkt gerade Kaffee. Er geht raus, kommt wieder rein und meint, dass wir auch Kaffee trinken duerfen. Spaeter bekommen wir auch noch Nachtessen. Es gibt Gemuesesuppe und Spaghetti mit Tomatensauce. Wow. Wir essen mit der Truppe, es ist ein netter Abend. Und es war supernett vom Fahrer, fuer uns zu kochen. Muchas gracias.

Am Morgen ziehen immer noch Sandwinde ueber die Laguna. Der Senor des Refugios meinte am Abend zuvor, dass wir ihn spaeter nochmals wegen dem Autotransport ueber den Pass fragen sollten. Doch es war dann zu spaet, er im Bett. So stehen wir um 7 Uhr auf und fragen ihn jetzt. Sein Auto haette gar kein Benzin, meint er jetzt… Willkommen in Bolivien. Ein grosser weisser Bus faehrt vorbei, ich und Moni rennen ihm nach. Nun, wir rennen, bis uns die Luft ausgeht. Wir sind ja hier auf 4306 M.u.M. Doch der Bus ist voll. Der Guardaparque ist wie immer sehr nett und will uns informieren, falls ein passendes Fahrzeug vorbeifahert. Wir sitzen also wieder hinter der Fensterscheibe in der Sonne, dem einzigen warmen Ort. Nichtstun, ein bisschen lesen. Dann treffen die ersten Tourenjeeps ein. Wir fragen nach Mitfahrgelegenheiten, doch alle sind voll. Wir fragen nach Benzin. Doch das ist fuer die Tour rationiert. Wir fragen bei allen anderen eintreffeneden Jeeps. Immer die gleiche Antwort. Nun wird es wieder kalt, wir stehen froestelnd herum. Und wir werden von einem Guia wieder zum Kaffee eingeladen. Heute sind extrem viele Jeeps hier, das Refugio voll. Wir fragen einen Fahrer, ob er gegen Bezahlung fuer uns kochen kann. Doch er kocht schon fuer 12 Leute. Wir fragen bei den Senoras des Refugios, da koennen wir Suppe bekommen. Auch gut. Wir muessen einfach im Zimmer essen, da alle Tische belegt sind. Und es sieht so aus, als ob wir doch selbt fahren muessen. Wir wollen den naechsten Tag abwarten, abwarten was der Wind macht. Falls der Wind schwach ist, nochmals den Berg rauf, ansonsten muessen wir die Rute aendern.

Wir stehen um 6.30 Uhr auf. Der Wind hat deutlich nachgelassen. Also nochmals auf den Pass rauffahren. Die Strasse ist immer noch in recht gutem Zustand und fast ohne Wind kommen wir gut voran. Wieder gehts durch die silolische Wueste, diesmal mit Sonnenschien. Zum 3tem Mal halten wir beim Arbol de Piedra, es ist Lunchzeit. Ein paar Cracker und Guetzli, das werden jetzt unsere Mittagessen sein. Aber wir sind frueh dran heute. Dann geht es weiter bis auf ein Plateau. Da hoert der Nationalpark auf. Das zeigt sich auch in der Strassenfuehrung, denn auf einmal ist keine Strasse mehr da…  Sie verlaueft in zig Spuren. Welche ist die Richtige? Wir folgen der einen, dann der naechsten, dann stoessen wir wieder durch Sand. Wir kommen nun nur noch langsam voran. Dann erreichen wir den Abzweig zu einem Hotel, es ist das teure, wir fahren weiter. Es ist nach 17 Uhr, wir muessen bald einen Campplatz finden. Wir fahren an einem grossen Steinhaufen vorbei, das waere ein guter Ort. Doch Flo will weiter, er und Moni streiten ein bisschen, ich halte mich raus. Wir fahren weiter. Eine Kurve ist in Sicht. Ich meine, Flo soll doch schauen gehen, ob da ein Campplatz ist, ich fahre nicht mehr weiter. Flo faehrt, kommt zurueck. Nichts. Wir kehren zum Steinhaufen zurueck. Es ist mittlerweile dunkel, im Schein der Stirnlampe stelle ich das Zelt auf. Es ist extrem kalt hier. Mein Wasserbidon ist schon nach kurzer Zeit gefroren.

