Galápagos, weitere Erkundung des Paradieses

Nach den Tagen auf der Beagle bleibt mir noch eine Woche auf den Galápagos. Es gefaellt mir so gut hier, dass ich sogar noch auf 2 Wochen verlaengere. Ich erkunde die Inseln Santa Cruz, Isabela und San Cristóbal, natuerlich wieder an Land und unter Wasser. Und sehe noch mehr Tiere, u.a. Hammerhaie und Riesenschildkroeten in ihrem natuerlichen Umfeld. Zudem erlebe ich einen speziellen Tag auf San Cristóbal, als wir wegen der Tsunamiwarnung evakuiert werden.

Nachdem ich mich von all den Leuten von der Bealge verabschiedet habe, warte ich mit Rob auf den Bus zum Canal de Itabaca. Ich habe ja noch eine gute Woche mehr Zeit auf den Galápagos. Der Bus kommt bald, auf die Faehre warten wir etwas laneger. Und auf den Bus nach Puerto Ayora noch laenger. Der wartet auf die Ankunft des ersten Fliegers. Die Taxifahrer behaupten alle, dass dies noch 1,5 Stunden dauern wird. Klar, sie wollen uns fuer 15 USD fahren. Das ist viel zu teruer und wir haben Zeit. Ich frage den Buschauffeur, wie lange es geht. Er meint, etwa ein halbe Stunde. Und gluecklicherweise behaelt er recht. Auf der Fahrt werde ich schon etwas sentimental. Jetzt ist einfach alles zu Ende. Und ich bin wieder allein. Ich hatte die Gesellschaft auf der Beagle richtig genossen. In so guter Gesellschaft war ich schon lange nicht mehr. Gute Unterhaltungen mit sehr interessanten Leuten, fiese Kartenspiel mit den Jungs und viel Spass. Na ja, auch die schoensten Dinge gehen mal zu Ende. Ich fuehle mich im Moment gerade irgendwie einsam und alt. Und da rinnt wohl gerade eine Traene ueber meine Backe. Der Bus erreicht Puerto Ayora, ich quarteire mich im von Rob empfohlenen Hostal Salinas ein. Na ja. Dann muss ich Sonnencremenachschub kaufen, ich besorge mir ein Ticket fuer die Isla Isabela fuer den naechsten Tag und etwas essen sollte ich auch mal. Ich habe aber ueberhaupt keinen Hunger. Muss der Wehmut sein. Ich wuerge trotzdem einen Salat runter, dann mache ich mich auf den Weg zur Bahia Tortuga. 2,5 km laufe ich auf einem Lavasteinplattenweg zu einem wunderschoenen Strand.

Playa Bahia Tortuga

Wo die Meeresschildkroeten wohl nachts gerne ihre Eier in den weiter oben liegenden Sandduenen vergraben. Baden sollte man hier wegen der gefaehrlichen Stroemung nicht. Heisst’s. Hatte ich sowieso nicht im Sinn. Auf der anderen Seite eine ruhige Bucht mit einem schoenen Strand und Mangrovenwaeldern. Ein schoenes Fleckchen. Dann laufe ich langsam zurueck. Im Hostal gibts eine kalte Dusche. Dann esse ich trotz immer noch keinem Hunger etwas zu Abend und spaziere nostalgisch zur Muelle. Da lag vor einer Woche die Beagle vor Anker. Und dort treffe ich doch wieder auf Jens. Wir schwatzen eine Weile, dann ruft mein Bett.

Ich gehe zuerst fruehstuecken, dann deponiere ich den grossen Rucksack im Hostal. Das Boot auf die Isla Isabela faehrt erst um 14 Uhr. Da habe ich noch etwas Zeit. Ich laufe etwas durch die Strassen, dann gehe ich ins Tame Buero. Seit gestern spiele ich mit dem Gedanken, etwas laenger hier zu bleiben. Und Monika hatte mir damals gesagt, dass die Preisverleihung ihres Rennens erst Mitte Maerz stattfindet. Ich ziehe eine Nummer und warte eine ganze Weile. Dann geht alles ganz schnell. Die Señora fragt, wann ich denn gerne fliegen wuerde. Ich waehle spontan den 14. Maerz aus. Sie aendert die Daten im Computer, schreibt die neuen Termine aufs Ticket und listo. Ich laufe weiter die Strasse entlang, als ich einen Typen mit gruen-weiss gestreiftem Shirt sehe. Der kommt mir irgendwie bekannt vor. Ach, na sowas. Es ist Miguel von der Beagle mit seiner 5-jaehrigen Tochter Nena. Suesses Maedel. Ich dachte eigentlich, er muesse noch eine Woche arbeiten. Er wohl auch. Wir unterhalten uns eine Weile. Dann laufe ich weiter. Es ist heiss. Ich spaziere die Charles Darwin rauf und rutner, esse noch einen Salat. Dann hole ich mein Gepaeck und gehe zur Muelle. Dort wird das Gepaeck geprueft, es sollen ja keine Fruechte, Samen oder aehnliches auf andere Inseln eingeschleppt werden. Ich warte noch eine Weile, dann steige ich ins Boot. Dieses faehrt bald langsam los, aus dem Hafen raus. Und dann werden die 3 Motoren hochgefahren. Nun brettert das Boot ueber die Wellen. Ein ziemlich harter Ritt. Zum Glueck werde ich nicht seekrank. Nach 2 Stunden ziemlich anstrengender Bootsfahrt erreichen wir Puerto Villamil. Dort muss nochmals alles Gepack in eine Reihe gelegt werden. Ein Hund schnueffelt nach Nahrungsmitteln. Alles ok. Ich nehme mein Gepaeck und laufe weiter. Ich weiss nur, dass der Hafen ein ganzes Stueck vom Dorf weg liegt.

Playa von Puerto Villamil

Da sagt auch schon ein Señor mit Bus, ich solle einsteigen. Ok. Er faehrt zuerst 2 Surfer von Hostal zu Hostal. Ich werde ins „Coral Blanco“ gehen, Tipp von Silvie. Das mache ich dann auch und siehe da, wer haengt da faul in einem Stuhl rum: Silvie. Wir haben uns gleich viel zu erzahelen, von den jeweiligen Bootstrips. Schoen, sie hier zu treffen. Spaeter gehen wir zusammen nachtessen. Ihr Kollege kommt nicht mehr aus dem Zimmer raus, denn heute Abend ist Fussball angesagt. Barcelona – Guayaquil, oder so? Auch der Rest des kleinen Dorfes scheint gebannt vor einem Fernseher zu sitzen. Spaeter stoesst noch eine weitere Kollegin Silvies dazu und wir gehen noch eins trinken. Eine Caipiriña, die einem fast vom Stuhl haut. Ziemlich stark. Dann gehts ins Air-Condition gekuehlte Zimmer. Silvie faehrt morgen wieder nach Puerto Ayora. Vielleicht sehen wirs uns da wieder.

