Antigua – Cobán, zurück in den Bergen

14.08. – 30.08.2011, 527 km. Nach Antigua beginnen die langen Steigungen. Mit einem Abstecher an den Lago de Atitlán und einer halben Umrundung desselben geht’s wieder hoch in die Berge, nach Xela. Von dort weiter ins angebliche Kaffeegebiet Huehuetenango. Dann in einer harten Bergetappe weiter nach Cobán. Wir sind zurück in den Bergen und nach langer Zeit wird es endlich wieder kalt. Oder zumindest kühler.

Route: Antigua – Chimaltenango – Tecpán – Los Encuentros – Sololá – Panajachel – Sololá – San Jose Chacayá – Nahualá – Cuatro Caminos – Quetzaltenango/Xela – San Carlos Sija – Huehuetenango – Aguacatán – Sacapulas – Cunén – Uspantán – San Cristobal Verapaz – Cobán

Meine Chica Superpoderosa wurde mir ja bekanntlicherweise in Santa Barbara, Kolumbien, von einem Knirps hinterhältig geklaut. Daher stelle ich an dieser Stelle kurz meinen neuen Begleiter vor. Den Alten. Manchmal auch liebevoll „der alte Sack“ genannt.

Der Alte

Zu Beginn noch zwei ganz allgemeine Themen. Die Präsidentschaftswahlen und Tumulos. Am 11. September 2011 wird in Guatemala ein neuer Präsident gewählt. Ich hätte bei den unzähligen Kandidaten keinen Überblick mehr, aber es gibt eindeutig stärkere und schwächere Parteien. Vor allem an Wochenenden sind die starken mit viel Lärm und Getöse in Städten und Dörfer auf Werbegang. An den Strassenrändern hängen überall Plakate, diese manchmal mit fragwürdigem Inhalt.  Die Plakatschlacht wird aber auch von anderen Organisationen genutzt. Deren Aktion jedoch etwas lösungslos aussieht.

Für die Todesstrafe?"

"Politiker sind Scheisse. Wir haben es satt!" Und nun?

Steinrutsch als "Werbefläche"

Und jeder Stein oder sonstige Strassenrandobjekte werden mit den jeweiligen Parteifarben bemalt. Oft ein rechtes Farbengewirr. Da wird vor Nichts Halt gemacht.

Dann noch ein paar Worte zu den Tumulos. Oder Lomo de Burros, wie sie im Süden hiessen. Oder Bremsschwellen. In Dörfern machen sie ja Sinn, zwingen die Autos zum Langsamfahren. Oft warnt auch ein Schild davor. Ich meine, vor der Schwelle. Doch auf der Strecke von Huehue nach Cobán hat’s überall Tumulos. Da fährt man gediegen eine Bajada runter, dann kommt urplötzlich so ein Ding. Ohne Vorwarnung. Wehe, man sieht es nicht. Und weil ein Tumulo so alleine wäre, ist die Strasse voll davon. Eine echte Spassbremse. Zumal die Form der Tumulos ja auch variieren kann. Von sanften Wellen über fast senkrecht in der Strasse stehenden Mäuerchen gibt’s alles. Und in Guatemala gibt’s keine sanften Wellen… Also, die Tumulos machen manchmal sicher Sinn, manchmal sind sie aber einfach nur überflüssig. So, nun aber zur eigentlichen Story.

14.08.2011. Nach fast 2 Wochen in Antigua brechen wir heute wieder auf. Die Zeit in Antigua verging wie im Fluge, obwohl wir nicht viel unternommen haben. Aber Zahnarzt, Shopping und Nichtstun dauern eben. Es ist kühl, als wir Antigua verlassen. Frühe Morgen auf 1’500 m.ü.M. sind eben doch frischer als an der Costa. Über Pflastersteine holpern wir raus aus der Stadt, dort treffen wir auf zerklüfteten Asphalt. Dann die Abzweigung nach Chimaltenengeo, nun folgt guter Asphalt. Und es geht gleich steil hoch. Und zwar eine ganze Weile lang. Ich beginne zu schwitzen, doch meine Füsse bleiben kalt. Ich fahre immer noch mit Sandalen, da die eine Beule auf dem Fussrücken noch nicht verheilt ist. Die Kälte verstärkt sich noch in den kurzen Zwischenabfahrten. An einer Tankstelle das „Traveling Coffe“. Ein heisser Kaffee wäre jetzt perfekt, es ist schon fast kalt hier oben. Doch im „Traveling Coffe“ gibt’s nur Gaseosas, keinen Kaffee. So was! Wir fahren weiter, bald treffen wir auf die CA 1, die Panam. Gleich geht’s mit viel Verkehr durch El Tejar, dieses verschmiltzt bald mit Chimaltenengo. Am Ortsausgang eine Tankstelle, dort gibt’s Kaffee. Wir setzen uns draussen hin und müssen tatsächlich was Langärmliges rausnehmen. Es ist kühl hier. Dann steigt sie Strasse wieder lange an, bis wir so etwas wie ein Altiplano erreichen. Die Ebene ist fruchtbar, überall Felder mit Mais, Kohl, Salat, Karotten und vieles mehr. Den Kohl kann ich sogar im vorbiefahren riechen. Dann beginnt die nächste Steigung, nun immer  wieder Pinien am Stassenrand. Und eine riesige Lupinenwiese. Hübsch.

Alpenfeeling

Wir ereichen den Abzweig nach Tecpán, dort hat es ein Hotel. Das ist aber voll. So fahren wir nach Tecpán rein und finden da eine günstige Unterkunft. Nun gibt’s Mittagessen, eine heisse Dusche und eine Siesta. Wir sind doch etwas kaputt. Nach zwei Wochen Pause ging es heute ziemlich lange und teilweise heftig rauf. Hier oben auf 2’300 m.ü.M. ist es auch deutlich kühler, da muss seit Ewigkeiten wieder mal die Fleecejacke ausgepackt werden. Der kann etwas Lüften sicher auch nicht schaden. Später setzt der übliche Regen ein, der könnte hier oben nun wirklich kalt werden. Ich packe die Regenjacke wieder in Griffnähe.

15.08.2011. Auch die Nacht ist kühler als gewohnt. Aber ich kuschle mich in die warmen Decken, das Bett ist superbequem. Und so ganz generell schlafe ich bie diesen Temperaturen sowieso viel besser. In der Nacht regent es weiter, auch um 4.30 Uhr höre ich das Tropfen noch. Um 5 Uhr scheint’s vorbei zu sein. Wir stehen auf. Huch, kalt ist es. Alles bereit machen, um kurz vor 6 Uhr ein Blick aus dem Fenster. Die Wolken hängen tief in den Bergen, alles ist grau, es regnet wieder leicht. Jetzt da raus? Wo das Bett so kuschlig warm und bequem ist? Bett gewinnt, ich stelle den Wecker auf 7 Uhr. Wir sind wohl in den Küstenmonaten etwas verweichlicht… Um 7 Uhr hängen die Wolken immer noch tief, aber es regnet nicht mehr. Was ziehe ich denn jetzt an. Es ist kühl, ich streife mal die Sonnenbluse über. Und wage es mal mit kurzen Hosen. Es geht weiter rauf, beginnt wieder leicht zu regnen. Da muss jetzt wirklich die Regenjacke raus. In der schwitze ich bald, aber hier oben sicher besser als nass werden. Der Berg zieht sich hin, es geht rauf und rauf. Dann der Beginn der vermeintlichen Bajada. Und das Restaurante Rincón Suizo.