Ich messe -7 Grad im Zelt. Ich fruehstuecke im Schlafsack, dann kommt das Anziehen. Kalte Sache. Dann Zelt abbauen, Bike packen, losfahren. Es geht wieder in einer Sandrille den Berg hoch. Wir erreichen eine offene Ebene, wieder mit vielen Spuren. Dann gehts runter. Durch Steinrillen, bachbettaehnliche Pisten und dann wieder eine Ebene mit hunderten von Spuren. Ich folge mal der einen, mal der anderen, die sich dann wieder im Sand verlaueft. Dann ist wieder stossen mit Spurwechsel angesagt. So geht das ein ganze Weile. Gegen Ende der Ebene fahren wir an der Laguna Ramadita vorbei. Bei der Laguna Honda machen wir Mittagspause. Dann fahren wir zur Laguna Chiar Khota, welche roetlich schimmert. Dann gehts weiter zur Laguna Hedionda, mit roetlich und tuerkisem Schimmer. Schoen. Wir klettern auf einen Huegel um ein paar Fotos zu machen. Gegen 15.30 Uhr erreichen wir „Los Flamencos“, das neue Hotel an der Laguna. Wir trinken einen Kaffee, dann fragen wir, ob wir Brot kaufen koennen. Kein Problem. Wir fragen nach Trinkwasser und dem Zimmerpreis. Das 3er Zimmer kostet 100 USD. Das ist uns zu teuer. Der Senor fragt, was wir zahlen wollen. 15 USD pro Person. Er: 20 USD. Wir: Ok, aber mit Fruehstueck. Wir nehmen das Zimmer. Denn es hat zudem ein privates Bad mit heisser Dusche. Nach 10 Tagen endlich duschen. Was fuer ein Luxus. Ich darf als erste. Heisses Wasser, wie lange habe ich darauf gewartet. Danach fuehle ich mich wie neu geboren. Spaeter hocken wir uns noch vor das Kaminfeuer und dann duerfen wir in der Kueche unser Abendessen zubereiten.

Um 7 Uhr setzen wir uns an den gedeckten Fruehstueckstisch. Es gibt Kaffee, Tee, Saft, Broetchen, Butter und Marmelade. Zudem wurde der Ofen neben dem Tisch eingefeuert. Danach duerfen wir noch all unsere Wasserbehaelter mit Trinkwasser auffuellen. Wir verabschieden uns von dem Senor, dann gehts los. Heute zeigt sich die Laguna Hedionda im Sonnenschein. Zuerst fahren wir der Laguna entlang, dann gehts ueber eine Erhebung zur Laguna Canapa. Eine schoene Lagune mit vielen Flamingos. Dann wieder bergauf und rein in die miserable Steinpiste. Wieder heisst es einen einigermassen guten Weg suchen. Doch diesmal auf steinigem Untergrund. Nicht einfach. Es holpert und scheppert. Das arme Velo. Ueber all die Steine muss es fahren. Nun windet es zudem wieder. Macht die Sache nicht einfacher. Und die vielen Jeeps stauben uns tuechtig ein. Einer haelt jedoch und ein junger Mann bietet uns eine Flasche Wasser an. Echt nett. Aber wir schleppen genug Wasser. Ich frage aber, ob sie Fruechte haben. Der Fahrer gibt uns je 2 Orangen und Mandarinen. Die Strasse geht nun wieder steinig den Berg hoch. Teilweise sehr steil. Da schiebe ich. Dann wieder runter, auf Steinpiste. Holper, holper. Schlussendlich erreichen wir die Strasse, die nach Villa Alota fuehrt. Endlich eine Strasse. Doch genau jetzt haben wir starken Gegenwind… Es geht rauf, dann runter. Ich erblicke zum ersten Mal den Vulkan Ollague. Dieser loest in Chile immer wieder heftige Erdbeben aus. Auf der Strasse faehrt es sich viel besser, obwohl mein Hinterrad manchmal im Sand versinkt. Wir fahren eine ganze Weile auf der Strasse, mehr oder weniger gerade aus. Mittlerweile ist es schon wieder 17.30 Uhr, wir brauchen einen windgeschuetzten Campplatz. Links gehts den Berg hoch, eine Option. Wohl die beste. Doch wir muessen durch Sand und Dornenbuesche stossen. Sehr muehsam. Ich und Moni nehmen das Gepaeck vom Bike und laufen mehrmals. Meine Handgelenke tun weh. Flo ist mal wieder extrem hilfsbereit. Er stellt sein und Monis Zelt auf, von tragen helfen keine Spur. Wieder einmal vermisse ich Fazl. Er haette tragen geholfen, bevor er etwas anderes gemacht haette… Aber die Maenner sind halt verschieden. Auf einem kleinen Salar stelle ich mein Zelt neben das von Moni und Flo, wieder einmal im Dunkeln. Doch hier ist es zum Glueck ein bisschen waermer.