Am Vorabend hatte ich mich schon fuer den Ausflug zum Volcán Sierra Negra angemeldet. Zum Volcán Sierra Negra und Volcán Chico darf man nur mit Guía. Weil einmal ein Paar ums Leben kam, aber auch weil man die Pfade nicht verlassen sollte. Gerade in den von Lavastroemen ueberdeckten Gebieten ist die Pflanzenwelt noch sehr fragil. Als ich aufstehe, ist der Himmel bedeckt. Ich packe mal die Regenjacke ein, dann troepfelt es auch schon ganz leicht. Um 8 Uhr faehrt der Chiva vor. 5 Personen sind wir, alles junge Leute. Natuerlich ist wieder mal ein Schweizer dabei. Begleitet werden wir vom Guía Fausto. Ueber eine Holperstrasse gehts langsam hoch. Vorbei an Lagunen mit Flamingos. Dann etwas Asphaltstrasse und bald schon wieder Waschbrettholpern. Etwa 40 Minuten lang. Dann sind wir am Ausgangspunkt des Fussmarsches auf ca. 700 m.ue.M. 8 km hin, 8 km zurueck. 5 Stunden soll das Ganze dauern. Es geht ein bisschen hoch und schon bald biegen wir zum Mirador ab. Und dann, wooow, liegt der Krater des Sierra Negra vor mir. Der ist riesig. 10 x 9 km. Echt gigantisch.

Krater des Volcán Sierra Negra

Dies ist der zweitgroesste Krater weltweit. Und der groesste Krater eines aktiven Vulkans. Der letzte Ausbruch eines kleinen Teils war 2005. Diesen Lavastrom sieht man gut in dem Krater. Wir laufen weiter, links vom Vulkan her ziehen dunkle Wolken auf. Und Regen. Bald ist er da, es beginnt zu troepfeln, dann zu regnen. Wir steigen nun langsam ab zum Volcán Chico. Dies kein kleiner Vulkan, sondern eine Landschaft aus vielen kleinen Kratern. Der letzte Ausbruch war 1979 und der Lavastrom floss bis zur Bahia Elizabeth. Mittlerweile regnet es in Stoemen, meine Hosen sind wieder einmal total nass. Wir laufen vorbei an Kakteen, Kratern in Rot und Gelb. Sicher ein ganz tolle Landschaft. Aber im Regen kann ich sie nicht richtig geniessen. Und die Kamera ist wasserdicht weggepackt. Dann gehts wieder hoch. Unter dem einzig grossen Baum, Jaboncillo genannt, zugleich einziger offizieller Picknickplatz, essen wir im Regen unser Sandwich. Schnell wird’s kalt, darum laufen wir bald weiter. Und dort wo der Regen angefangen hatte, hoert er auch wieder auf. Fuer eine kurze Weile zumindest. Dann troepfelt es schon wieder. Die nassen Schuhe werden in dem Matsch ganz schoen dreckig.

Nass und matschig

Wir erreichen den Parkplatz, ich schwatze eine Eile mit einem Chico Namens Joseph, der dort auf die Gruppe seines Hotels wartet, dann faehrt auch schon unser Chiva vor. Wir holpern wieder runter, es giesst nochmals aus Kuebeln. Aber wir sehen 2 Pajaros Brujos. Die kleinen, rot-schwarzen Voegel. In Puerto Villamil ist das Wetter besser. Sonnenschein, mit Blick auf eine schwarze Wolkenwand. Ich laufe etwas durch das Dorf, dann geniesse ich die Ruhe dieses Ortes.

Hier hoere ich am Morgen seit langem wieder einmal Hahnengekraehe. Dieses faengt um 5 Uhr an und geht pausenlos weiter. Ich bin zu faul, die Ohropax zu holen. Aber einfach liegenbleiben ist auch schoen. Nach einer Weile stehe ich auf und gehe fruehstuecken. Um 9 Uhr holt mich mein Guía zu meiner Schnorcheltour zu den Tintoreras ab. Na so was, schon wieder Fausto. Scheint der Guía des Coral Blanco zu sein. Heute bin ich alleine, aber seine Tochter kommt noch mit. Per Taxi fahren wir zur Muelle. Dort macht Fausto sein Boot bereit. Dann gehts los. Ich bekomme Flossen, Maske und Schnorchel. Noch in der Bucht faehrt er das Boot nahe an den Rand und ankert. Wir laufen ueber Lavasteine auf die andere Seite. Diese Bucht ist bei Ebbe per Boot nicht erreichbar. Und im Moment steht das Wasser tief. Wir gehen ins Wasser. Es ist etwas trueb. Ich sehe die uebelichen Fische, dann ploetzlich links eine riesige Tortuga. Die liegt regungslos am Boden. Ruht wohl aus. Dann noch 3 weitere. Das Wasser ist nicht sehr tief, es ist coo,l die Tiere von so nahem beobachten zu koennen. Und sie schwimmen ja nicht weg. Wir treffen auf eine Seegurke und einen riesigen schwarzen Seestern mit roten Punkten. Dann gibts Gesellschaft. Ein junger Seeloewe. Er umkreist uns, beaeugt mich neugierig, schwimmt unter mir durch. Eine ganze Weile haelt seine Neugier an. So nahe kam bis jetzt noch keiner fuer so lange Zeit. Wir schnorcheln noch eine Weile weiter, dann gehts ueber die Lavasteine zurueck zum Boot. Wir fahren aus der Bucht raus, vorbei an sich putzenden Galápagos-Pinguinen.

Eine ganze Pinguinschaar

Dann ankert Fausto das Boot wieder. Hier draussen soll’s Weissspitzenhaie geben. Das Wasser ist tiefer. Sobald im Wasser, sehe ich einen davonschwimmen. Wir schwimmen weiter, Fausto schaut in ein paar Hoehlen. Die moegen die Haie. In einer sehe ich 2  Haie, aber sie kommen nicht raus. Weiter gehts, doch kein Hai will rauskommen. Wir schwimmen nochmals zur ersten Hoehle. Ich positioniere mich davor, als ein etwa 2 Meter langes Exemplar rausschwimmt und etwa 1 Meter unter mir wegtaucht. Ganz langsam. Huhh. Fuer mich immer noch ein komisches Gefuehl. Wir folgen ihm eine Weile, dann gehts zurueck aufs Boot. Falls ich je nochmals hierherkommen sollte, dann bestimmt mit einem Unterwassergehaeuse fuer meine Kamera! Nun geht’s zu den Wanderpfaden auf den Tintoreras. Tintorera heisst Weissspitzenhai auf Spanisch. Von den Lavasteinen sieht man in kleine Wasserkanaele, die Grietas. Dort tummeln sich oft viele Haie rum. Aber im Moment ist das Wasser dort zu warm, die Haie bevorzugen das kuehlere Wasser in der Bucht und verstecken sich in den schattigen Hoehlen, wo sie tagsueber ruhen. Weissspitzenhaie jagen nachts in totaler Dunkelheit. Ihre Beute spueren sie mit elektromagnetischen Pulsen auf. Wir laufen ueber die Insel, die aus aa-Lava besteht. Mit unregelmaessig, scharfkantiger Oberflaeche. Ueber die Jahre haben sich auf der Suedseite der Steine Flechten angesiedelt, welche mit der Feuchtigkeit der vom Sueden her kommenden Winde wachsen.