Heimatfeeling

Sollen wir da einen Kaffee tinken? Sicher nicht günstig, aber der Name lotst und hinein. Das Restaurant ist erstaunlich voll, Einheimische oder Salvadoreños. Und es gibt Crepas. Mit Nutella. Sollen wir uns auch noch so eine leisten? Nach knapp einer Stunde auf dem Rad? An einem so faulen Tag? Ja.

Bauchfilling

Die Crepa ist etwas klein, aber lecker. Doch auch hier wird’s bald kühl. Ich hätte wohl doch besser lange Hosen angezogen. Und weil es ja eine vermeintliche Bajada war, fahren wir bald wieder lange den Berg rauf. Dann wirklich eine Bajada, doch bald geht’s nochmals rauf. Nach ca. drei Stunden radeln Mittagspause. Ein richtiger Trödeltag mit einem Zeitnegativrekord. Die Sonne drückt kurz durch, dann wird’s wieder kalt. Es geht weiter rauf, manchmal etwas rutner. Dann der erste Blick auf den Lago de Atitlán. Grau in grau. Wir erreichen Los Encuentros, nun geht’s runter und bald kommt die Abzweigung nach Sololá. Die Strasse führt steil runter, ich teste immer wieder die Bremsen, fahre langsam. Ein etwas komisches Gefühl beschleicht mich. Ich habe wohl ein Bremstrauma. Es geht wieder rauf, runter, rauf, bis nach Sololá. Wir fahren durchs Dorf, dann in steilen Kurven runter nach Panajachel. Eine richtige Härteprobe für meine Bremsen. Aber die Bremsen funktionieren. Wir halten ein paar mal, schauen auf den See.

Der Lago de Atitlán, immer noch eher grau in grau

In Panajachel suchen wir ein Hotel, im Don Carlos finden wir eine gute Bleibe. Und hier unten auf 1’500 m.ü.M. ist es auch wieder deutlich wärmer, zudem scheint nun die Sonne. Wir gehen gleich zur INGUAT, der Touristeninfo. Morgen wollen wir ein Stück um den See fahren, dazu brauchen wir noch ein paar Infos.

16.08.2011. Was für ein Bilderbuchtag! Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschien verlassen wir gegen 7.30 Uhr Panajachel. Es fährt sich leicht, mit nur einer leichten Hintertasche. Wir fahren in ein Tal hinein, es geht hoch. Und zwar lange und teilweise ziemlich steil. Aber ohne schweres Gepäck sind solche Steigungen ein Kinderspiel. Von etwas weiter oben eröffnet sich der Blick aus dem Tal auf den See. Die Strasse zieht sich weiter hoch, vorbei an Luxusbauprojekten. Dann druch güne Wiesen- und Waldlandschaft, richtig schweizerisch. Mit bester Aussicht auf den See machen wir Znünipause.

Ein netter Pausenplatz

Der Lago de Atitlán soll gemäss diversen Aussagen und Quellen der schönste See der Welt sein. Die Worte stammen ursprünglich aus dem Munde von Alexander Humboldt, der die Gegend lange bereist hatte. Über diese Reise gibt’s übrigens ein sehr empfehlenswertes Buch: „Die Vermessung der Welt“ von  Daniel Kehlmann. Nach so einer Aussage hat der See natürlich einen sehr hohen Anspruch zu erfüllen. Und er ist wunderschön, eingebettet in die Kulisse der Vulkane Tolimán, Atitlán und San Pedro. Toll. Aber den Lago General Carrera in Chile schlägt er nicht. Dieser nach wie vor einer der schönsten Seen, die ich je gesehne habe.

Wir fahren weiter hoch, dann ein Mirador. Wir machen ein paar Fotos. Nun geht’s auf der schlechten Asphaltstrasse runter, nächster Fotostopp. Schon schön, wenn man keine Eile hat, alles ist ganz gemächlich heute. Wir haben sogar Zeit für jede Menge Blödelfotos. Ein richtiger Trödeltag.

Zwei Seehupferl

Es geht wieder hoch. So zieht sich die Strasse weiter, hoch, manchmal runter. Dann die Abfahrt nach San Lucas Tolimán. Wir fahren in dichten Nebel, es wird kühl. Was soll denn das? Doch diese Wolckendecke hat man schon lange von oben gesehen. Wie fahren duch San Lucas Tolimán danach geht es nochmals gut hoch, die Strasse führt hinter dem Cerro de Oro durch. Dann die Abfahrt nach Santiago Atitlán. Wir werden gleich zu den Lanchas gelotst. 25 Quetzales pro Person. Dieser Preis stimmt mit den Infos der INGUAT überein. Doch der Kapitän will noch volle 25 Quetzales pro Bici! Ziemlich viel. Aber was sollen wir machen? Die Bikes werden aufgeladen, meins mal in den Bug gelegt, Monis hinten am Heck an eine Stange gebunden. Ich frage den Chico, ob mein Bike denn noch festgebunden werde. Klar, kurz vor Abfahrt. Die Abfahrt erfolgt, mein Bike liegt immer noch lose rum. So halte ich es während der ganzen Fahrt und schaue, dass es nicht allzu harte Schläge abbekommt. Die See ist etwas rauh, immer wieder schlägt das Boot hart auf die Wellen. Nach ca. 40 Minuten erreichen wir Panajachel. Ich frage den Kapitän noch, warum ich denn 25 Quetzales für mein Bike bezahle, wenn ich es doch selbst halten muss. Weil sie eben doch alle Abzocker sind, darum.

17.08.2011. Die Abfahrt nach Panajachel war eine gute Härteprobe für meine Bremsen. Die Bajada war ganz schön steil. Nun müssen wir wieder rauf nach Sololá. Die Auffahrt wird eine Härteprobe für den Körper. Die Subida beginnt auch gleich mit einem extrem steilen Stück. Wenn das so weiter geht, komme ich nicht lebend da oben an. Doch die Steigung wird etwas moderater, dann folgt ein weiteres, längeres Mordstück. Ich halte alle paar Meter, um zu verschanufen, obwohl das Anfahren danach etwas schwierig ist. Bei dem Wasserfall meint Moni, wir sollten einen Pickup anhalten. Doch niemand will halten und zwei Gringas helfen, wir fahren weiter hoch. Bis auf ein paar harte Stellen geht’s nun auch. Nach knapp 8 km und knapp 2 Stunden erreichen wir Sololá. Die Steigung hatte ihre Tücken, war teilweise sehr hart, aber schlussendlich hatten wir sie uns schlimmer vorgestellt. Auch gut so. Im Pollo Campero hole ich uns einen Kaffee. Unser neues Getränk. Es ist kühl hier oben. Wir fragen uns nach dem Weg nach San José Chacayá durch. Nun geht es wieder steil runter, klar, und nach einer Brücke über einen Fluss wieder steil hoch. Ganz schön fies. Aber die Landschaft ist hübsch, etwas schroffer, mit vielen Terrassenfeldern mit Mais, Zwiebeln, Kohl. Eine fruchtbare Gegend.

