Aliso Viejo – San Francisco, wunderschöne Küstenlandschaft und viel Wind

10.02. – 25.02.2012. 929 km. Nach dem eher trägen Radlerleben folgt eine 13-Tage Non-Stopp-Fahrt nach San Francisco. Entlang der wunderschönen Steilküste zwischen Pismo Beach und Monterey, vorbei an unzähligen Erdbeer-und Broccolifeldern und meist im Kampf gegen Feind Nummer Eins. Gegenwind.

Route: Aliso Viejo – Long Beach* – Malibu* – Santa Barbara – Lompoc* – Oceano* – Pismo Beach – Big Sur* – Monterey* – Castroville – Aptos* – Santa Cruz  – Half Moon Bay* – San Francisco*

10.02.2012. Nach ein paar faulen aber sehr gemütlichen Tagen bei Vreni und Familie geht es weiter. Nun ist wieder etwas mehr radfahren und weniger Pause angesagt. Heute Abend wollen wir bei einem Warmshower übernachten. Dies die beste Lösung um in 2 Tagen durch den Grossraum von L.A. zu fahren. Nach Long Beach sind es knappe 60 km. So haben wir am Morgen noch genügend Zeit, um uns von allen zu verabschieden, gemütlich zu frühstücken und noch etwas mit Vreni zu plaudern. Kurz nach 9 Uhr fahren wir in Aliso Viejo los. Es geht gleich runter und schon bald sind wir wieder auf dem Pacific Coast Highway. Dieser folgt weiter dem Meer, wir fahren durch weitere Küstenstädtchen. Das Schwierige hier ist einfach die Klosuche. Manchmal finden wir ein öffentliches W.C., doch so einfach hinter die Büsche kann man hier nicht mehr. Meistens zumindest. Und wenn’s geht, muss man einfach aufpassen, dass einem die Bonzenvillenbewohner nicht sehen und womöglich noch abknallen. Wir sind hier in Amerika. In Huntigton Beach machen wir in einer ruhigen Nebenstrasse Mittagspause. Tortillas, Bohnenpaste, Tomaten. Öfters mal was Neues… Und hier hat es sogar ein Klo. Das Gute an Strandnähe. Wir fahren weiter und dann sind wir auch schon in Long Beach. Viel zu früh. Es ist 14 Uhr, Karen, unsere Gastgeberin wird erst um 17.30 Uhr zu Hause sein. Wir fahren zu einem grossen Park und… warten. In der Sonne ist es noch schön warm, doch schon bald wird es kühler. Gegen 16.30 Uhr verlagern wir den Wartesaal in einen nahen Starbucks. Wir stellen die Räder genau vors Fenster, damit wir sie im Blick haben. Dann hole ich einen Kaffee. Der Barista fragt gleich, woher wir kommen und wohin die Reise geht. Argentinien – Alaska. „Wow, you guys are awesome! This is an epic trip.“ Der Kaffee geht aufs Haus. Vielen Dank. Die Staaten sind bis jetzt wirklich günstig. Und wir kosten das Parasitenleben in vollen Zügen aus. Es wird sich noch früh genug ändern. Dann fahren wir die restlichen Blocks zu Karens Haus. Und finden es nicht. #764. Gibt’s nicht. Aber dafür haben wir ja jetzt ein Ami-Natel. Ah, 674. Nun begrüsst uns Karen herzlich, führt uns in den Garten und zeigt uns unser Quartier. Karen ist eine quirlige und extrem herzliche Person. Carl, der Ciclista im Haus, ist leider nicht hier. Zum Abendessen bestellt uns Karen Pizza. Eine sehr leckere Pizza.

11.02.2012. Nach einem Kaffee und einem Schwatz mit Karen verabschieden wir uns gegen 7.30 Uhr von unserer Gastgeberin. Wir wollen es heute bis Leo Carillo schaffen, das sind gute 110 km. Wir fahren an die Strandpromenade runter. Heute ist Samstag und auch bei bewölktem Wetter wimmelt es schon von Körperbewussten Sportlern. In Scharen joggen sie dem Strand entlang. Bald erreichen wir den Hafen von Long Beach, wo auch die Queen Mary vor Anker liegt.