Lavasteine mit weissen Flechten

Akrobatisches Marine Iguana

Im Moment ist gerade noch Nistsaison der Marine Iguanas. Hunderte buddeln ihre Loecher in den Sand, worin die Weibchen ihre Eier ablegen. Dann ein kleiner Strand und ein Schild: No pasar. Nicht geschrieben, sondern als Icon. Wohl allgemein verstaendlich. Und am Strand 3 Personen. Ich frage Fausto, was die da machen. Der Typ sei eben kein Guía. Und wohl zu dumm fuer Zeichensprache. Solche Schilder haben ja meist einen Grund. Da muss man sich dann auch nicht fragen, warum man nur noch mit Guía rumlaufen darf. Anscheinend gibt es immer noch Leute, die keinen Respekt vor den Tieren und der Natur haben. Die wird es wohl immer geben, aber hoffentlich gehen die Galápagos nich an solchen Leuten zu Grunde. Wohl eher nicht, denn das weit aus groessere Problem stellen die Einheimischen dar, die hier leben und fremde Tiere und Pflanzen einschleppen. Die dann die einheimische Flora und Fauna zerstoeren. Soweit dieser kleine Exkurs. Von hier hat man auch einen Blick auf den Volcán Sierra Negra, der wieder in schwarze Wolken gehuellt ist.

Der Regen ist im Anmarsch

Wir fahren zurueck zum Hafen, wo es ein Stueck Wassermelone gibt. Dann geht’s per Taxi zurueck zum Hostal. Und kaum in meinem Zimmer, beginnt es zu regenen. Der Regen wird immer staerker, bis es einfach wieder nur so runterschuettet. Eigentlich wollte ich zum „Centro de Crianza“, der Schildkroetenaufzuchtstation laufen. Vielleicht hoert’s ja wieder auf. In der Zwischenzeit mache ich mal eine kleine Siesta. Auch gut. Gegen 15 Uhr hoere ich keinen Regen mehr aufs Dach prasseln. Ganz optimistisch schmiere ich Sonnencreme ein, doch als ich die Tuer oeffne, troepfelt es schon wieder. Und schifft den ganzen Nachmittag und Abend weiter.

Der Himmel sieht heute Morgen um einiges freundlicher aus als die letzten 2 Tage. Ich gehe fruehstuecken, dann mache ich mich auf den Weg zum „Centro de Crianza“. Vorbei an einem Riesenhaufen Marine Iguanas. Treffenderweise heisst der Ort auch „Iguana Crossing“.

Iguana Crossing

Dort beginnt der Nationalparkweg. Die Wege sind ja wirklich schoen gemacht. Ich laufe ueber einen langen Holzsteg, der ueber einige Lagunen fuehrt. In einer Futtern gerade die Flamingos. Schoen rosa sind sie. Kein Wunder, die Wasserfarbe der Lagunen ist blutrot. Und die Flamingos bekommen ihre Farbe ja von den Tierchen und Mikroorganismen, die sie fressen.

Flamingo

Blutrote Lagune

Galápagos-Passionsblume

Weiter gehts durch einen Mangrovenwald, dann folgt ein trockenes Stueck Landschaft mit Kakteen und Passionsblumen. Dann wieder dichter Wald. Mit Apfelbaeumen. Manzanillos. Kleine Gruene Aepfel. Die sollte man nicht essen, die sind giftig. Die ganze Pflanze ist giftig. Einige Leute berichten von Kopfschmerzen alleine vom Unter-einem-Baum-Sitzen. Die Riesenschildkroeten sind die einzigen Geschoepfe, die die kleinen Fruechte verdauen koennen. Und dann bin ich auch schon beim Centro. Zuerst ein Gehege mit kleinen, 2-jaehrigen Schildkroeten. Haufenweise. Dann groessere. Ich schaue denen lange zu. Schon faszinierende Tiere. Ich finde ihre Mimik toll. Und da gaehnt wieder eine. Muss schon ein anstrengendes Leben sein. Ich laufe weiter. Die ganz jungen sind in gedeckten Gehegen zu Hause. Ihr Gehaeuse ist noch weich und koennte leicht zerstoert werden, z.B. von Ratten. Hier sind sie sicher. Dann hoere ich von der anderen Seite ziemlich laute, in regelmaessigen Abstaenden folgende Grunzgeraeusche. Ah. Ein Doppeldecker. Die Fortpflanzung schint hier zu klappen. Dann ein weiteres Gehege mit grossen Schildkroeten. Ich schaue ihnen sicher wieder eine Stunde zu. Wirklich interessant. Und erst die Geraeusche, die z.B. beim Aufstehen ertoenen. Ob so eine Tortuga wohl ab und zu geoelt werden sollte? Es knarzt und quietscht naemlich ganz schoen laut. Und auch diese Tiere scheinen zu grinsen. Eine beobachtet mich genauso intensiv wie ich sie. So scheint es zumindest. Und dann sind sie wieder richtig suess, liegen ausgestreckt da wie Hund oder Katz.

Kleine Schildkroeten haufenweise

Gäääääähn...

Faul im Schlamm rumliegen. Gibts was Schoeneres?

Da sollten wir schon zusehen, dass wir solche Tiere nicht ausrotten. Denn die groessten Gefahren kommen natuerlich vom Menschen, oder vom Menschen eingeschleppten Tierarten wie Ratten, Ziegen, Hunde, Katzen, Esel, Kuehe oder Ameisen. Diese fressen die Eier oder frisch geschluepften Jungen, essen den Schildkroeten das Futter weg oder zertrampen ihre Gelege. Wenn man bedenkt, wie lange es diese Tiere schon gibt. Und die kleinen werden jeden von uns ueberleben. Denn die Tortugas werden bis zu 150 Jahre alt. Wahnsinn. Ich schaue mir noch das Infozentrum an, dann laufe ich zurueck. Spaeter laufe ich zur Muelle und zur Punta Coral. Dies ein netter Bade- und Schnorchelort. Es hat viele Einheimische da. Ich gehe wieder zurueck. Ich lasse mir im Hostal die Rueckfahrt nach Peurto Ayora fuer den Folgetag bestaetigen. Danach moechte ich noch etwas am Strand entlanglaufen. Ich schmiere natuerlich wieder genuegend Sonnencreme ein. Als ich dann loslaufe, ist der Himmel bedeckt und bald beginnt es zu troepfeln. Klar. Aber was soll’s, ich laufe weiter. Bald hoerts wieder auf. Ich laufe eine Weile dem Wasser entlang, bis ich eine Nationalparktafel erreiche. Ach so, hier gehts zur „Muro de las Lágrimas“. Doch dafuer reicht mir die Zeit nicht mehr. Es ist schon fast 17 Uhr. Der Guardaparque erklaert mir, was ich in der kurzen Zeit noch anschauen kann. Das tue ich dann auch. Ein kleiner Sandstrand mit Marine Iguanas, ein Mangrovensumpf, und ein groesserer Lavatunnel. Dann laufe ich wieder zurueck nach Peurto Villamil und dort noch weiter bis zur Badebucht. Oben hat es ein abgesperrtes Gebiet, da nisten Marine Iguanas. Ich laufe ein kleines Weglein hoch. Auch da ueberall Iguanas. Nicht gut. Ich kehre wieder um. Da pfeifft jemand. Ups. Ein Guardaparque kommt auf mich zu und erklaert mir, dass man dort nicht durchlaufen darf. Klar, ich habe die Absperrung gesehen, aber die war ziemlich weit weg vom Weg. Aber ich moechte ja auf keinen Fall irgendwohin laufen, wo ich nicht sollte. Ich unterhalte mich noch eine wenig mit dem Guardaparque, dann will er sich abends auch schon mit mir treffen. Und dann laeuft jemand vorbei und winkt. Ah, Joseph, ihn hatte ich beim Volcán getroffen. Ehemaliger Guía und jetzt Hotelmanager. Er will mich zum laengeren Bleiben auf Isabela ueberreden. Er habe ja auch ein Hotel. Und natuerlich kommt auch er noch mit dem Spruch: „Me gustas mucho.“ Die Maenner sind ja schon ziemlich einfallslos hier.