Am Morgen messe ich trotzdem -3 Grad im Zelt. Fruehstuecken im Schlafsack, packen, Zelt abbauen, Bike packen. Wie ueblich. Die Sandhuegelabfahrt ist einfacher als der Aufstieg. Dann sind wir wieder auf der Strasse. Es geht weiter bis zur Bahnstation, welche zugleich Zollstation ist. Hier reist man von Calama, Ollague (Chile) nach Bolivien ein. Wir muessen nach dem Weg nach San Juan fragen, denn so offensichtlich ist keine Strasse sichtbar. Der Zollbeamte meint, hinter den Geleisen gaebe es ein Strasse. Wir suchen und werden fuendig. Hinter einem Haus faengt eine Piste an, die den Bahngeleisen folgt. Bald daruaf wird sie weiss. Wir fahren nun auf dem Salar de Chiguana. Es geht zuegig voran, doch immer wieder kommen am Boden Steinformationen zum Vorschien. Es holpert teilweise gewaltig. Dann wird die Piste wieder flacher. Neben dem Bahngeleise essen wir unsere Mittagscracker. Dann geths weiter. Mit Rueckenwind kommen wir gut voran. Ploetzlich meine ich, Stimmen hinter mir zu hoeren. Ich drehe mich um. Zwei Cyclistas. Ich verlangsame, sie holen auf. Es sind Lot und Koen aus Belgien. Monika und Flo hatten sie freueher schon einmal getroffen. Wir fahren zusammen weiter, ich unterhalte mich mit Lot. Nach einer Pause ziehen die beiden jedoch schneller von dannen. Nun sehen wir San Juan von Weitem, das Ziel naht. Doch dann wird die Piste wider massiv schlechter. Wellblech, Sand. Es ruettelt, ich stosse durch grosse Sandverwehungen. Doch gegen 16 Uhr erreichen wir den Ort. Wir suchen nach einer Unterkunft, als wir Lot und Koen auf der Strasse treffen. Sie empfehlen uns die Albergue „Las Tejas“. Wir quartieren uns dort ein, dann gehts in den kleinen Laden gegenueber. Ein halber Liter Cola und eine suendhaft teure Packung Pringles Chips habe ich mir jetzt vedient. Dann eine heisse Dusche, einkaufen fuer die Weiterreise. Spaeter essen wir noch in einem Cafe-Restaurant zu Abend, es gibt Reis, Papas Fritas und 2 Wuerstchen.