Strandpromenade, auch für Ciclistas

Die Queen Mary in Gesellschaft unzähliger Yachten

Hier wird die Routenbeschreibung etwas wirr, wir kurven etwas ratlos in der Gegend herum. Doch dann finden wir die Zufahrt zum Radweg entlang des Rio Los Angeles. Eine rechte Pfütze. In Fahrtrichtung wird der Himmel düster, zudem kommt starker Gegenwind auf. Hier ist der Boden auch schon nass. Bald geht’s vom Flussweg runter auf die Wardlow Street. Diese führt nun lange durch eine Vorstadt nach der anderen. Es hat ziemlich wenig Verkehr. An den Ampeln fragen viele Autofahrer, was wir machen. „Argentinien – Alaska.“ Ich freue mich jedes Mal auf das „Holy Crap!“… Der Himmel wird immer dunkler, dann beginnt es zu tröpfeln. Ein früher Test für meine neue Regenjacke. Die alte war nicht mehr ganz dicht. Doch der Regen hört bald wieder auf. Wir erreichen den Redondo Beach. Nun geht es dem Strandweg entlang weiter. Inklusive einer bikeunfreundlichen Treppeneinlage. Doch hilfreiche Jungs sind gleich zur Stelle.

Bikepath?

Nun folgen wohlklingende Namen wie Venice Beach, Santa Monica, etc. Der Gegenwind wir immer stärker, wie könnte es auch anders sein. Das Vorankommen wird mühsam. Und natürlich genau jetzt habe ich auch noch einen Platten. Keinen einzigen auf der dornengespickten Baja, dafür jetzt. Und natürlich genau heute, wo wir eine Langdistanz fahren wollen. Eine Glasscherbe hat ihren Weg durch das Kevlar gefunden. Der Reifen ist wohl langsam durch. Nun, nach mehr als 12’000 km. Nun ist es 16 Uhr, bis Leo Carillo fehlen noch gute 30 km. Puh! Der Wind macht die Sache nicht einfacher und nun beginnen auch die Hügel. Wir passieren Malibu, dann folgt der Malibu Beach RV Park. Mit Tent Camping. Wir biegen ein, steil geht es gleich hoch. Eine Campsite kostet 23 USD. Bis Leo Carillo schaffen wir es heute einfach nicht mehr. Leider haben wir nicht gesehen, dass der Wochenendpreis pro Site 29 USD ist. Soviel haben wir noch niemals für eine Übernachtung bezahlt. Immerhin gibt’s eine wunderbar heisse Dusche, Wi-Fi und ganz nette Nachbarn. Diese laden uns nach unserem Nachtessen noch zu einem Nachschlag ein. Dort treffen wir auch noch auf ein schweizer Paar. Nette Gesellschaft. Dann wird es Zeit für das Zelt. Mit ganz neuem Innenzelt. Wie die Reissverschlüsse laufen. Herrlich. Und dann wartet da noch ein warmer Dauenschlafsack. Was will man mehr.

12.02.2012. Kurz nach 7 Uhr verlassen wir den Malibu Beach RV Park. Hügelig geht es weiter dem Meer entlang. Aber immerhin haben wir leichten Rückenwind. Nach 1,5 Stunden erreichen wir den Leo Carillo State Beach. Das hätte gestern noch ewig gedauert. Nun wird die Strasse wieder flacher. Wir kommen gut voran. Dann wird die Gegend wieder städtischer. Wir fahren in Richtung Port Huemene. Davor ganz viele Erdbeerfelder.

Erdbeeren, vom Feld in den Mund. So ungefähr.

Bei einem Strassenladen gibt’s noch andere Sachen, wir kaufen Tomaten, Zwiebeln und Bananen. Der ältere Herr gibt uns zwei Erdbeeren zum Probieren. Die sind ziemlich lecker. Kaufen wir doch welche. Ich gehe nochmals rein. Nun fragt der Herr, woher ich komme. „Switzerland.“ Ich verstehe sein Englisch kaum und frage zurück, woher er den komme. „Mexico.“ Ich antworte auf Spanisch und sofort hellt sich sein Mine auf und er wird richtig gesprächig. Tja. Einige Kilometer weiter kaufen wir in einem mexikanischen Supermercado ein. Sogar unsere heissgelibeten Takis gibt es. Und auch sonst geht’s zu und her wie da unten, es wird frischfröhlich vorgedrängelt. Die folgende Durchfahrt such Hueneme ist etwas wirr, wir verfahren uns. Dann finden wir den richtigen Weg, vorbei an Kanälen und Bonzenvillen inklusive Yachtparkplatz geht es weiter.