Um 5 Uhr ist heute Tagwache, das Boot faehrt um 6 Uhr los. Nachdem natuerlich wieder das ganze Gepaeck inspiziert wurde. Langsam geht es aus der Bucht raus, dann werden die Motoren auf volle Power geschaltet. Und bald schon knallen wir ueber die Wellen. Der Magen macht mir ja keine Probleme, aber die Schlaege aufs Wasser sind so hart, dass ich eher eine Gehirnerschuetterung befuerchte. Und erst die Geaeusche, die das Boot von sich gibt, wenn es auf eine Welle knallt. Autsch. Doch nach 2,5 Stunden erreichen wir Puerto Ayora. Alles in unbeschaedigtem Zustand. Ich fruehstuecke erst einmal, dann quartiere ich mich im Darwin ein. Es ist brutal heiss in dem Zimmer. Auch auf der Strasse bruetet die Hitze. Ich laufe ein wenig herum. Dann setze ich mich eine Weile in den Schatten, spaeter rufe ich Pablo, Silvies Kollegen an. Dieser wohnt in Santa Rosa und Silvie verbringt ein paar Tage da. Sie meinen, ich solle hochkommen und gleich dort uebernachten. Ich habe aber im Darwin schon bezahlt. Und meist gibts die Kohle nicht so einfach wieder zurueck. Aber ich besuche sie einfach am Nachmittag. Per Taxi gehts zum Tropidurus, der Bushaltestelle. Dort wartet auch ein Bus, aber der geht nur nach Bellavista. Aber bis dahin kann ich mit. Dort stelle ich mich an den Strassenrand und warte auf ein Taxi. Doch die meisten fahen nicht hoch nach Santa Rosa. Nach einer Weile faehrt ein Señor vor, mit Ziel Santa Rosa. Dort angekommen, fragt er mich, wohin ich muesse. Zum „Pajaro Brujo“. Ach ja, da fahre er sowieso hin. Wie gut sich da trifft. Unten angekommen, stellt sich heraus, dass Pablo dieses Taxi gerufen hat, da sein Hund krank ist und er ihn nach Puerto Ayora bringen will. Was fuer ein Zufall. Und ich zahle anstelle der ca. 5 USD nur 1. Ich begruesse Pablo ganz kurz, dann ist er auch schon mit dem Hund unterwegs. Silvie und ich schwatzen, essen und trinken Kaffee. Dann zeigt sie mir das Grundstueck. Die ehemalige Finca wurde von einer Fundación gekauft. Auf dem Gelaende sollen wieder native Baeume gepflanzt werden, zudem werden die Pflanzen dort auch gezuechtet und herangezogen. Hierzu arbeiten Voluntaere auf der Finca. . Jetzt muss aber erst einmal alles aufgebaut werden, Wege, Haeuser, Infozentren, etc. Interessantes Projekt. Und ein schoener Ort. Ruhig und etwas kuehler. Mit Gummistiefeln laufen wir durchs hohe Gras. Der Weg ist eben wie erwaehnt erst am Entstehen. Wir erreichen das Gewaechshaus. Dahinter befindet sich ein riesiger Garten. Die ganze Finca soll sich spaeter selbst biologisch versorgen koennen. Dann laufen wir weiter zu einer Wiese. Und da sind sie. Die Tortugas. 5 Stueck. Cool, dass ich die Tiere noch in ihrem natuerlichem Umfeld zu Gesicht bekomme. Das ist so anders als in den Centros. Sie hocken im Gras und fressen dieses mit Genuss. Einfach toll. Wenn ich diese Tiere sehe, fuehle ich mich immer in ganz alte Zeiten versetzt. Oder auf einen anderen Planeten. So urtuemlich ist der Anblick. Das gleiche gilt auch fuer die Iguanas. Das macht die Galápagos so einzigartig. Wir schauen den Tortugas eine Weile zu, dann laufen wir zurueck. Bei dem anderen Haus sehen wir noch eine Eule. Und schwitzen ganz schoen in den Gummistiefeln. Pablo ist mittlerweile auch wieder da, dem Hund geht’s mit Antibiotikas besser. Waren wohl Amoeben. Wir unterhalten uns weiter, gegen 20 Uhr ruft mir Pablo ein Taxi. Der selbe Señor faehrt mich wieder runter. Ich esse in einem Kiosko noch etwas zu Abend. Das Lokal ist ziemlich voll, so lande ich an einem Tisch mit einem jungen Typen. Israeli. Hm. Man kann sich ja mal unterhalten. Er ist ganz ok. Nach dem Essen laufen wir noch eine Weile umher und spaeter trinken wir noch ein Bier. Als seine Hand dann auf einmal nicht mehr auf der Stuhllehne sondern auf meiner Schulter landet, ist es definitv Zeit, heimzugehen.

Ich „schlafe“ bis um 8 Uhr, bis es mit der ins Zimmer dringenden Sonne einfach zu heiss wird. Ich ziehe um, in das Zimmer, das eine Señora vermietet. Bett, Dusche, Klo, fuer 10 USD. Mehr brauche ich nicht. Ich gehe mal zum Tauchcenter Macarron. Ich wuerde morgen gerne tauchen gehen. Doch da findet gerade eine Sitzung statt und zudem wissen sie noch nicht, wo sie morgen tauchen werden. Um 16 Uhr soll ich nochmals vorbeikommen. Ich laufe zur Muelle und nehme ein Taxi zur Punta Estrada junto Etíca. Ich moechte zum Beagle Buero, mir noch ein T-Shirt besorgen. Ich hatte die Señora schon per Mail angefragt, ob das moeglich ist. Das Taxi laesst mich an der Punta Estrada raus, ich frage nach dem Buero. Das sei auf der anderen Seite des Hauses, nur per Boot zu erreichen. Na ja. Ich laufe erst einmal zu dem kleinen Strand. Ist nett da, ich laufe wieder zurueck. Da hat’s einen Weg, der weiter um die Haeuser rumfuehrt. Dutzende, Zementsaecke schleppende Maenner laufen an mir vorbei. Hotelbau. Und ich lande in der Etíca. So einfach geht’s. Ich frage einen Señor, wo die Bueros sind. Da hinten, doch die seien heute wegen der Feiertage zu. Carnaval. Erst am Mittwoch werde wieder gearbeitet. So ein Pech auch. Aber wenn ich schon mal hier bin, trinke ich auf der wirklich schoenen Terrasse des Angermeyer Inn eine teure Cola. Und blicke dabei sehnsuechtig auf die vor Anker liegenden Boote. Morgen ist die Beagle wieder da. Ich gehe zurueck, nun ist es bruetend heiss. Ich setze mich in ein gekuehltes Internet. Arturos Kamera hatte auf dem Cruzero den Geist aufgegeben und ich hatte ihm versprochen, Fotos zu schicken. Nur schon die Auswahl dauert ewig. Muessen an die 1500 Bilder sein. Ich werde ihm eine CD brennen, doch damit er seiner Familie bald zeigen kann, wo er war, rechne ich ihm die Bilder runter und schicke sie ihm per FTP. Auch das dauert. Auch eine Art Siesta. Eine teure. Internet ist hier ja suendaft teuer. Aber versprochen ist versprochen. Dann laufe ich zu den „Las Nietas“, eine herzige, geschlossene Badebucht, v.a. fuer Einheimische. Ich laufe wieder zurueck. Im Hostal del Lago trinke ich was. Ein wirklich schoenes Restaurant. Da kommen 3 Japaner rein. Einer mit 2 Riesenkameras, Stativ, etc. Die waren mir schon zuvor in der Stadt aufgefallen. Ich kriege nur mit, dass sie Fotos fuer ein japanisches Magazin machen wollen. Aber die 3 reden kein Spanisch, die Angestellte kein Englisch. Hilfesuchend fragt mich der eine, ob ich Englisch spreche. „Ja.“ „Und Spanisch?“. „Auch.“ Er fragt mich, ob ich vielleicht uebersetzen koennte. Er will alles ueber die Geschichte des Hauses wissen. Und ich fleissig am Dolmetschen. Dann bedanken sich die Herren und gehen weiter. Es ist mittlerweile nach 16 Uhr, ich gehe nochmals zum Tauchcenter. Nun ist der Dueño nicht da, in einer halben Stunde soll ich wiederkommen. Ich gehe in Richtung Estación Charles Darwin, zum kleinen Badestrand der Einheimischen. Es ist nett da, ich schaue den Leuten eine WEile zu. Dann geh’ts wieder zurueck zum Tauchcenter. Nun ist der Dueño da, ich kann morgen einen Discovery Dive machen. Das geht klar. Ich probiere Anzug, Weste, Schuhe, Flossen und Maske. Morgen um 6 Uhr solls losgehen. Da bin ich ja gespannt.