Terrassenfelder in Grünvarianten

Wir erreichen San José Chacayá, kaum aus dem Dorf raus wechselt der Belag zu Schotter. Eine ziemlich zerfurchte Schotterpiste. Und steil. Wir schieben bald. Und mich hat wohl wieder ein Bicho in den kleinen Finger gestochen, der juckt und schwillt wieder ziemlich an. Komische Sache. In einer Kurve gibt’s eine Schoggipause, eine Polizeipatrouille auf Motorrad hält. Wir fragen doch nochmals nach der Sicherheitslage, doch es ist alles ok hier. Sie bieten uns noch an, uns zu begleiten, aber wir kommen schon zurecht. Auf dieser Strecke hat ganz allgemein viele Polizeikontrollen. Wir schieben weiter hoch, dann lässt der Neigungswinkel wieder ein Fahren zu. Es geht weiter hoch, bis wir ein Plano erreichen.

Fadengerades Planosträsschen

Nun geht es fast flach weiter, bis nach Santa Lucia Utatlán. Die Leute im Dorf winken freundlich, manchmal fast schon erstaunt. Ausserhalb des Dorfes essen wir zu Mittag. Als wir aufbrechen, fallen ein paar Tropfen. Nein, bitte nicht jetzt! Die Bitte wird erhört, es bleibt trocken. Nach dem Dorf geht’s steil runter, dann wieder steil hoch. Wie immer. Wir erreichen eine Strassenkreuzung und bald sind wir wieder auf der 4-spurigen Panam. Hui, wie schön das rollt. Rauf und runter geht es weiter. Nun fallen doch wieder ein paar Tropfen, dann ziemlich viele. Schnell packe ich die Regenjacke aus. Kurz und heftig regnet es, doch nach ein paar Minuten ist es auch schon wieder vorbei. Lluvia loca. Dann der Dorfeingang von Nahualá. Wollen wir heute nicht noch über den nächsten Pass, und in diese Richtugn sieht’s ziemlich finster aus, ist dies der Ort zum Bleiben. Beim Dorfeingang gleich das Cuartel de Bomberos. Ich frage den Diensthabenden, da kommt ohne zu zögern ein „Claro. Somos aca para servirles.“ So quasi, wir sind hier, um euch zu dienen… Aha. Er öffnet die Garage, wir fahren rein. Dann ist er verschwunden. Wir laufen mal rein, schauen uns suchend um. Da sitzt er im Büro, schaut uns fragend an. Wir fragen, wo wir unsere Sachen hinstellen dürfen. Er schaut uns nochmals etwas verdattert an. Das hiser ist euer Haus, ihr könnt so quasi schlafen wo ihr wollt. Tja, dann stellen wir unser Zeugs mal in unser eigenes Zimmer.

Bei den Bomberos in Nahualá

Draussen scheint wieder die Sonne, die geniessen wir bei einem Stück Schockolade. Sonst ist es nämlich wieder eher kühl hier, auf ca. 2’300 m.ü.M. Mein kleiner Finger ist auch immer noch geschwollen, die Schwellung weitet sich sogar auf die Hand aus. Eine ganz seltsame Sache. Muss ich mal etwas im Auge behalten. Dann ist Bomberoschichtwechsel. Ein anderer kommt und begrüsst uns. Bald hat er einen Notfalleinsatz mit der Ambulanz. Interessant ist ja, dass hier kein einziges Löschauto steht. Wir bleiben die Bomberos in Charge. Mit der Aufgabe, niemanden reinzulassen. Dann wird die Bude wieder voll, der Direktor begrüsst uns, der Bombero, der uns reingelassen hat, meldet sich pflichtbewust vom Dienst ab.

18.08.2011. Es ist kühl, als wir die Bomberos kurz nach 6 Uhr verlassen. Heute starte ich daher mit langen Hosen. Es geht wieder zurück auf die Panam, dort geht’s noch ein Stück runter. Doch schon bald beginnt die Steigung. In weiten Kurven zieht sich die Strasse hoch. Bald bietet sich der blick ins neblige Tal.

Nahualá bleibt im Nebel, wir steigen der Sonne entgegen

Es geht weiter hoch, vorbei an unzähligen Maisfeldern. Tortillaland. Dann kommen die Pinien, und nochmals der Blick ins neblige Tal. Dann erreichen wir Alaska. Das ging jetzt aber schnell… Nun, so nennt sich auch die Gegend hier, doch es hat hier weder Eisbären oder sonstige Bären und so kalt ist es auch nicht. Obwohl doch schon recht kühl. Daher packen wir uns bei der folgenden Znünipause auch ziemlich warm ein. Rauffahren macht hungrig, heute gehen einige Päckli Kekse drauf. Und viele Kalorien. Dann montiere ich Regenjacke und Handschuhe, bereit für die Abfahrt. Doch vor der Abfahrt folgt noch die offizielle Passhöhe, die Cumbre Alaska mit 3’015 m.ü.M. Wann waren wir das letzt Mal so hoch oben? Columbien?

In Alaska auf dem Alaska

Die Abfahrt ist gut und kühl. Und nicht allzu lange. Unten gibt’s in einer kleinen Tienda einen heissen Kaffee. Mein Gesicht fühlt sich trotzdem wie nach längerem Skifahren an. Gutes Gefühl. In Cuatro Caminos biegen wir nach Quetzaltenengo ab. Quetzaltenangeo wird übrigens von Gringos wie auch von Einheimischen Xela (sprich: Scheila) genannt. Diesen Namen sieht man denn auch fast häufiger als den langen Bruder. Wir erreichen Xela über ein paar weiter Hügel bald. Bei einer Tankstelle gibt’s noch ein Glace. Ja ja, es ist wieder etwas wärmer hier. Und wir hatten ja schon seit Ewigkeiten keins mehr. Dann rein in die Stadt, auf Hostalsuche mit Footprint. Wir lassen uns gleich im Hotel Andina nieder, ein hübscher Ort. Mit wunderbar heisser Dusche. Im Hostal hat’s auch ein Restaurant, dort essen wir zu Mittag. Es folgt eine Minisiesta, dann müssen wir in die Stadt. Moni braucht einen neue Achse und Schläuche. Doch zuerst gibt’s im „Café y Chocolate La Luna“ eine heisse Schockolade. Fein. Dann zum „The Bike House“, dort gibt’s das Gesuchte nicht. Also weiter zum Mercado Las Flores, doch der Laden, der da sein sollte, ist da nicht. Dann per Bus zur Mall „La Pradera“, dort finden den vom Bikebuch erwähnten Laden auch nicht, doch in der benachbarten Mall hat’s ein gutes Bike Center. Doch Moni will keinen Schnellspanner, also zu Fuss weiter. Zum Schluss kauft sie doch einen Schnellspanner und der Spiessrutenlauf nimmt sein Ende.