Port Hueneme, eine eher luxuriöse Gegend

Die drauf folgende Strecke bis Ventura ist eher öde. Dort essen wir auf dem Parkplatz des Sheraton zu Mittag. Bald geht’s weiter, nun langsam mit Gegenwind. Durch Ventura durch, dann auf den Freeway. Hier hat’s viel lauten Verkehr, einen guten Seitenstreifen und wir kommen gut voran. Etwa 20 km sausen wir dahin. Der Freeway wird wieder zur Strasse degradiert, dann bekommt er eine Bike-Lane und bald wird die Strasse wieder zum Freeway. Etwas kompliziert hier. Radfahren in Kalifornien ist sowieso viel komplizierter als in Lateinamerika. Wir gehen vom Freeway runter und bald erreichen wir Carpinteria. Im dortigen State Park wollen wir campen. Puh! 10 USD pro Person fürs Zeltaufstellen direkt am Bahngeleise. Die Hike/Bike-Site hier ist sowieso nicht gerade sehr ansprechend. Aber für eine Nacht geht’s schon.

13.02.2012. In der Nacht geistern die Waschbären laut um unser Zelt. Zum Glück ist alles Essen in der Foodbox eingeschlossen. Irgendwann tröpfelt es mal kurz. Als ich gegen Morgen endlich schlafen kann, träume ich von Waschbären, die mein Zelt kaputtbeissen… Hm. Dann ist auch schon 5.30 Uhr, Zeit zum Aufstehen. Als ich dann den Türreissverschluss öffne, beginnt es gleich zu tröpfeln. Schnell raus, alles zusammenpacken. Bald hört es, dann beginnt es wieder. Als wir losfahren ist es wieder trocken. Durch Summerland hindurch, dann folgt auch schon Santa Barbara. Bis anhin war der Gegenwind ja moderat, nun wird er richtig stark und auch ziemlich kalt. Richtig fieser Wind. Wir fahren der Küste entlang und etwas im Gemüse herum. Dann geht es durch eine bonzige Ranchalnlage. Es ist ganz hübsch hier. Dann sind wir wieder auf der Hauptstrasse. Dieser folgen wir nun lange Zeit. In Goleta kaufen wir noch mehr Erdbeeren. Diesmal sind sie organic und ganz schön teuer. Aber sie schmecken extern gut. Bei einem Golfplatz machen wir Mittagspause. DerWind ist nun richtig kalt und kommt in starken Böen. Gegen diese kämpfen wir nachher weiter an. Es geht wieder auf den Freeway und nach 15 km folgt der El Refugio State Park. Der soll ziemlich schön sein. So beigen wir gegen 14.30 Uhr dort ab. beim Rangerhäuschen steht ein Zahlautomat. Auch hier kostet die Hike/Bike-Site 10 USD pro Person. Ganz schön teuer. Aber der Park ist wirklich schön und die Hike/Bike-Site liegt direkt am Strand.

Hike/Bike-Site im El Refugio State Park

Nun scheint auch noch die Sonne, doch schon bald wird der Himmel dunkel und zu dem starken Wind gesellt sich auch noch Regen. Da bleibt nur eins. Ab ins Zelt und in den warmen Schlafsack verkriechen.

14.02.2012. Der Morgen danach ist trocken und kalt. Der jetzt schon fröhlich blasende Wind hat alle Wolken vertrieben. Und so stürzen wir uns kurz nach 7 Uhr auch wieder ins Windgetümmel. So stark ist er zum Glück noch nicht. Auf dem Freeway geht’s weiter entlang der Küste, bis die Strasse nach rechts ins Inland abbiegt. Eine Tafel warnt schon vor „Gusty Winds“. Und die folgen auch gleich hinter der Kurve. Vollhahnengegenwind.

Eine nette Warnung

Die Strasse beginnt zu steigen und es folgt ein Tunnel. Im „Cycling the Pacific Coast“ Buch steht, dass man als nordwärts Reisender so quasi durch eine Vakuumschlauchg mit ganz engem Seitenstreifen muss. Eine wirklich gute Bescheibung. Dann ist der Tunnel geschafft, wir auch. Nun biegen wir auf den Highway 264 ab und bald beginnt eine längere Steigung. Auf ca. 300 m.ü.M. geht’s rauf. Dann wieder runter durch ziemlich schweizerisch anmutende Landschaft.