Kurz vor 6 Uhr erreiche ich das Tauchcenter Macarron. Kurz danach kommt ein Schweizer Paar und ein Hollaender an. Ein Señor laedt die Sauerstoffflaschen und andere Dinge in einen Pick-up. Mit diesem fahren wir dann zum Canal de Itabaca. Bald folgt ein weiters Taxi mit 4 weiteren Tauchern. Das Boot wartet schon. Wir fahren etwa 30 Minuten raus in Richtung Gordon Rocks. Kurz davor machen die Taucher einige Uebungen, dann geht’s weiter zu den Felsen. Der Dueño taucht mit den Erfahrenen ab durch einen Kanal zwischen den Felsen. Ich und ein Ami-Paar bleiben zurueck. Aber wir duerfen schnorcheln gehen. Ich ziehe den Wetsuit an. Dann laesst mich Jorge langsam ins Wasser. Wow. Tief hier. Der Fels faellt einfach gerade runter ins Nichts. Mal ein anderes Schnorcheln. Es hat viele Fische, Seeloewen haengen so quasi wie Tropfen im Wasser. Kopf unten, Schwanz- oder Seitenflosse ragt aus dem Wasser. So verharren sie einfach. Sieht gut aus. Ich sehe zwei Schildkroeten, dann lasse ich mich von der Stroemung treiben. Und schon ist das Boot mit den Tauchern wieder zurueck. Wir steigen ein und fahren weiter. Nun macht sich das Ami-Paar bereit. Die beiden fangen gerade mit dem Tauchen an. Sie haben 5 Tage in Galápagos, 4 davon tauchen sie. Fuer die 5 Tage haette ich bessere Vorschlaege, was man auf den Galápagos sehen sollte. Zudem ist Tauchen hier ziemlich teuer. Aber das ist ihre Entscheidung. Sie gehen mit Jorge ins Wasser. Juan Carlos, der Dueño erklaert mir nun kurz, was wir machen werden. Ins Wasser, Atemmaske tauschen, Brille entwaessern, absinken, Druckausgleich, zusammen tauchen, dann wird er mich losslassen und ich bleibe nahe bei ihm. Die Theorie ist mir klar. Dann bekomme ich Gewichte, Flasche, Maske und Flossen und schon plumpse ich rueckwaerts ins Wsser. Da soll ich den Kopf unter Wasser behalten, um mich an das Atmen mit Flasche zu gewoehnen. Komisch. Jetzt folgt die Praxis. Und zwar wortlos. Mundstueck tauschen. Ok. Brille mit Wasser fuellen, Wasser rausblasen. Beim 2ten Versuch klappt’s. Nun soll’s runtergehen. Ich bekomme eine kurze Panikattacke. Will was sagen… Einfach ruhig weiteratmen. Das ist das Komische an der Sache. Ich bin wohl zu sehr Schwimmerin. Da wird unter Wasser nicht geatmet. Marco, der Schweizer erzaehlt mit spaeter, dass es bei ihm genau umgekehrt ist. Er wolle beim Schwimmen immer unter Wasser atemen. Gut. Wir sinken langsam. Druckausgleich. Da unten sind ein paar Spotted Eagle Rays. Und grosse Fischschwaerme. Von unter sehen die auch toll aus. Meine Brille hat etwas Wasser drin. Oh nein! Jetzt muss ich das hier untern leeren. Hilfe! Ich versuch’s. Doch oh weh. Ich hebe die Brille zu fest an. Nun ist die ganze Maske mit Wasser gefuellt. Jetzt einfach ganz ruhig bleiben. Ich blase Luft rein. Besser. Ein 2tes Mal. Gut. Juan Carlos erklaert mir mit Handzeichen, dass ich die Brille zu weit geoeffnet habe. Verstanden. Die naechsten Male klappt’s reibungslos. Und dann drueckt er meine Hand und zeigt nach unten. 2 Hammerhaie. Wow. Solche habe ich noch keine gesehen. Cool. Wir tauchen weiter, dann zeigt Jaun Carlos auf einen Feuerfisch. Mit dem kommt man besser nicht in Beruehrung. Dann eine kleiner Mantarochen unter mir. Auch einen solchen habe ich noch nicht gesehen. Und weitere Fischschwaerme. Schon steigen wir langsam wieder hoch, ich sehe das Boot. Und so endet mein Discovery Dive. Die anderen fragen natuerlich sofor,t wie’s war und was ich gesehen habe. „Hammerhaie.“ Muss wohl ein Gluecksfall gewesen sein, diese bei einem Discovery Dive zu sehen. Ok, dann ist heute mein Glueckstag. Ich gehe wieder an Board, das Ami-Paar folgt bald. Und Juan Carlos meint nur, dass ich jetzt den Open Water machen sollte. Vielleicht doch eine laengere Pause in Honduras? Mal sehen. Wir fahren wieder zu den Gordon Rocks. Auf dem Boot gibts Kekse, Bananen und Bonbons. Die anderen machen nun alle noch einen 2ten Tauchgang, ich warte. Dann gehts zurueck in Richtung Canal de Itabaca. Waehrend der Fahrt gibts noch Lunch. Sandwiches zum Selberbelegen. Dann fahren wir per Taxi zurueck nach Puerto Ayora. In meinem Zimmer erschlaegt mich die Hitze fast. Ich gehe runter zur Muelle, da ist’s etwas angenehmer.

Zum Glueck hat's bei der Muelle so viele Pfaehle. Wo wuerden sonst die Velos festgekettet?