Gegen 9 Uhr verlassen wir zu fuenft San Juan. Die Strasse ist nicht so schlecht, bis auf das uebliche Wellblech und die Sandhaufen. Bei einem Halt stellt Moni fest, dass eine Schraube des Lowrider lose ist. Koen hat eine Ersatzmutter, die ist naemlich weg. Moni zieht vorsorglich alle anderen Schrauben an, dabei bricht ein. Der Lowrider muss mit Kabelbindern, Tape und Straps befesigt werden. Aber es funktioniert. Dann geht es weiter. Wir biegen links ab. Der Wegweiser sagt Colcha K. Da wollen wir hin. Dann wider eine Kreuzung. Ohne Wegweiser. Wir beschliessen, zum nahen Dorf zu fahren und nach dem Weg zu fragen. Ueber den Huegel gehe es nach Manica, das ist unser erstes Ziel. Doch wieder erwischen wir eine Deppenabzweigung. Die Strasse beginnt steinig. Teilweise ist sie extrrem steil, dann gleicht sie mehr einem Bachbett. Und es wir immer schlimmer: steiler, sandiger und steiniger. Mit Hilfe von Lot und Koen schaffen wir die steilste Passage. Die beiden helfen schieben. Dann heisst es wieder allein stossen. Meine Arme und der Ruecken haben nicht so Freude an der Aktion. Die letzten paar Meter bis zur Spitze kann ich wieder fahren. Dann geht es runter, aber die Piste bleibt schlecht. Ich muss sogar runter stossen. So viele grosse Steine liegen im Weg. Aber der erste Blick auf den Salar und die vielen Kakteen sind schoen anzusehen. Kurz vor Manica machen wir Mittagspause. Lot und Koen spenden uns je ein Broetchen und ich und Moni bekommen eine Avocado. Eine super Abwechslung zu unseren Crackern. Dann fahren wir durch Manica, spaeter beginnt der Gegenwind. Wir passieren den Militaerposten Antofagasta. Da stroemen alle Soldaten zum Tor. Wir fahren besser weiter. Gegen 15 Uhgr erreichen wir Colcha K, ein sympatisches Dorf. Und da soll es Brot geben. Auf der Plaza verkaufen ein paar Frauen Fruechte und Wollsachen. Wir kaufen ein paar Mandarinen, Moni findet eine warme Wollkappe. Die Brotsuche dauert eine Weile, aber wir werden fuendig. Es ist sogar noch warm. Wir fahren wieder ein Steuck zureuck. Noch einmal nehmen wir eine falsche Abzweigung, aber wir koennen einen Lastwagenfahrer nach dem Weg fragen. Wieder umkehren. Dann gehts Richtung Salar, auf Wellblech-Sandpiste. Nach 10 km nervt mich die Strasse extrem. Ich bin muede, das Geholper, Steckenbleiben, Schieben macht dies nur noch schlimmer. Und mein Po tut weh. Beim Abzweig nach Villa Candelaria steht ein Schild „Hospedaje“. Wir fahren rein. Noch einmal voll gegen den Wind. Ich habe fast keine Energie mehr, die letzten paar Meter schiebe ich. Ich habe gerade ueberhaupt keine Lust auf Biken mehr… Wir beziehen ein 6er Zimmer im Hotel Sal de Samarikura, wohl nicht die Hospedaje, aber sehr schoen und nicht teuer. Ein schoener Ort. Dann bestellen wir Nachtessen: Quinoa, Papas Fritas und Carne de Llama.

Im Hotel Sal bekommen wir ein tolles Freuhstueck: Brot, Queque, Dulce de Leche, Marmelade, Kaffe, Tee und je ein Spiegelei. Dann fahren wir runter zur Hauptstrasse, nochmals 6 km Wellblech-Sandpiste. Und schlussendlich erreichen wir Puerto Chuvica, Da beginnt die Rampe in den Salar de Uyuni. Endlich werde ich auf dem Salar fahren, ich bin fast ein bisschen aufgeregt. Auf der Rampe faehrt es sich besser. Nach einer Weile biegen wir links auf den Salar ab. Ein tolles Fahrgefuehl, weiss, eben, hart, fuehlt sich an wie Fahren auf Schnee, aber ohne Einsinken. Wir fotografieren, fahren herum, betrachten die Salzkruste von Nahem. Dann suchen wir die richtige Piste, die wir bald finden. Wir fahren in Richtung Vulkan Tunupa. Es geht schnell voran, obwohl wir jetzt schon leichten Gegenwind haben. Nach 20 km auf dem Salar machen wir Mittagspause, als Windschutz stellen wir all unsere Bikes zusammen. Dann geht es weiter, nun mit strakem Gegen-Seiten-Wind. Die Isla Incahuasi kommt naeher, langsam, ist aber immer noch weit weg. Diese 20 km ziehen sich arg in die Laenge. Doch dann erreichen wir die Insel. Wir bezahlen die Gebuehr und die Senora zeigt uns unser Nachtquartier. Als Fahrradfahrer duerfen wir hier im Refugio schlafen. Dieses ist ein grosser Raum, mit Matratzen, und einem riesigen Fester mit Panoramablick auf den Salar. Dann gehen wir ins Restaurant und alle essen einen Llamaburger mit Papas Fritas. Spaeter laufen wir den Inselweg ab. All die Kakteen sind im Abendlicht schoen anzusehen. Einige von ihnen sind mehrere Jahrhunderte alt. Und der Wind in den feinen Haerchen toent echt faszinierend. Spaeter steigen wir nochmals hoch, in der Hoffnung einen tollen Sonnenuntergang zu sehen. Doch dieser ist nicht sehr spektakulaer. Im Restaurant, das wegen uns extra nochmals oeffnet, essen wir zu Abend, dann gehen wir frueh schlafen.