Wie daheim, nun fast

Und schon erreichen wir Lompoc, eine eher triste Kleinstadt. Dort decken wir uns mit Food ein, dann steuern wir einen Starbucks an. Wir wollen Wi-fi. Wir gehören nun auch zu diesen. Das klappt auch. Nach etwas Onlinezeit und einem Kaffee fahren wir zum Campground. 5 USD pro Person für die Hike/Bike-Site, eine normale Site kostet auch nur 10 USD. Das ist schon viel besser und die Sites auch ganz ok. Aber es ist feucht hier. Schon abends ist das Zelt ganz nass, auch alles andere was noch draussen steht trieft bald vor sich hin.

15.02.2012. Regen, dann viel Wind. Und Erdbeeren und Brocoli. Dies die Stichworte des heutigen Tages. Nach dem feuchten Abend wundert es nicht, dass der morgen noch viel nässer ist. Um 5.30 Uhr trommeln die Regentropfen aufs Zeltdach. Wir müssen aber raus, wir wollen heute ja weiterkommen. So ein nasser Zeltfetzen ist schon eher eklig zum Einpacken. Und so schwer. Mittlerweile regnet es richtig stark. Als wir losfahren ist es trocken, doch als wir wieder durch Lompoc durchfahren, holt uns der Regen wieder ein. Es geht auf eine hügelige Strasse, die Umgebung wird ganz hübsch. Und der Himmel klart auch definitiv wieder auf. Dafür setzt Gegenwind ein. Klar. Wir überqueren einen ersten 300 Meter-Hügel, dann geht’s wieder runter. Saukalt ist es mit dem heftigen Gegenwind. Es wird wieder hügelig, dann folgt nochmals ein längere Steigung. Wir fahren nun an diversen Feldern vorbei. Erdbeeren, dann viel Broccoli. Und etwas Salat. Und noch viel mehr Erdbeeren. Es wird flach und der Gegenwind trifft uns mit voller Stärke. Wir kommen gerade noch mit 8 – 10 km/h voran. Das zehrt. Im Windschatten einer Scheune machen wir Mittagspause, dann geht der Kampf weier. Wir passieren Guadalupe, dann folgen unbepflanzte Felder. Der Wind bläst einem die Erde ins Gesicht, zudem hat es nun viel Verkehr und keinen Seitenstreifen mehr. Ich finde die Strecke extrem mühsam. Es folgen wieder Erdbeerfelder, der Seitenstreifen kommt wieder und der Verkehr nimmt ab. Nun säumen Eukalyptusbäume die Strassen, dann folgt noch mehr Broccoli. In allen Wachstumsstadien. Die reifen werden von Mexikanern eingesammelt.

Eukalyptus und die typischen Briefkasten

Und Broccoli. Viel Broccoli.

Bald schon erreichen wir Oceano. An einem Strassen-Fruit-and-Veggie-Stand motzen wir unser Abendessen mit etwas frischem Gemüse auf. Und natürlich gibt’s noch mehr Erdbeeren. Wir fahren zum Oceano State Park. Auch hier gibt’s keine Hike/Bike-Site und die reguläre Site kostet 25 USD. Schlussendlich sind die Staaten so teuer wie erwartet. Wir suchen uns einen Sonnenplatz und seit Tagen gibt’s mal ein heisse Dusche. Die tut wahnsinnig gut. Abends kommt das Essen wieder in die Foodbox.

Foodbox. Hilft auch vor Raubenten.

Ganz clever schliessen wir an das Vorhängeschloss auch gleich noch die Bikes. In der Nacht höre ich jemanden am Schloss rütteln. Sicher ein Waschbär. Die Bikes waren keine gute Idee. Da ich eh aufs Klo muss, gehe ich raus. Der Schuldige blickt mich unschuldig an und verschwindet hinter dem nahen Baum. Am Morgen sind die ganzen Bikes voller Sand. Gerne hätte ich die Kletterkünste der Banditen gesehen…