Und da ist sie, die Beagle. Welch Herzschmerz. Ich starre noch einen Weile sehnsuechtig zum Boot, dann kaufe ich mir eine Ticket fuer die Insel San Cristóbal fuer den Folgetag, danach gehe ich ins kuehle Internet und sende Arturo noch die restlichen Fotos. Abends gehe ich nochmals zur Muelle, einen letzten Blick auf die Beagle werfen. Ich starre noch eine Weile in die Dunkelheit, dann sage ich „Adios“. Oder besser gesagt „hasta luego“.

Ich laufe etwas durch die Strssen und setze micht beim Fischermarkt in den Schatten. Heute ist es ziemlich bewoelkt und bald regnet es. Doch nicht lange. Dann fahre ich per Bootstaxi nochmals zur Punta Estrada. Ich will immer noch ein Beagle T-Shirt. Ich gehe zu den Bueros und frage nach dem der Beagle. Noch ein Steg weiter, aber ich koenne auch den Weg nehmen. Dann stehe ich vor einem verschlossenen Tor. Es hat eine Klingel. Ich druecke mehrmals, dann rufe ich. Niemand da. Ich warte eine Weile. Da war doch jemand. Ich rufe nochmals. Eine Señora kommt raus. Ich beginne zu erklaeren, was ich will. „Ah, Martina, no?“ „Genau.“ Ich hatte ja schon Mail-Kontakt mit ihr. Ich wollte das hellblaue T-Shirt. Doch das gibts nur fuer die Crew. Die Señora bittet mich rein und meint noch so, dass sie am Montag gearbeitet hat. Und am Dienstag sowieso. Immer wenn die Bealge im Hafen ist, ist sowieso jemand da. Klar eigentlich. Ich warte kurz, sie muss noch den richtigen Schluessel suchen. Dann kommt sie mit den Shirts. Zwei hellblaue, ein weisses. Sie gibt mir ein hellblaues zum Probieren. Etwas klein. Ich versuch’s mit dem M. Und so eins gibt’s jetzt trotzdem? Die Señora meint, das hellblaue sei ein Geschenk. Wow. „Muchas gracias.“ Die weissen sind im Verkauf, so eins leiste ich mir auch noch. Dann fragt sie, ob ich von den hellblauen das S oder M wolle. Ich ueberlege kurz, dann meint sie, ich solle beide nehmen. Wirklich extrem nett. Ich bin happy. Jetzt kann ich auf der Beagle arbeiten… Ich verabschiede mich und fahre wieder zurueck. Dann gibt’s Fruehstueck. Das Boot nach San Cristóbal geht erst um 14 Uhr, ich habe noch Zeit. Ich setze mich an die Muelle. Ich mag den Ort. Dann wirds dunkel und beginnt heftig zu regnen. Mit Blitz und Donner. Und es wird Zeit meinen Rucksack zu holen. Ich werde ziemlich nass. Und muss doch noch die Regenjacke rausfischen. Dann laufe ich zum Hafen. Gepaeckkontrolle. Ich warte. Und werde weiter nass, denn bei den Booten nach San Cristóbal hat’s kein Dach. Dann darf ich an Board, wo noch lange auf andere Passagiere gewartet wird. Es wird ziemlich eng, das Boot ist voll. Dann geht’s los. Ich erwarte eine weitere harte Holperfahrt. Doch das Meer ist ruhig, das Boot gleitet sanft uebr die Wellen. Eine richtig angenehme Fahrt. Nach ca. 2 Stunden faehrt das Boot in den Hafen von Puerto Baquerizo Moreno. Dies ist nun die Capital der Galápagos. Mit ca. 6000 Einwohnern. Mir ist der Ort auf den ersten Blick sympathischer als Puerto Ayora. Mit einer schoenen Hafenpromenade, dem Malecón. Ich suche ein Hostal. Das erste ist voll, ich laufe weiter zum „Los Cactus“. Da gibt’s ein schoenes, ruhiges Zimmer fuer 15 USD. Das nehm ich. Dann erkundige ich den Ort. 2 Tage werde ich hier sein. Nicht so viel. 1 Tag Highlands, 1 Tag schnorcheln. Ich suche mir eine Schnorcheltour. Ich kenne einige Orte schon von der Beagle. Ich melde mich fuer eine Tagestour fuer Freitag an. Heute haben wir Mittwoch. Also habe ich morgen Zeit fuer die Highlands. Da geht man am besten per Taxi hin. Der Fahrer wartet, waehrend man die Sachen anschaut. Beim Einchecken hatte mir Maria, die Chica des Hostals, gesagt, dass sie mit ihrem Auto auch die Highland-Tour macht. Zudem ist sie Guía Naturalista. Es kostet ein bisschen mehr als ein normales Taxi, dafuer bekommt man eine gefuehrte Tour. Ich frage sie, ob ich das am naechsten Tag machen kann. Geht klar. Ich laufe der Promenade entlang. Auf dem Trottoir und am Strand wimmelt es von Seeloewen. Sogar den Spielplatz haben sie besetzt. Und einige Baenke. Speziell.

Spielplatz ist Seeloewengebiet

Baenke auch

Playa von Puerto Baquerizo Moreno

Ich schaue den Tieren lange zu. Dies wiederhole ich nach dem Nachtessen. Die Seeloewen suchen ja den Koerperkontakt zu ihren Artgenossen, wenn sie schlafen. Aber bis die bequemste Position und den richtigen Nachbarn gefunden haben, dauert’s. Die Suche wird von verschiedensten Geraeuschen begleitet: Husten, Knurren, Seeloewenbellen, Seufzen. Und natuerlich von den Rufen der Seeloewenbabies, die nach der Mama suchen. Wirklich gute Abendunterhaltung.

Heute gehts in die Highlands. Um 8.45 Uhr fahren wir los. Zuerst nach El Progreso. Dieser Ort wurde im 19. Jahrhundert von Manuel Cobos gegruendet. Er baute riesige Zuckerrohrplantagen auf und fuehrte sein eigenes Geld ein, den Cobos. Seine Mitarbeiter kannten ihn als Tyrannen, zudem soll er viele Arbeiterinnen geschwaengert haben, gewollt oder auch nicht. Viele gaben ihren Kinern seinen Nachnamen. So finden sich heute noch viele Cobos auf der Insel San Cristóbal. Im Dorf ist die Ruine seiner Finca und sein mittlerweile leeres Grab zu sehen. Wir fahren weiter zur Laguna El Junco. Das Auto wird unten abgestellt und wir laufen hoch. Die Lagune ist ein seit langer Zeit inaktiver Vulkankrater und die einzige Frischwasserlagune in ganz Galápagos. Die Lagune hat keinen Zu- oder Abfluss, besteht aus reinem Regenwasser. Langsam zieht Nebel auf. Fregattvoegel fliegen hier hoch, um ihr Gefieder im Sueswasser zu reinigen.

Laguna El Junco

Blick in Richtung Meer

Wir laufen wieder runter und gerade als wir ins Auto steigen, beginnt es zu regnen. Spaeter schuettet es aus Kuebeln. Wir erreichen die Galapaguera „Cerro Colorado“. Eine weitere Schildkroetenaufzuchtstation. Fuer die Arten von San Cristóbal. Die Anlage ist gross und die hier lebenden Exemplare leben halbnatuerlich. Es regent immer noch, ich bin wieder einmal ziemlich nass. Aber ich sehe viele Schildkroeten. Die Panzerform ist etwas anders als auf den anderen Inseln. Interessant. Langsam hoert der Regen auf. Wir fahren zum Puerto Chino und laufen ca. 10 Minuten zu einem schoenen, kleinen Sandstrand. Einige Einheimische baden dort. Wir laufen einen kleinen Weg hoch und beobachten die Szene eine Weile von oben.