19.08.2011. Ein heisses Bad wäre seit langer Zeit wieder mal toll. Vor allem, da es nun doch etwas kühler ist. Also machen wir uns nach dem Wäsche waschen auf den Weg zu den Fuentes Georginas. Wir wissen nicht genau, was für ein Weg uns erwartet, der Chico vom Hotel meinte etwas von 20 Minuten ab Zunil. Mit einem Gemüsepickup. Gut. Wir nehmen einen Chickenbus nach Zunil. Da werden wir schon angesprungen, ein Chico will uns für je 25 Quetzales zu den Fuentes hochfahren. 8 km, zum Laufen etwa 2 Stunden. Nun, heute ist unser Ruhetag, wir steigen hinten in den Pickup, oder die Camioneta. Manchmal ist das Leben als Gringa einfach, aber auch teuer. Es geht rauf, vorbei an unzähligen Gemüsefeldern. Am Strassenrand packen die Indigenas Riesenkarrotten, Radiesen (weil als Radieschen kann man die wirklich nicht mehr bezeichnen), Randen oder Zweibeln in riesige Säcke. Das Gemüse sieht echt lecker aus. Ob sie auch zwei Karotten verkaufen? Die Strasse windet sich weiter hoch, dann intensiver Schwefgelgeruch. Wir sind nahe. Es ist 10.15 Uhr, wir machen mit dem Camioneta-Chico gleich einen Abholtermin aus. 12.30 Uhr. En punto. Wir bezahlen den Gringo-Eintrittspreis von 50 Quetzales. Das ist ganz offiziell, mit Ticket und allem drum und dran. Guatemaltekos zahlen jedoch nur 25 Quetzales. Tja. Wir laufen an 6 Bungalows vorbei. Hier kann man auch übernachten, mit Privatsauna. Am Wegrand Riesenblätter ähnlich denen auf der Carretera Austral in Chile. Dann die Fuentes. 3 Becken, das Wasser dampft. Wir stärken uns zuerst noch mit etwas Süssem, dann rein in die Bademontur. Wir testen das mittlere Bekcen. Ahhhh, richtige Badewannentemperatur. Herrlich. Im Wasser schweben einige tote Insekten und sonstige Schwebeteilchen. Aber es tut gut. Wahnsinnig gut. Das kleinere Becken hat die gleiche Temperatur, das grosse ist viel heisser. Ein paar kaltblütige wagen sich auf die ersten Tritte, rein geht niemand. So heisst tropft das Wasser direkt aus der Felswand.

Leeres heisses Becken

Unser Becken wird von einem dampfenden Bächlein und dem heissen Becken gespiesen. Und hier lässt es sich gut aushalten. 1,5 Stunden lang. Dann müssen wir raus, wir wollen unser En-Punto-Taxi nicht warten lassen. Sogar überpünktlich wartet der Chico schon auf uns. Mittlerweile ist Nebel aufgezogen. Durch diesen hindurch geht’s runter, wieder vorbei an den Gemüsebauern und -feldern. Der Nebel lichtet sich langsam wieder. In Zunil herrscht Stau, die Bauern bringen ihre Ware runter. Dies wäre dann eben eine Gemüsecamioneta gewesen. Wir erreichen gleich einen Bus, der uns wieder nach Xela bringt. Dort wollen wir nochmals eine heisse Schokolade trinken, doch das „Café y Chocolate La Luna“ ist geschlossen. Que pena.

20.08.2011. Bei grauem Himmel verlassen wir Xela. Wir suchen die Abzweigung nach Olintepeque. Zuerst aus der Stadt raus, dann wieder in die Stadt rein. Wir fahren eine Weile im Gemüse herum, dann landen wir auf der richtigen Strasse. Bald beginnt eine steile Steigung. Und hält lange an. Der Schweiss rinnt, obwohl es eigentlich kühl ist. Irgendwie noch ekliger. Dann fahren wir in den Nebel rein, es geht weiter hoch. Weiter oben lichtet sich der Nebel langsam wieder, blauer Himmel kommt zum Vorschein. Wie auch die üblichen Maisfelder. Und sonstige Kuriositäten

Wehe ihr pinkelt mir ans Velo!

Nach 15 km , davon 5 km steile Steigung, ist der höchste Punkt erreicht. Zeit für einen Snack. Und zwei Jacken, es ist kalt. Ein Señor erklärt uns den weiteren Weg, zeichnet eine Abkürzung auf. Dann die erste Abfahrt, ich komme richtig ins Schlottern. Doch bald geht’s wieder rauf, nach kurzer Zeit hat schwitzen schlottern wieder abgelöst. Ich muss die Jacken wieder ausziehen. Etwas mühsam das Rauf und Runter hier, ankleidungstechnisch zumindest. Aber genauso geht’s weiter, rauf und runter. Wer hätte das gedacht? Wir erreichen die beschriebene Abkürzung. Sieht brutal steil aus. Der Señor hatte auch noch etwas von schieben erzählt. Nun, bleiben wir doch auf der normalen Strasse. Auch da geht’s wieder steil hoch, wir erreichen das Dorf San Carlos Sija. Nach dem Dorf hört der Asphalt auf, Schotter beginnt. Wie schön, ich mag den Schotter. Eine Weile geht’s eben weiter, dann mit leichter Steigung. Die Leute am Strassenrand winken und grüssen freundlich. Auch hier überall Maisfelder. Dann wird die Strasse zur Müllstrasse.

Müllstrasse nach San Carlos Sija

Dass die Leute den Müll einfach den Abhang hinunterschmeissen wissen wir ja. Hier haben sie es nicht mal bis an den Abhang geschafft. Tja. Wir passieren eine Häuseransammlung, dann geht’s extrem steil nach oben. Wir können noch fahren, doch nur mit Verschnaufspausen. Von oben kommen uns Indigenas entgegen, alle tragen Brennholz. Das Holz liegt auf dem Rücken, doch der eigentliche Träger ist über die Stirn gespannt. Und schon kleine Kinder tragen die Lasten. Früh übt sich.

Hier zwar kein Holz, die Gegend ist auch eine andere, aber die Funktionsweise ist die gleiche

Es wird etwas flacher und nach etwas mehr rauf und runter und 38 km erreichen wir wieder die Panamericana. Wir machen gleich noch Mittagspause. In der Sonne ist es schön warm, doch kaum ist sie weg, wird’s kalt. Und der Himmel ist ziemlich wolkenverhangen. Es geht weiter, nun in langen Steigungen und Abfahrten. Der Himmel wird immer dunkler, zweimal beginnt es kurz zu regnen. Zum Glück nichts Erstes. Dann ein entgegenkommender Radler. Jens aus Deutschland, unterwegs von Alaska nach Feuerland. Wir unterhalten uns eine ganze Weile, hinter uns donnert es. Wir haben nun 74 km auf dem Tacho, bis Huehuetenango sollen es nochmals 20 km sein. Puh. Jens will heute noch nach Xela, da muss er aber noch mehr Gas geben. Wir fahren weiter, vorbei an einer Gruppe Rennradlern. Rauf und runter, dann folgt nochmals eine lange Steigung. Es wird anstrengend.