16.02.2012. Der Morgen ist klar und kalt. 6° C. Gut vermummt fahren wir los. Ein 7 Eleven mit heißem Kaffee wäre jetzt schön. Und siehe da, im bald erreichten Pismo Beach hat’s einen. Aufwärmstopp. Im Laden eine überwältigende Auswahl an Kaffee. Mit Geschmack, ohne, Cappuccino und diverse Zusätze und interessante Sachen. Schwere Entscheidung. Aber es klappt. Aufwärmen funktioniert auch. Weiter. Oh, da steht links das uns empfohlene „Old West Cinnamon Rolls“. Die Cinnamon Rolls hier sollen fantastisch sein. Mit 3 USD pro Stück nicht günstig, aber man darf sich ja mal was gönnen. Und wie wir in der folgenden Pause feststellen, sind die Teile echt hitverdächtig. Wir fahren weiter parallel zum Highway 101, heute noch ohne Wind. Wir umfahren San Luis Obispo und es geht weiter durch kleine Städtchen. Wir folgen nun der Los Osos Valley Road. Die Strasse führt leicht hügelig durch die Gegend. Dann müssen wir auf den Freeway. Vorbei an Morro Bay mit dem Morro Rock und dem danebenliegenden Atomkraftwerk. Gut, wenn so eins auf so unstabilem Boden steht.

Welche Idyll. Morro Rock und AKW.

Wir folgen weiter dem Highway 1, hier der offiziellen Pacific Coast Bike Route. Und heute kommt der Gegenwind erst gegen Nachmittag auf. Nett.

Auf der Pacific Coast Bike Route

In welche Richtung fahren wir wohl?

Die Strecke bis zum San Simeon State Beach zieht sich trotzdem ziemlich hin, doch dann ist das Ziel mit Hike/Bike-Site erreicht. Gleich am Eingang wird man vor diversen vier- und zweibeinigen Zeitgenossen gewarnt.

Aufgepasst! Diebe sind unterwegs!

Schnell das Zelt aufstellen, damit es noch trocknet. Doch trotzt Wind trocknet hier nichts, so feucht ist die Luft. So kommt es, dass das Zelt bald noch nässer ist als vor dem Aufstellen. Langsam wird es dunkel, wir kochen Abendessen. Plötzlich fällt Monikas Fahrrad um. Ein Waschbär rennt davon. Wollte den am Rad hängenden Müllsack klauen. Interessanterweise verschwindet er genau unter der Foodbox im Dickicht. Später kommt er wieder hervor und trottet von dannen. Schon witzig, die Kerle.

17.02.2012. Wie vermutet ist der Morgen nass. Und kalt. Der Körper braucht wieder etwas länger, um in Gang zu kommen.Mit fetten Handschuhen und dick vermummt fahren wir los. Gleich folgen die paar Häuser von San Simeon. In einem kleinen Laden kaufen wir Nachschub fürs Mittagessen. Dann passieren wir das Hearst Castle, das in den 1920er Jahren vom Zeitungsverleger William Randolph Hearst erbaut in der Ferne auf einem Hügel thront.

Blick auf das Hearst Castle

Leicht hügelig zieht sich der Highway 1 durch die Gegend. Von Pazifikseite dringen nun erste Rufe auf die Strasse. See-Elefanten. Etwas weiter vorne ein Vista Point, von dem man die Tiere betrachten kann. Zu hunderten liegen sie am Strand herum. Mütter mit ihren Kälbern und die riesigen, eher hässlichen Männchen.

Am See-Elefanten-Strand

Die riesigen Männchen sind eher hässlich...

... die kleinen wirklich süss

Wir sehen den Tieren eine ganze Weile lang zu, dann essen wir noch etwas. Ein Rabe wartet auf einen Krümmel. Und bald hopsen dutzende kleiner schwarzer fordernder Vögel herum. Dann kommen auch noch die Erdhörnchen. Nichts ist mehr sicher, sie reissen einem die Kekse richtiggehend aus der Hand. Essen wird schwierig, aber sehr unterhaltsam.

Hey, gib mir was!

Sind die zwei nicht süss?

Die eine schon, der andere eher rotzfrech

Dann müssen wir langsam weiter. Bald beginnt ein lange, steile Steigung. Die Landschaft wird richtig interessant. Unten der wellige Pazifik, oben Nadelbäume und „Alpenblumen“. Schön. Immer wieder halten wir und geniessen den Ausblick. So erklimmen wir zwei weitere grössere Hügel, dann folgen noch ein paar kleinere.