Strand von Puerto Chino

Dann fahren wir zurueck nach Puerto Baquerizo Moreno. Wieder regnet es. Ich warte, bis es aufhoert, dann laufe ich zum Centro de Interpretación. Doch schon auf dem Weg dahin schuettet es wieder in Stroemen. Im Zentrum finde ich viel Informationen zur Entstehung der Inseln und der doch bewegenden Geschichte der 4 bewohnten Inseln. Ein lohnenswerter Besuch. Als ich rauskomme, scheint die Sonne, es ist heiss. Ich laufe noch zum Cerro Tijeretas. Ein schoener Weg fuehrt auf den kleinen Huegel. Von dort habe ich Aussicht auf den Hafen von Puerto Baquerizo Moreno, eine schoene Lagune und den León Dormido. Die Fregattvoegel werden hier auch Tijeretas genannt. Wegen ihrer Schwanzform die an eine Tijera oder eben Schere erinnert. Und viele von ihnen kreisen ueber mir.

Blick auf Puerto Baquerizo Moreno

Und die Lagune

Tijereta

Statue von Charles Darwin mit einer Tortuga und einem Seeloewen

Und irgendwie kommt mir der Ort bekannt vor. Klar. Vor genau dieser Lagune lag die Beagle vor Anker. Und ich sah den Lichterschein von Puerto Baquerizo Moreno. Schwelg, schwelg. Ich laufe runter und sehe mir die Darwin-Statue an. Dann gehe ich zur Lagune. Schoenes, klares Wasser. Doch ich habe meinen Badeanzug nicht eingepackt. Soll ich mit den Kleidern ins Wasser? Ich sitze einfach eine Weile da und lasse die Fuesse ins Wasser baumeln. Dann kommt eine Gruppe von Leuten, einige gehen Schnorcheln. Ein Señor fragt, ob ich nicht ins Wasser gehe. „Nein, ich habe kein Material.“ Kurze Zeit spaeter kommt er zurueck und bietet mir seine Maske und den Schnorchel an. Na ja. Jetzt „muss“ ich wohl. Ich leere alle Taschen und springe angezogen ins Wasser. Herrlich. Ich schnorchle eine Weile, dann gebe ich das Material dem Señor zurueck und bedanke mich. Patschnass laufe ich weiter zu einem weiteren Mirador. Nochmals schwelg, schwelg. Auf dem Weg sehe ich immer wieder Lava Lizards. Schon interessant, wie sie sich in den Farben unterscheiden.

Lava Lizard. Man beachte seine Fussstellung. Ob der Boden etwas heiss ist?

Andere Farbvariante

Bald erreiche ich die Playa Punta Carola. Ein schoener Strand. Dann laufe ich zurueck ins Dorf. Und bestaetige in der Agentur Chola meinen Schnorcheltrip fuer den naechsten Tag. Zum León Dormido solls gehen. Da freu ich mich schon riesig drauf. Auf dem Weg ins Hostal sehe ich nochmals den Seeloewen zu. Wieder haben sie den Spielplatz und einige Baenke besetzt. Spaeter folge ich wieder dem Schauspiel vom Seeloewenschlafengehen.

Um 6.30 Uhr klopft’s an meine Tuer. Es ist Maria. Hm? Sie teilt mir mit, dass es in Japan ein Erdbeben gab und dass der Praesident fuer die Galápagos eine Tsunamiwarnung ausgesprochen hat. Die Welle wird um 17 Uhr erwartet und alle muessen evakuiert werden. Ich bauche gerade einen Moment, um dies zu verarbeiten. Wird wohl nichts aus meinem Schnorcheltrip. Ich lege mich nochmals hin, stehe aber nach ein paar Minuten auf. Ich will um 8.30 Uhr ins Tauchcenter gehen, schliesslich habe ich ja schon 50 USD bezahlt. Ich schleiche ein wenig rum, dann fragt mich Maria, ob ich Fruehstueck will. Ja, warum nicht. Ein Bolon mit Speigelei. Schmeckt echt lecker. Dann meinst sie, dass sie und alle Familienmitglieder zur Finca ihrer Eltern hochfahren werden. Und mich nehme sie gleich mit. Aber… Ich frage wann’s losgeht. Jetzt sofort. Ok. Ich packe ein paar Sachen ein, dann bin ich bereit. Die Schwaegerin mit den 2 Jungs steigt auch ein. Wir holen einen Bruder mit Familie und 2 Hunde ab. Dann wird noch ein 2ter Bruder mit Familie eingeladen. Der Pick-up ist ziemlich voll. Aber dafuer haben die Pick-ups ja eine grosse Ladeflaeche. Dann fahren wir hoch, es folgt eine lange Fahrt einer Schotterstrasse entlang zur Finca San Augustina. Dort angekommen, stellt mir Maria ihre Eltern vor. Ich solle mich wie zu Hause fuehlen, meinen sie. Ich spaziere etwas rum.

Finca San Augustina

Dann lese ich. Heute habe ich mein Buch eingepackt. Und bald schon regnet es. Dann schuettet es. Schoen, dem Regen zuzuschauen, wenn man im Tockenen sitzt. Ich lese, nicke immer wieder mal ein. Dann gibts Essen. Arroz con Pollo. Als der Regen aufhoert, spaziere ich mit der 3-jaehrigen Andera duch die Gegend. Ihr gefallen die Pflanzen. Dann, gegen 17.30 Uhr machen wir uns abfahrbereit. Bis El Progreso kommen wir, dort geht’s nicht mehr weiter. Im Radio hoere ich, dass in Puerto Baquerizo Moreno und Puerto Ayora drei grosse Wellen eingetroffen sind und die Strassen ueberflutet wurden. Dann schreien die Radioleute in Puerto Ayora auf einmal: „Es kommt eine vierte Welle. Schnell, raus.“ Dann herrscht Stille. Gegen 21.30 Uhr wird die Sperre aufgehoben, in einer langen Kolone fahren wir runter. Ich packe meine Sachen, denn ich habe ein Bootsticket fuer morgen, 6.45 Uhr. Doch dann kommt Maria, ruft kurz im Office an. Ich kann auch am Sonntag fahren. Dann sinke ich muede ins Bett.

Morgens gehe ich zuerst ins Faehrbuero, um meine Fahrt nach Santa Cruz zu bestaetigen. Der alte Señor meint, ich solle einfach das neue Datum auf Ticket schreiben, das waere schon gut. Sie seien da nicht kompliziert. Ich frage, ob er meinen Namen in die Liste schreiben wolle. Nein, das sei nicht noetig. Na dann. Dann gehe ich zu Chalo. In der Hoffnung, dass die Tour heute stattfindet. Doch die Tour findet nicht statt. Keine Leute. Ach wie schade. Auf diese Tour hatte ich mich wirklich gefreut. Aber ich bekomme das Geld zurueck. Immerhin. Spaeter laufe ich zur „Lobreria“, ein bei Seeloewen und Surfern beliebter Strand. Die Seeloewen sind ausgeflogen, Surfer hats ein paar. Ich laufe einem markierten Pfand entlang. Wohl eher ein Baechlein. Die Frage ist, ob das Wasser vom Tsunami, vom Regen oder sonstwoher ist. Am Anfang ist’s frisch, doch spaeter wachsen Algen in den Pfuetzen. Muss wohl schon laenger da sein, dieses Wasser. Ich wate durch den Schlamm und bald kehre ich um. So ist das eher muehsam. Da sitz ein Fregattvogel. Ganz nah. Dem schaue ich laenger bei seiner Putzaktion zu.