Kirche mit Spezialtreppe

Oben angekommen beginnt es auch noch zu regnen. Diesmal richtig. Ich ziehe die Regenjacke an, Hose und Socken sind bald durchnässt. Hoffentlich kommt bald ein Autohotel. Es geht runter, dann ein Autohotel, jedoch noch im Bau. Doch es folgt gleich noch eins, das „El Paraiso“. Es ist 17 Uhr, wir sind nass, es ist kalt, wir wollen einfach nur noch ins Trockene. Im Vergleich zu den Autohotels in El Salvador ist das Zimmer eher schäbig, aber jetzt sind wir einfach froh, ein Dach über dem Kopf zu haben. Die heisse Dusche ist soso lala. Natürlich sind wir nach der heutigen Etappe hungrig. Im Restaurant gegenüber bestellen wir ein Desayuno mit Eiern, Papas, Frijoles, Tortillas und Kaffee. Kostet 15 Quetzales. Wir fragen, ob wir für 20 Quetzales eine extra grosse Portion für hungrige Radler bekommen können. Kein Problem. Es gibt sogar noch eine Suppe dazu, wahrscheinlich Fischsuppe. Naja. Dann folgt eine Riesenportion, die wir kaum bewältigen können. Wow. Im TV läuft gerade der Film „La Vida loca“ von Christian Poveda über die Mara Salvatrucha in Zentralamerika. Tja, die sollen wirklich lieber bleiben wo sie sind und uns in Ruhe lassen.

21.08.2011. Die ganze Nacht über regnet es, auch um 5 Uhr höre ich das Wasserplätschern noch. Kurzerhand wird der Wecker auf 6 Uhr gestellt. Um 6 Uhr plätschert es immer noch, doch als wir um 7 Uhr aufbrechen, ist es trocken, der Himmel grau. Noch ein bisschen rutner, dann die Abzweigung nach Huehuetenango. Nach weiteren 4 km erreichen wir die Stadt. Es ist viel los, ein grosser Mercado verursacht einiges an Verkehrschaos. Daneben ein Despensa Familiar. Manchmal hat es auch sein Gutes, wenn man später aufsteht, so können wir in der Despensa einkaufen, die um 7 Uhr aufmacht. Auf dem Mercado gibt’s Karotten, Radieschen, Frühlingszwiebeln und Tomaten. Dann rauf und runter bis zur Abzweigung nach Aguacatán. Hügelig geht’s weiter, durch Pinienwaldlandschaften, es ist schön hier. Doch Kaffeepflanze sehe ich keine einzige. Wo ist den jetzt die besagte Kafferegion. Der Chico vom Old Town Outfitters in Antigua hat sich wohl gründlich geirrt. Dann die megasteile Bajada nach Aguacatán, ich fahre langsam, suche immer nach meinem „Fluchtweg“. Schlimm. Mein Bremstrauma wird wohl noch eine Weile anhalten. Aber es ist alles ok. Das Tal wirkt eher schweizerisch, bis auf einige Pflanzen, die bei uns nicht am Strassenrand stehen.

Talsicht mit Agave

In Augacatán auch viele Marktstände, die Frauen tragen alle die gleichen, in Rottönen und Weiss gehaltenen Trachten. Sieht toll aus. Wir stärken uns mit einem kleinen Fruchtsalat, dann geht’s weiter. Es folgt gleich eine megasteile Auffahrt. Puhhh! Dann weiter hoch, manchmal etwas runter. Der Wald lichtet sich langsam, weicht den gewohnten Maisfeldern. Am höchsten Punkt machen wir Mittagspause, heute mit einem Luxus-Bohnenpasten-Gemüse-Sandwich. Fein. Dann geht’s rutner, erst flach, dann brutal steil. Ich mag diese Abfahrten nicht mehr, habe immer ein etwas komisches Gefühl. Na ja, auch das wird sich früher oder später geben.

Blick auf die andere Talseite

Im Tal unten befinden wir uns auf ca. 1’200 m.ü.M., es ist ziemlich warm. Kurz nach 15 Uhr erreichen wir Sacapulas. Wir fahren zu den Bomberos am anderen Dorfausgang. Auch hier ganz einfach. Ich frage, ob wir dort schlafen können, der zahnlose Bombero lächelt mich an und meint:“Porque no?“

22.08.2011. Irgendwo haben wir uns lästige Bichos eingefangen, wahrscheinlich Flöhe. Wir vermuten bei den Bomberos in Nahualá. Auch heute morgen entdecke ich wieder viele neue Stiche. In Cobán müssen wir etwas gegen die Vicher unternehmen. Als wir die Bomberos in Sacapulas frühmorgens verlassen, sind die umliegenden Berge in Nebel gehüllt. Über die Brücke über den Río Negro geht’s wieder auf die Hauptstrasse.

Morgenstimmung am Río Negro

Und gleich beginnt die Steigung. In ca. 12 km geht’s fast 1’000 Höhenmeter rauf. Eine saftige Subida. Bald läuft mit der Schweiss in Strömen runter. Ich freue mich so darauf, wenn ich keine 50-er Sonnencreme mehr brauche. Die verstärkt das Schwitzen massiv, galube ich. Wir gewinnen langsam an Höhe, das Tal unter uns hüllt sich in Nebel. Ich liebe diese Nebelstimmungen. Heute habe ich ganz viele Ideen für Ölbilder, meine Gedanken schweifen umher. Natürlich muss ich immer wieder anhalten, um die Stimmungen mit der Kamera festzuhalten. Zum Glück hat es diesen Nebel, so drückt die Sonne nur schwach durch. Langsam geht’s nach oben, dann ist die Nebelgrenze erreicht. Unter mir das Tal.

Das Tal versinkt im Nebel

Über den Wolken muss die Steigung wohl grenzenlos sein. Oder so. Die Steigung wird steiler, einige Kurven sind brutal. Ich nehme mir Zeit für das Ganze. Und nach zwei letzten, langgezogenen Kurven ist es geschafft. Nun haben wir uns im kleinen Restaurat ein zweites Frühstück verdient. Reis, Bohnen, Eier, Tortillas und Kaffee. Das ideale Radlerfrüstück. Und die Tortillas hier oben sind die besten bis jetzt, frisch, heiss, megadick und saugut. Es folgt noch ein winziges Auffährtchen, dann die Abfahrt nach Cunén. Über eine Umleitung geht’s über Schotter aus dem Dorf raus. Mit einigen fiesen Steigungen. Dann treffen wir wieder auf die Asphaltstrasse, es geht weiter runter. Eine kurze steile Steigung, dann nochmals runter. Nun beginnt eine 3 km lange Megasteilsteigung. Und so ist sie. Ich kurve auf der Strasse hin und her. Zudem hat es hier wieder ziemlich lästige Hunde. Nach 3 km wird die Steigung etwas flacher. Oben ist das Dorf La Hacienda, die Schule ist gerade aus. Wir fahren durch Scharen von Kindern. Die einen preisen ihr Englisch, andere sagen nichts und nochmals andere sind frech und fordern irgend etwas: Dame dinero, dame eso, dame, dame. Dame heisst übrigens „Gib mir!“ Aber wir haben nichts zu geben. In einer Tienda hat’s Gatorade, das ist jetzt auch nötig. Der Typ unterschlägt mir noch einen Quetzal. Gauner. Aber ich kann auch rechnen. Die Leute hier oben sind sowieso das erste Mal in Guatemala eher unfreundlich. Es geht hügelig weiter und beginnt auch noch zu regenen. Doch der Regen ist nichts Ernstes, bald scheint wieder die Sonne. Die Leute bleiben unfreundlich, sie sagen Dinge in Quiché, der lokalen Sprache, die sich rein vom Tonfall her nicht nett anhören. Na ja. Die folgenden, kleinen Zwischensteigungen haben es in sich. Es folgt eine megasteile, dann Uspantán.