Die Aussicht wird interessant

Hier gefällt's mir

Ein erster richtig anstrengender Bergtag so quasi. Einige Stellen hier erinnern mich stark an die Strecke nach Chile Chico auf der Carretera Austral. Auch das war’s wunderschön. Gegen 16 Uhr erreichen wir den Kirk Creek Campground. Huch, alle Hike/Bike-Sites voll. Das stehen Riesenzelte, Kühlboxen, etc. Wohl nicht wirklich Hiker/Biker. Aber auf einem Zettel steht, dass weitere Biker willkommen sind. Da stellen wir uns hin, mitten im Eukalyptuswald. Zelt und Schlafsack trocknen hier zur Abwechslung wieder einmal in der Abendsonne und im Zelt riecht es bald fein nach Eukalyptus. Auch wir geniessen noch die letzten Sonnenstrahlen und bald kommt unser Nachbar zurück. Ian, ein richtiger Ciclista, auf dem Weg von San Francisco nach San Luis Obispo. Ein sehr sympathischer Typ.

18.02.2012. Die Nacht ist relativ warm, der Morgen auch. Wir stehen heute erst um 6 Uhr auf, aber auch sonst müssen wir nicht vermummt losfahren. Es ist ziemlich neblig und bald geht es bergauf. Es folgt Lucia, nicht viel mehr als ein paar Häuser, ein Restaurant, Laden und Hotel. Wir fahren weiter der coolen Steilküste entlang, mal durch Wald, dann wieder mit Blick auf das Meer und die Klippen. Der Nebel hüllt das Ganze in ein wundervolles Licht.

Wunderschöne Nebelstimmung

Ein wirklich schöner Streckenabschnitt

Diverse Fotosstopps bremsen uns etwas ab, aber wir haben heute ein kurze Etappe vor uns. Rauf und runter führt die Strasse weiter der Küste entlang, zweimal geht’s länger hoch. Auf einer dieser Steigungen treffen wir auf Tom. Er rennt um die Welt. In zwei Jahren 29’000 km. Das nenne ich doch verrückt.

Tom, der um die Welt rennt

Wir unterhalten uns kurz mit ihm, dann nehmen wir die letzten Kilometer nach Big Sur in Angriff. Im Pfeiffer Big Sur State Park richten wir uns auf einer schattigen Hike/Bike-Site ein. Der Park ist wunderschön, inmitten eines Redwoodwaldes. Inmitten dieser Bäume steht nun auch unser Zelt. Im Sommer sicher angenehm kühl, jetzt ganz schön kalt. Wir machen uns per Bike auf den Weg nach Big Sur. In der Hoffnung auf Handysignal. Unsere Suche nach einem Warmshower in San Francisco ist noch etwas harzig. Doch bei den paar Häusern hat’s kein Signal und mit Anrufen von einem öffentlichen Telefon aus erreichen wir auch niemanden. Nun, im kleinen Laden bekommen wir dafür alles Nötige und es gibt auch noch einen Kaffee. Kaffee im Sonnenschein, so ist es gemütlich. Als wir loswollen, spricht uns ein Herr an. Besitzer von 5 Bikes und sehr neugierig. Zudem auch Besitzer des Ladens und des Restaurants nebenan. Und Carl lädt uns für den nächsten Tag zum Frühstück ein. Cool. Wir fahren wieder zum Camp. Im Restaurant dürfen wir im Warmen mit einem heissen Tee etwas Blog tippen. Und beklommen jene Tee-Refills. Heute treffen wir wieder mal auf sehr nette Amerikaner.

19.02.2012. Carl’s Laden macht um 8 Uhr auf. So dürfen wir heute fast ausschlafen. Kurz nach 8 Uhr und ganz schön hungrig stehen wir vor dem Laden. Wir nehmen jetzt einfach an, die Einladung war ernst gemeint. Weiss man bei den Amis nie so genau. Doch im Laden weiss niemand Beschied, aber der Besitzer ist schnell gerufen. Wir dürfen im Restaurant Platz nehemn und bestellen, was unser Herz begehrt. Hmmm! Zuerst einmal bekomme ich einen Kaffee, dann suchen wir uns ein Big Sur Omelett aus. Das kommt mit einem Blueberry-Muffien und Hash Browne. Das ganze kommt dann wirklich toll hergerichtet daher. Und ist wirklich superdelicious.