Um 6.30 Uhr klingelt der Wecker. Wir ziehen uns schnell an und steigen nochmals zum hoechsten Punkt der Insel hoch. Diesmal wollen wir den Sonnenaufgang betrachten. Doch die Sonne geht genau hinter einer Wolkenwand auf. Wieder nichts mit tollen Fotos. Wir gehen runter, schreiben etwas in das beruehmte Buch fuer Radler, Motorradfahrer und andere Reisende. Um 8.30 Uhr gehen wir zum Restaurant freuhstuecken. Sandwich mit Spegelei und Tomaten und Schockoladencrepes. Ich glaube, nach der Lagunenrute habern wir Nachholbedarf an Essen… Kurz nach 10 Uhr fahren wir los. Noch 70 km auf dem Salar. Und heute weht kein Lueftchen. Schade, denn heute haetten wir Rueckenwind gehabt… Mit der Zeit wird das Fahren auf dem Weiss etwas langweilig. Doch dann kommen die Ojos, mehr oder weniger runde Loecher in diversen Groessen in der Salzkruste. Da sollte man nicht hineinfahren. Sie sind gefuellt mit Wasser und wir sehen tief hinein. An den Waenden bilden sich tolle Gebilde aus Salzkristallen in diversen Farben. Dann wieder Fahren auf Weiss. Doch nun ist die Piste nicht mehr so eben, es rumpelt teilweise wieder ganz schoen. Lot und Koen haben wir mittlerweile verloren, die beiden fahren viel schneller als wir. Gegen 15.30 Uhr erreichen wir Colchani, ein kleines Dorf, wo vor allem Salz abgebaut wird. Dann noch 20 km auf einer Rumpelpiste bis Uyuni. Auf dem Weg dahin muss ich meine Pedale wieder festschrauben, diese loest sich nun staendig. Schliesslich treffen wir in Uyuni ein. Wir suchen gleich das empfohlene Hotel Avenida und quartieren uns dort ein. Hier gibt es kleine Kueche. Darum besuchen wir zuerst einen Bankomaten und dann eine Pizzeria. Die Pizza ist echt lecker, fast schon italienisch. Bevor ich ins Bett gehe, schreibe ich noch ein SMS nach Hause, dass ich gut in Uyuni angekommen bin. Dabei sehe ich, dass ich einige SMS erhalten habe, die fragen, wo wir sind… Vor allem Fazl hatte sich anscheinend Sorgen gemacht.

Am naechsten Tag schreibe ich diverse SMS, dass wir in Uyuni sind. Wir hatten 10 bis 12 Tage fuer die Reise von San Pedro nach Uyuni geplant, es wurden wegen schlechtem Wetter und Flos technischer Panne aber 16. Und unterwegs gabs weder Natelsignal noch Internet. Fazl hatte sich schon das Schlimmste ausgemalt und jene Leute angefragt, ob sie uns gesehen haben oder suchen koennen. Echt lieb. Vielen Dank. Dann skype ich noch mit Fazl, um zu beweisen, dass wir hier sind. Spaeter putzen wir die Bikes. Die sind total sandig und haben das eine oder andere Salzkorn abbekommen. Dabei stelle ich fest, dass meine Pedalkurbel gebrochen ist. Ich trete in Kontakt mit Simpel, da ich hier wohl keine passenden Ersatzteile finden werde. Simpel wird mir die passenden Teile zuschicken. Auch sehr nett. Ich hatte schon vorher bemerkt, dass sich eine grosse Schraube abgeschuettelt hatte. Die Strassen sind hier halt schon nicht die besten. Dies war anscheinend eine sehr wichtige Schraube. Nun, das weiss ich jetzt auch. Dann verbringe ich an den 2 Ruhetagen in Uyuni natuerlich viel Zeit in Internetcafes, um den Blog aufzufrischen. Und wir geniessen auf der Plaza etwas Sonnenschein und Waerme.

2 Gedanken zu “San Pedro – Uyuni: Lagunen, Schnee- und Sandsturm

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