Kreatives Branding in Uspantán

Eigentlich wollten wir heute noch ins nächste Tal runter, damit wir die nächste Steigung früh beginnen können. Doch wir sind nach dem eher anstrengenden Tag ziemlich geschafft. Wir suchen die Bomberos, doch der Diensthabende hat hier nichts zu entscheiden. Und der Chef kommt später. Wir suchen ein Hotel, bald ist eins gefunden, mit bequemen Betten und einer heissen Dusche. Genau das Richtige anch so einem Tag.

23.08.2011. In dem Hotel ist gut was los. Unser Nachbar schnarcht so laut, dass sein Getöse in unser Zimmer dringt, um 4 Uhr lärmen diverse Leute im Gang rum. Im Dorf knallen schon irgendwelche Böller. So ist das Aufstehen wenigstens nicht so schwierig. Kurz nach 6 Uhr verlassen wir Uspantán. Es geht runter. Und nach ein paar Kilometern hat Monika wieder mal einen Platten. Der letzte ist schon eine gute Woche her. Wahnsinn! Dann geht’s weiter. Bei einem Klostopp zerschneidet mir scharfes Gras die Beine. Gegen 9 Uhr sind wir unten im Tal. Die Bajada war mit einigen Zwischensteigungen ca. 50 km lang. Nun befinden wir uns auf ca. 650 m.ü.M., es ist heiss. Über eine lästige Metallgitterbrücke geht es über den schönen Fluss Río Negro oder Río Chixoy. Ein alter Bekannter und so gar nicht schwarz.

Río Negro oder Río Chixoy. Eintauchen und geniessen wäre schön.

Nun beinnt die nächste Steigung, in ca. 22 km geht’s rauf auf 1’500 m.ü.M. Es ist heiss und nach ein paar Metern hört der Asphalt auf. Auf Schotter geht’s weiter, die Hitze ist fast unerträglich. Wir hätten uns am Vorabend wohl doch besser bis ins Tal runtergekämpft. Zudem hat es hier ziemlich viel Verkehr, viele Lastwagen aus diversen Steinschlägen, ich werde jedesmal ein wenig mehr einpaniert.

Staubschleudern

Bei einer Pause blättert die Dreckkruste dann richitg ab. Ziemlich eklig. Einige Passagen sind so steil, dass mein Hinterrad durchdreht. Da ist wieder mal schieben angesagt. In Santa Elena gibt’s zum Glück Wassernachschub und ein Gatorade. Es geht weiter, nun nicht mehr so steil. Auch heute sind die Leute teilweise nicht sehr freundlich, Kinder brüllen:“Gringo, Gringo!“ oder „Dame eso“ oder „Regalame eso!“ Andere grölen herum, machen sich wohl sogar über uns lustig. Etwas mühsam. Und die Haltung der Leute schlägt sich wohl auch auf die Tiere nieder. Vor allem auf die Hunde. Die sind lästiger als sonst, aber anschreien hilft. Es geht weiter hoch, ist immer noch heiss. Doch vor uns ist der Himmel rabenschwarz, da braut sich etwas zusammen. Dann ein Haus, ein Junge davor, er winkt Moni freundlich zu. Ich sehe einen schwarzen Hund auf mich zurennen, schreie ihn noch an, doch blitzschnell hat er zugeschnappt, mich doch tatsächlich in den Fussknöchel gebissen. „Aua!!!“ Der Junge steht ziemlich verdattert da, da kommt der Hund wieder. Ich bewerfe ihn mit einigen Steinen und einer Fluchtirade. So ein Sauvieh. Doch durch den Schutz der Socke habe ich nur Zahnabdrücke im Fuss, es ist keine offene Wunde. Da muss ich keine weitern Schritte in Angriff nehmen. Zudem habe ich ja 3 von 4 Tollwutimpfungen. Es geht weiter hoch, nun mit heftigen Gegenwindböen. Diese vertreiben schlussendlich auch die schwarzen Wolken. Gemäss Höhenprofil von panamerica.ch (übrigens, falls vorhanden immer noch sehr hilfreich) folgt noch eine kleine Bajada, ein flaches Stück, eine kleine Subida und noch ein paar Hügel bis San Cristobál Verapaz. Es folgt die Bajada, das flache Stück, dann eine Tafel „Derrumbes, no hay paso“. Die Strasse geht weiter, dann eine Abzweigung nach unten. Geradeaus sieht schon lange nicht mehr befahren aus. Was jetzt? Wir fragen zweimal, es gibt keinen Durchgang. Wir müssen den Desvio fahren. Steil geht es runter, dann sehe ich den Derrumbe. Wow. Kein Wunder gibt es da kein Durchkommen. Da kam auf einer Länge von ca. 300 Metern der Berg runter. Ein Riesenbergsturz.

Bergsturz mit gewaltigem Ausmass

Wie mir später ein Señor erklärt, geschah dies vor 3 Jahren, viele Menschen kamen im Sturz ums Leben, als sie von der Strasse gerissen wurden. Und eigentlich sollte die Strasse asphaltiert werden, diese Arbeiten wurden doch nun bis auf Weiteres eingestellt. Kein Wunder. Da müsste ein Brückenbauspezialist her. Und viel Kohle. Wir fahren nun ein neues Profil, ca. 200 Meter geht’s steil runter, dann über den Rutschhang, dort geht es teilweise so steil hoch, dass wir schieben müssen.