Ein Wahnsinnsfrühstück

Wie bedanken uns nochmals bei Carl, dann machen wir uns kurz nach 9 Uhr auf den Weg. Noch etwas Redwoodwald, dann sind wir wieder an der Küste. Nun mit Graslandschaft und über diese bläst auch schon ein ganz fieser Wind. Für uns natürlich Gegenwind. Das wird anstrengend. Wir erklimmen nochmals eine längere Steigung, dann werden die Hügel flacher. Windgeschützt machen wir Mittagspause, dann geht der Kampf weiter. Doch bald wird die Windsituation etwas besser. Wir passieren Carmel, dann folgt auch schon Monetrey. Es dauert etwas, bis wir den richtigen Weg durch die Grossstadt finden, doch dann sind wir auf der richtigen Strasse. In einem Supermarkt decken wir uns mit Food ein, dann machen wir uns auf den Weg zum Veteran’s Memorial Park. Das heisst, nochmals 2 km steil den Berg hochklettern. Doch die Mühe lohnt sich, denn da oben gibt’s eine nette Hike/Bike-Site für je 6 USD und zudem ein kostenlose heisse Dusche. Die kommt nach so einem Tag perfekt.

20.02.2012. Ums gleich vorwegzunehmen, heute ist ein guter Tag. Psssst! Ich sag ganz leise, heute hat es fast keinen Wind… In der Nacht tröpfelt es noch leicht, doch als wir losfahren, ist der Himmel einfach nur noch bewölkt. Wir fahren den steilen Hügel wieder runter und verbringen noch einige Zeit mit der Suche nach Bencina Blanca. Ohne Erlog. So kommt dann doch wieder Benzin in die Brennstofflasche. Dann fahren wir auf einem netten Radweg entlang der Küste in Richtung Norden. In Marina gibt’s einen 7 Eleven Kaffee, dann geht’s etwas mehr Inland weiter. Schlussendlich landen wir wieder auf dem Freeway. Nun beginnt wieder Farmlandzone. Erdbeeren, wie immer. Unglaublich viele Erdbeerfelder, kilometerweise fahren wir daran vorbei. Dann passieren wir Castoville, Artsichockenhauptstadt der Welt. Nun folgen natürlich Artischockenfelder.

Richtig

Da wachsen sie

Nach Moss Landing verlassen wir den Freeway und folgen diversen Landstrassen und ruhigen Quartierstrassen. Gegen 14 Uhr erreichen wir Autos. In einem Safeway kaufen wir Mittagessen, einen Jalapeno-Bagel, und dann bleibt noch etwas Zeit für ein Café mit Wi-fi. Danach machen wir uns auf den Weg zum New Brighton State Beach mit Hike/Bike-Site für je 5 USD. Ein wirklich netter Campground. Und das Fazit des Tages. So ohne Wind kommt man einfach gut und schnell voran und das Radfahren macht viel mehr Spass.

21.02.2012. Am Morgen ist wieder mal alles nass. Das Zelt trieft nur so vor sich hin. Aber auch sonst sieht es ziemlich trostlos aus. Der Nebel hängt tief. In diese Suppe fahren wir bald hinein. Wir durchqueren Santa Cruz. Dort geht es eine Weile der Steilküste entlang durch eine recht schicke Wohngegend. Dann biegt die Strasse in Richtung Inland ein und bald befinden wir uns wieder auf dem Highway 1. Der Himmel lichtet sich ein wenig, doch in Fahrtrichtung wird der Nebel wieder richtig dick. Wir fahren nun wieder der Küste entlang. Tolle Steilküste, dazwischen wunderschöne Sandstrände. Wenn man denn etwas sehen würde. Aber ich kann es erahnen. Schade. So ziehen die Kilometer dahin, wir strampeln über kürzere und längere Hügel. Die Mittagspause wird kalt und feucht. Nun frischt nämlich auch der Wind noch auf. Der war vorher netterweise recht sanft gestimmt. Dick eingehüllt geht’s deswegen danach weiter. Die Kilometer ziehen sich in die Länge. Wir müssen noch über einen Berg, dann geht’s langsam nur noch runter. Wir erreichen nach guten 90 anstrengenden Kilometern Half Moon Bay. Hier hat es einen State Park mit Camping. Doch ich sehe an der Strasse bei einem Pub ein Camping-Schild. RV Camping. Vielleicht kann man ja auch zelten. Man kann, für 30 USD. Dann fahren wir eben doch zum State Park. Doch Steve lässt uns nicht so schnell gehen. Für 15 USD könnten wir bleiben. Das Angebot nehmen wir an. Nun drückt sogar noch soweit die Sonne durch, dass das Zelt noch komplett trocknet. Wir setzen uns derweil ins originell eingerichtete englische Pub und trinken eine heisse Schokolade. Die wird uns dann netterweise von Steve offeriert. Dann ist auch schon Zeit zum Abendessen kochen, während schon wieder alles feucht wird. Das Zelt trieft bald wieder und so schliesst sich der heutige Kreis.