Lagune bei der Lobreria

Fregatte

Der Himmel ist schon wieder ziemlich dunkel, bald troepfelt’s. Ich laufe zurueck. Irgendwie bin ich muede. Und nun regnet es. Da kommt eine Siesta genau richtig. Am spaeten Nachmittag tut es etwas auf. Ich moechte noch schwimmen gehen. Auf dem Weg zur Playa Mann treffe ich auf Lee. Ihn habe ich bis jetzt auf jeder Indel getroffen. Wir laufen zusammen zur Playa Mann, dann weiter zur Playa Punta Carola. Der Grund ist da ziemlich steinig, aber das Wasser ist einfach herrlich. Wie immer. Wir schwimmen eine Weile. Irgend etwas kreist um uns herum. Ein Seeloewe? Nein. Eine Schildkroete? Auch nicht. Ein Hai? Die Flosse ist zu lasch. Hm? Langsam schwimmen wir zum Ufer. Die Flossen sind immer noch da. Ich tippe auf Mantas. Mehrere. Vielleicht paaren sie sich. Denn sonst kommen Mantas nicht in solche flachen Gewaesser. Und sie kommen wirklich nah. Wir schauen ihnen eine Weile zu, dann mache ich mich auf den Rueckweg. Ich zahle und schwatze noch eine Weile mit Maria. Dann gibt’s Nachtessen und ein letztes Mal beobachte und hoere ich das Seeloewenspektakel. Diese besetzten heute die ganzen Gehsteige. Vielleicht wegen dem gestrigen Hochwasser. Schon ein spezieller Anblick. Ich werde sie vermissen. Nicht nur sie…

Um 6.40 Uhr stehe ich an der Muelle. Zuest kommt ein anderes Boot, dann meins. Nur 10 Passagiere in diesem, das andere war propenvoll. Dann geht’s los. Doch ploetzlich ein komisches Motorengeraeusch. Hoert sich nicht gut an. Die Jungs halten das Boot an. Und orten den Defekt, dann wird der Motor aus dem Wasser gehoben und geoeffnet. Sie montieren die Schraube ab und ersetzen sie. Doch auch damit ist das Problem nicht behoben. Der eine ruft die Technik an, die sagen wohl, nach Puerto Ayora fahren. Das geht auch mit 2 Motoren. Die Fahrt ist wieder ruhig und kurz vor 10 Uhr kommen wir in Puerto Ayora an. Doch wir koennen nicht in den Hafen fahren, so steigen wir in ein Bootstaxi um. Ich beziehe wieder ein Zimmer bei der etwas kauzigen Señora. Dann gehe ich fruehstuecken, spazieren und dann lese ich im Inernet mal ein paar Nachrichten. Puerto Ayora war von den Tsunamiwellen wohl staerker betroffen. Ich wollte eigentlich noch Geld abheben, doch die Bank wurde ueberflutet, da funktioniert nichts mehr. Alle Stuehle und Computer stehen zum Trocknen draussen, Maenner raeumen Papier, Kleider und andere Dinge raus. Der Schaden hier betraegt wohl fast 1,5 Millionen USD. Betroffen sind noch meherer Hotels und Restaurants, die direkt am Strand liegen. Ich setze mich an die Muelle, dort weht heute ein frischer Wind.

Die Muelle von Puerto Ayora bei Ebbe

Mit Fernsicht...

... und Nahsicht

Dann laufe ich zur Fundación Charles Darwin und schaue mir die Tiere nochmals in Ruhe an. George ist heute nicht zu sehen. Spaeter lese ich, dass er ins Hochland evakuiert wurde. Waere schoen ironisch, wenn der letzte seiner Art in Gefangenschaft von einem Tsunami ausgerottet werden wuerde. Aber die anderen Riesenschildkroeten sind da.

Muede Galápago

Danach gehe ich zum kleinen Strand. Ein allerletztes Bad im Meer. Schoen ist das. Und hier schwebt ein Spotted Eagle Ray heran.Ich erkenne die Punkte auf seinem Ruecken. Adios. Ich laufe zurueck, dusche, dann gehe ich auf Souvenir-Kauf-Tour. Das dauert. Wird wieder ein teures Paket geben. Ein letztes Nachtessen im „The Rock“, ein letzter Besuch der Muelle. Und dann hoere ich dem Streit meiner lieben deutschen Zimmernachbarn zu, muesste nun wirklich nicht mehr sein.

Ich stehe frueh auf, kurz vor 7 Uhr stehe ich auf der Strasse und halte ein Taxi an. Ich erreiche das Busterminal und kaufe ein Ticket fuer den 7 Uhr Bus. Die Aussagen betreffend Abfahrzeiten der Busse zum Cnal waren sehr unterschiedlich. Kurz vor 7.30 Uhr faehrt der Bus dann auch los. Mit der Faehre gehts ueber den Canal de Itabaca, dann mit dem naechsten Bus zum Flughafen. Ich bin wieder viel zu frueh da. Aber es hat hier ein nettes Restaurant. Ich esse einen Bolon mit Speigelei. Die Bolons schmecken mir ganz gut. Dann laufe ich etwas durch die Souvenirlaeden, dann sitze ich noch eine Weile da und sehe dem Treiben zu. Die Bootstouristen sind angekommen, Guías warten auf ihre neuen Gaeste. Dann kann ich durch die Sicherheitskontrolle und in die Wartehalle. Dann wird’s Zeit zum Einsteigen und bald hebt der Flieger ab. Adios Galápagos. Nach knapp 2 Stunden der Landeanflug auf Quito. Wirklich spektakulaer, wie man so mitten ueber die Stadt fliegt.

Landeanflug auf Quito mit Blick auf das Olympiastadion Atahualpa

Ich nehme ein Taxi zur Busstation Rio Coca, dann geht’s nach Tumbaco. Zurueck in die Realitaet. Ich begruesse kurz alle, die da sind, dann bin ich auch schon wieder weg. Ich muss dringend meine Fot0s backupen. Meine Kamera zeigte schon einige fehlerhafte Bilder an. Ich habe mir wohl die Fotos einfach zuviel angeschaut.

Zum Schluss noch etwas zum Namen Galápagos. Die Inseln heissen ja offiziell „Archipiélago de Colón“ oder „Islas de Colón“. Die Inseln wurden einige Zeit auch „Las Encantadas“ (die Verzauberten) genannt. Nicht wegen ihrer Schoenheit, sondern wegen der verschiedenen Stroemungen und ihrem often Verschwinden im Nebel, dem Garua. Den Namen Galápagos erhielten sie um 1570 von einem flaemischen Karthografen. Der Name Galápagos hat seinen Ursprung in einem spanischen Wort fuer Sattel. Diese Sattelform weisen die Riesenschildkroeten, auch Galápago genannt, im Panzer ueber ihrem Hals auf. Daher sind die Riesenschildkroeten heute Namensgeber dieser fantastischen Inselgruppe.

Richtig, fuer die Liebe und Leidenschaft fuer die Galápagos

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