Cajamarca, ein Jacuzzi und drei Raubversuche

Am 3ten Tag in Cajamarca kommt uns Lucho besuchen. Zudem wohnt ein Freund von ihm in Baños del Inca und besitzt dort ein Hostal. Lucho kommt fruehmorgens an, spaeter fahren wir mit ihm und Raphael, seinem Freund, nach Baños. Wir fruehstuecken auf dem Mercado, dann zeigt uns Raphael sein Hostal. In jedem Zimmer steht ein Jacuzzi, sprich eine riesige Badewanne. Cool. Natuerlich ziehen wir gerne hierher um. Wir wollen mit dem Bus zurueck, unsere Bikes und das Gepaeck holen, doch Raphael spannt einfach einen Anhaenger mit Platz fuer 3 Motorraeder oder eben Fahrraeder an sein Auto. Wir fahren in die Stadt, holen unsere Sachen, dann gehts zurueck nach Baños. Raphael putzt unsere Raeder blitzblank, dann zieht Lucho meine Bremsscheibe richtig fest und schaut sich meine Pedale an, die wieder komische Laute von sich gibt. Und spaeter goenne ich mir natuerlich ein langes heisses Bad in meinem Privatjacuzzi. Was fuer ein Luxus.

Am Tag darauf fahren wir mit dem Bus nochmals nach Cajamarca, letzte Sachen fuer die Weiterreise besorgen. Monika fahert danach wieder zurueck, ich kaufe noch ein paar persoenliche Dinge. In der Gegend des Mercados wird das Gedraenge um mich herum mit einem Mal etwas zu eng. Leute ellboegeln und rennen an mir vorbei. Instinktiv halte ich meine Hosentaschen zu. Schnell laufe ich weiter. Es hat viele Leute auf der Strasse. Ich habe wieder mal ein etwas ungutes Gefuehl. Ploetzlich spuere ich etwas Nasses am Hinterkopf und auf den Haaren. Ich drehe mich um, wieder werde ich von Maennern umringt, sie rempeln und rennen, es wird eng. Die ganze Zeit halte ich meine Taschen fest. Als das Gerempel vorbei ist, greife ich an den Hinterkopf. Ist das Spucke? Wie eklig. Ein paar Meter weiter nochmals. Diesemal spuckt mir jemand seitlich ins Gesicht. Sofort halte ich wieder meine Hosentaschen zu. Wieder wird es eng, Maenner rempeln und rennen gebueckt an mir vorbei, ich spuere Griffe an meine Hosen. Aber meine Haende halten alles fest. Ein entgegenkommender Mann ruft mir zu: „Te roban!“. Schlaumeier, das weiss ich auch. Ich habe ja schon von den Spuck-Attacken gehoert und Monika war in Cusco einmal Opfer davon. Deswegen werden sie auch Cusco-Tricks genannt. Da passiert das wohl hauefig. Schnell laufe ich weiter. Spaeter pruefe ich, ob noch alles da ist. Und hoffentlich haben sie nichts aus dem Rucksack genommen, den konnte ich nicht auch noch festhalten. Aber die 3 Raubversuche scheinen fehlgeschlagen zu sein. Ich putze die Spucke so gut wie moeglich weg. Einfach nur eklig. 2 Quadras weiter sprechen mich 2 kleine Jungs an. Ich solle doch den Inhalt meines Rucksacks pruefen, da haetten naemlich vorhin einige Maenner versucht, etwas zu klauen. Ich danke den Jungs fuer den Hinweis. Sicherheitshalber schaue ich nochmals in den Rucksack, doch es ist alles da. Ich bin erleichtert. Aber ich will weg von hier. Ich fahre zurueck nach Baños, wasche die bespuckten Kleider und spaeter wasche ich die restliche Spucke in einem weiteren heissen Bad von meinem Koerper. Danach fuehle ich mich viel besser.

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