Ciclista im Schneckengang

Die Strasse ist einspurig, wir lassen ein paar Lastwagen vorbei. Dann nochmals steil runter. Nun beginnt der Anstieg. Wir müssen ja wieder auf die Strasse hoch. So steil wie’s runter ging, geht’s wieder hoch. Wir schieben wieder. Ein Stück müssen wir zu zweit ein Rad schieben. So sind wir schneller als die steinbeladenen Trucks. Die Strasse ist zudem so ausgewaschen, dass ich richtiggehend spule, die Schuhe finden keinen Halt. Von oben her kommend stauen sich die Lastwagen. Immer wieder passieren Camionetas, dreimal auch die Poizei. Doch niemand fragt auch nur, ob wir Hilfe bräuchten. Das passt aber in diese Gegend. Dann können wir wenigstens wieder alleine schieben, schlepp, schlepp, stoss, stoss. Superanstrengend. Doch wir können schon jetzt darüber lachen. Gerade solche Aktionen machen zu zweit sicher mehr Spass als allein. Noch eine kleine Steigung, ein paar letzte Schiebemeter und wir sind wieder oben auf der Strasse. Geschafft! Für die knappen 2 km haben wir knappe 1,5 Stunden gebraucht. Ein guter Schnitt, nicht? Nun geht’s weiter hoch, aber es fährt sich ganz leicht, wir fliegen voran. Doch der Himmel verdunkelt sich wieder. Es geht runter, die ersten Tropfen fallen. Zum Schluss doch noch. Wir packen die Regenjacken aus, bald strömt es. Vor mir zuckt ein Blitz, ein lauter Donner kracht. Gleich darauf nochmals. Etwas unheimlich. Was passiert eigentlich, wenn ein Blitz in ein Stahlfahrrad einschlägt? Kann dies passieren? Oder was sollte man bei Gewitter auf dem Fahrrad tun? Jegliche Hinweise nehme ich dankbar entgegen. Doch da steht eine Tienda mit Dach. Wir stellen uns unter. Wir sind total nass, es wird kühl. Ich frage nach Kaffee. Hat’s eigentlich nicht, aber es gibt dann trotzdem einen. Und der wird uns erst noch geschenkt. Es gibt doch auch noch nette Leute in dieser Gegtend. Wir warten eine Weile, der Regen hört auf. Noch knappe 3 km nach San Cristobál Veracruz. Dort suchen wir die Bomberos, doch bie denen regnet es rein, da können wir nicht bleiben. Wir nehmen das erstbeste Hotel. Dann kann ich den Rest meiner Dreckkruste unter einer lauwarmen Dusche abwaschen. Schön. Wir sind ziemlich kaputt heute, und mein Knie schmerzen ganz schön. Was für ein Tag!

24.08.2011. Bis Cobán sind es noch gute 20 km. Wir können länger schlafen. Nach einem gemütlichen Frühstück machen wir uns gegen 9.30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg. Rauf und runter, immer wieder. Wir treffen wieder auf die Panam. Es folgen weitere hügelige 14 km, dann die Abfahrt nach Cobán. Dort lassen wir uns im günstigen Hotel La Paz nieder. Später laufen wir zur Mall Magdalena Plaza. Dort soll es einen guten Bikeladen und -mech geben. Ich möchte meine Bremsen nochmals prüfen lassen. Wir finden den Laden „Cycling Bike Shop„, der junge Dueño macht einen kompetenten Eindruck. Eine Stunde später sind wir mit den Bicis wieder da. Moni findet einen neuen Reifen, hoffentlich folgt nun eine lange plattenfreie Zeit. Der Dueño offeriert uns nun einen Komplettservice, und zwar gratis. Nur Ersatzteile müssen bezahlt werden. Wow. Ein supernettes Angebot. Muchas gracias! Morgen Abend sollen die Bicis wieder fit sein.

25.08. – 30.08.2011. Hier müssen wir uns ersteinmal um unser Flohproblem kümmern. Tja, alles mit 60 Grad waschen funktioniert wohl nicht. Maschinen mit Heisswasser gäbe es vielleicht, doch die synthetischen Funktionskleider würden eine solche Wäsche nicht überleben. Also haben wir uns mit zwei Flaschen Combat, ein Allestötsprühmittel, eingedeckt. Alles muss behandelt werden, Schlafsäcke, von denen haben wir je drei Stück, zudem sämtliche Kleidung, aussen und innen. Das Sprayen ist ganz schön ätzend, die eine Flasche bald leer. Für heute reichts auch. Meine Finger fühlen sich ganz spröde an, meine Nasenschleimhaut ist gereizt. Danach gehen alle Stücke in eine Lavanderia. Morgen muss ich das ganze Prozedere mit dem Rest wiederholen. Zudem muss ich meine Taschen ausräumen. Das Gewitter vom Vortag hat wieder mal richtige Pfützen in den Taschen hinterlassen. Die Ortliebs sind einfach nicht so dicht wie sie sein sollten. Und einmal Schimmel war auch genug. So Aktionen lohnen sich in jedem Fall, ich schüttle auch noch eine Kakerlake aus einer kleinen Vordertasche. Was sagt man dazu? Dann sollte der Blog wieder mal aktualisiert werden, also ins Internet. Moni geht etwas früher ins Hostal. Als ich zurückkomme, schläft sie. Ich hole die Kleider in der Lavanderia ab. Als ich wiederkomme, finde ich ein Häufchen Elend auf dem Bett vor. Moni geht’s nicht gut, sie hat Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Fieber. Und sie befürchtet, dass sie sich eine Tropenkrankheit wie Dengue oder Malaria eingefangen haben könnte. Die Symptome könnten stimmen. Waren es die Flöhe? Da warten wir nicht lange, ich organisiere ein Taxi und fahre sie in die nächste Privatklinik. Dort kommt sie auch bald dran. Natürlich muss in so einem Fall ein Bluttest gemacht werden, dazu müssen wir ein ein nahes Labor laufen. Dann warten. Ich besorge in der Zwischenzeit schon mal die verschriebenen Paracetamoltabletten. Als die Resultate das sind, kommt der Arzt nochmals vorbei. Entwarnung. Keine Tropenkrankheit, aber sonst ein Virus. Ein ansteckender. Jetzt braucht Monika mal einen Tag Ruhe, dann sollte es wieder besser gehen. Und es wundert mich nicht, dass ich am nächsten Tag ebenfalls heftige Kopf- und Gliederschmerzen habe. Mein Rücken tut so weh, dass ich kaum noch liegen kann. Aber dafür gibt’s ja Panadol.

Seit dem Ankunftstag sind auch bei uns beiden die Mägen komisch drauf. Das entwickelt sich weiter. Ob das nun Teil der Virusgeschichte ist, weiss ich nicht, aber es ist sowieso lästig. Zum Glück hat es im Hotel noch Klos auf dem Gang, falls es mal eng werden sollte. Tja, so Durchfall ist einfach mühsam. Nach fast zwei magendonnernden Tagen entschliessen wir uns, wieder mal das berühmte Antibiotika zu nehmen. Eine Tablette, und bald schon ist es besser.

Doch unsere für Sonntag geplante Abfahrt wird sich sicher etwas verzögern. Und unsere Routenplanung müssen wir allenfalls auch nochmals überdenken. Vielleicht sollten wir aus Zeitgründen eine Vuelta weniger machen und direkt nach Norden und Tikal fahren. Aber so würden wir Lanquín und Semuc Champey verpassen. Wäre auch schade. Aber es gibt ja auch von Cobán aus Touren dahin. Und da wir uns am Sonntag beide etwas besser fühlen, buchen wir für Montag bei Maya’ch Expeditions so eine Tour.

Aber wenigstens stehen beide Bikes wieder blitzsauber und überholt im Hof. Der Bikemechaniker in Antigua war doch eine grosse Lusche, die Bremsbeläge waren total abgefahren. Er hatte noch behauptet, sie seien in Ordnung. Nun sind sie ausgetauscht, Schaltkabel gewechechselt und alles geölt und geschmiert. Obwohl die Jungs etwas Probleme mit der richtigen Schalteinstellung hatten, wie ich beim Machen des Ölwechsels mit anschliesender Feinjustierung feststellte. Da müssen die Jungs wohl nochmals ran. Und nach einigen Versuchen des Mechanikers habe ich nun hoffentlich wieder 14 Gänge.

Am 29.08. ght’s auf den Ausflug nach Semuc Champey. Der Bus will uns um 7 Uhr abholen, also stehen wir pünktlich vor dem Hotel. Und warten 10 Minuten. Dann werden wir ungeduldig und machen uns zu Fuss auf den Weg zur Casa D’Acuña, wo es Frühstück gibt. Auf der Hauptstrasse kommt uns der Bus von Maya’ch Expeditions entgegen, wir winken und springen auf. In der Casa D’Acuña kommt die Wahl zwischen Tee und Kaffee. Ein richtiger Kaffee aus einer richtigen Kaffeemaschine. Das wird mein Magen wohl vertragen. Das Früstück besteht aus drei Schieben steinhartem Brot, Butter, Marmelade und ein paar grobgehackten Früchten. Danach renne ich gleich aufs Klo, aber danach benimmt sich mein Magen einigermassen. Um kurz nach 8 Uhr kommt der Bus wieder, nun mit drei amerikanischen Jungs an Board. Etwas Gesellschaft kann nicht schaden. Mit Fahrer und minderjährigem Guía, nun, er sieht extrem jung aus, geht die Fahrt los. Nach ca. 1 Stunde halt bei einem Mirador mit Blick über das Tal. Das interessante an dem Tal sind die unzähligen, kleinen Hügelchen.

Netter Ausblick

Wir fahren weiter durch Maishügel, dann biegt die Strasse auf einen Schotterweg ein. Die Vegetation wird dichter und grüner, es geht vorbei an Kardamon- und Kaffeepflanzen. Wir passieren Lanquín, es ist warm hier auf 400 m.ü.M. Auf einer oft sehr steilen und holprigen Strasse geht’s nach Semuc Champey. Die Jungs haben nur den Transport gebucht, der Guía kommt mit uns. Wir laufen zu den Pools. Da schimmern sie schon türkis-balu zwischen den Bäumen durch.

Erste Impressionen

Dann sind wir da. Schön sieht es aus. Die verschiedenen Pools liegen treppenartig in der üppig grünen Landschaft. Das Ganze ist eine natürliche Brücke über den tosenden Río Cahabón. Vor gut 2’000 Jahren stürzten von beiden Seiten Steinmassen ins Tal. Der Río suchte sich seinen Weg unten durch. Dabei formte er grosse Höhlen, die in der Trockenzeit begehbar sind. Die Pools werden durch langsam aus dem Waldboden fliessendes Regenwasser gespiesen. Und mit dem über die Steinmassen fliessenden Wasser begann sich eine Kalkkruste zu bilden, aus sich verhärtenden, winzigen Moospflänzchen. Ziemlich faszinierend. Ein einmaliger Ort.

Ein schöner Pool, nicht?

Wir sollen nun schon mal im oberen Pool baden gehen, e sollen noch 4 weitere Chicos kommen. Mittlerweile hat es viele Leute bei den Pools, vor allem Israelis. Es kommt mir vor, als wäre der schöne, stille Ort von einer Horde Brüllaffen invasiert worden. Etwas mühsam, die Kollegen. Aber wir springen ins Wasser, das ist ziemlich kühl. Bald warten wir an der Schwelle zum nächsten Pool. Und warten. Und warten. Dann rufen wir unserem Guía, dass wir weiter wollen. Also gehen wir, arbeiten uns terrassen- und poolweise runter. Teilweise sind die Steine extrem glitschig, dann findet man wieder Halt auf rauheren Steinen. Dann eine natürliche Rutschbahn. Cool. Wir dürfen rutschen. Wir klettern wieder rauf, dann warten wir wieder mal. Der Guía muss schauen gehen, ob die anderen jetzt da sind. Negativ. Nun können wir auf der anderen Seite runterspringen. Nur 3 Meter, aber man muss weit springen, um nicht auf den Steinen zu landen. So geht’s langsam runter, bis wir vom untersten Pool den tosenden Rió Cahabón raussprudeln sehen. Es ist Regenzeit, der Fluss hat viel Wasser, ist braun und reissend. Da wollen wir sowieso nicht mehr weiter. Über die Terrassen arbeiten wir uns kletternd wieder nach oben. Hat Spass gemacht, das Ganze. Nun sind die anderen da, 4 Chicas aus, man rate, Israel. Der Guía geht nun mit ihnen ins Wasser. Wir essen unseren Boxlunch, dann schauen wir uns den Sumidero an. Die Stelle, wo der Río Cahabón tosend unter der Brücke verschwindet. Oder die Stelle, an der sich das Wasser sammelt oder „se sume“. Daher Sumidero. Der Sumidero ist auch „wo sich der Fluss unter der Erde versteckt“ was „Semuc Champey“ auf Q’eqchi‘ heisst.

Der Sumidero

Dann warten wir auf unseren Guía und die 4 Chicas. Die müssen noch Fotos machen, dann geht’s endlich weiter zum Mirador. Der Weg führt bald steil nach oben, über Steine und steile Holztreppen. Fast zuviel für die Ladies. Sie kommen nur im Schnekcengang voran. Wir überholen, so geht’s besser. Dann der Mirador. Mit tollem  Ausblick von oben auf die Pools. Schon ein besonderer Ort, Semuc Champey.

Semuc Champey von oben

Wir machen uns auf den Runterweg, die Chicas müssen noch länger Pause machen. Gruppentouren sind manchnal etwas schwierig. Unten warten schon die Amis, wir gesellen uns dazu. Aber es hat da ein paar schöne Blumen und ein neugieriges Eidechschen.

Ich kann dich sehen....

Dann kommen die Weiber endlich. Der Bus ist voll, noch mehr Leute fahren zurück zum Hotel El Zapote. Dort warten wir nochmals auf unsere Lieblinge, weil sie noch ihre Sachen holen müssen. Zum Glück aber endet ihr Transport in Lanquín. Die Amis werden im Hotel El Retiro abgeladen, wir fahren weiter zu den Grutas de Lanquín. Auch hier ein unterirdischer Fluss, der Río Lanquín. In den Höhlen ist’s dunkel, obwohl sie eigentlich beleuchtet werden könnten. Aber es empfiehlt sich in jedem Fall, eine Taschenlampe mitzunehmen. Wir laufen an verschiedenen, aus den Tropfsteinen gebildeten, Tierforemn vorbei. Die Höhlen sind gross, mit verschiedensten Stalagmiten- und Stalaktitenformationen.

Höhlenansicht mit Canon-Megablitz

Doch der Guía geht im Schnelltempo durch die Gänge. Jetzt muss das Getrödel der Chicas wettgemacht werden. Der Boden ist sehr glitschig, es geht über Steintreppen steil nach oben oder unten. Leider hat ein kleines Erdbeben die weiteren Gänge verschüttet, so endet die Tour bald und wir machen uns auf den Rückweg, dem Ausgang entgegen. Wir fahren wieder zurück nach Cobán, nun hat’s anscheinend auch der Fahrer eilig, rast ziemlich über die Strassen. Gegen 18.30 Uhr sind wir wieder in Cobán. Nun, die Grutas de Lanquín waren nicht sehr speziell, aber Semuc Champey ist ein absolut sehenswerter Ort.

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