22.02.2012. Morgens kurz nach 6.30 Uhr ist natürlich immer noch alles nass, aber der Himmel ist klar. Scheint ein wunderschöner Tag zu werden. Kurz nach 8 Uhr sind wir startklarr, Steve ist auch schon da. Und macht uns noch eine ganz leckere Schokolade mit Rahm, zudem gibt’s eine Banane. Danke vielmals. Dann machen wir uns wirklich auf den Weg. Weiter auf dem Highway 1, es geht nochmals durch ein paar kleine Städtchen. Dann folgt die erste längere Steigung rauf zum Devil’s Slide. Dort wird gerade ein Tunnel gebaut, die Strasse ist eng und es hat viel Verkehr. Dann geht’s auch schon runter nach Pacifica, wo wir kurz Pause machen. Wir fahren weiter auf dem Highway 1, der wird bald zum Freeway. Wir bleiben drauf. Mit unserem Warmshower hat es in San Francisco schlussendlich doch noch geklappt und Laura, unsere Gastgeberin, hat uns sehr genaue Wegbeschreibungen gegeben. Einfach auf dem Highway 1 bleiben, der wird zur 19th Avenue und von dort ist der Weg zum Haus einfach zu finden. Es folgt nochmals eine längere Steigung. Mein Hinterreifen ist etwas platt, ich pumpe mal nach. Dann wieder runter und, zack, schon sind wir in San Francisco. Der Freeway weitet sich zu 8 Spuren auf unserer Seite, der Verkehr wuselt und wir sollten 4 Fahrbahnen überqueren. Und wahrscheinlich nicht hier sein. Am Strassenrand sehe ich Polizeimotorrad. Und klar, kaum sind wir vorbei, ertönt hinter uns die Sirene. Der Officer lotst uns zur nächsten Ausfahrt. Bei einer Tankstelle halten wir. „Was macht ihr denn auf dem Freeway? Ihr dürft da nicht fahren!“ Tja, sieht so aus. Netterweise erklärt unsd er Officer den Weg und meint, wir sollten in Zukunft mehr Acht geben. Werden wir machen… Ich wechsle hier gerade noch den Schlauch des Hinterreifens, finde aber keinen Übeltäter. Dann geht’s in die Stadt rein. San Francisco. Die 19th Avenue ist busy, der Verkehr respektlos. Ich werde mehrmals fast über den Haufen gefahren. Zum Glück können wir bald auf eine weniger befahrene Strasse abbiegen. Wir fahren rauf und runter und rauf und rauf und rauf. San Francisco ist wirklich eine hügelige Stadt. Mit netten Straßen und schönen Häusern.

In San Francisco

Kurz nach 14 Uhr sind wir bei dem Haus angelangt, doch Laura arbeitet bis 19 Uhr. Eine brutal steile Strasse führt zu einem Park, dort warten wir. Gegen 17.30 Uhr wird’s kalt und wir verlagern das Warten in ein Café weiter unten. Ein Rennradler tritt herein, total fasziniert von uns und der Reise. Der Typ bietet uns sogar an, bei ihm zu übernachten, falls es mit dem anderen Arrangement nicht klappen sollte. So einfache ginge das… Nun fahren wir nochmals den Hügel hoch. Laura ist daheim und heisst uns in dem riesigen wunderschönen Haus herzlich willkommen. Wir bekommen ein riesiges Zimmer im Dachgeschoss, inkl. eigenem Bad. Luxus pur! Dann bestellt Laura Pizza und wir verbringen einen netten Abend mit ihr und Tochter Sofia.

23. – 25.02. 2012. Hier wollen wir nun nach 13 Tagen auf dem Sattel ein paar Ruhetage verbringen. Wir dürfen am Morgen gleich Lauras Waschmaschine benutzen und es hat natürlich Wi-fi in dem Haus. Doch am Nachmittag finden wir sogar den Weg nach draussen. Es ist ein wundervoller, sonniger Tag. Wir laufen zum riesigen Golden Gate Park und besuchen dort das Conservatory of Flowers. Ein schöner Ort.

Das Conservatory im Golden Gate Park

Abends lädt uns Laura ins Beach Chalet zum Abendessen ein. Ein nettes Restaurant direkt am Strand. Uns geht es mal wieder richtig gut.

Am nächsten Tag  fährt uns Laura zum REI, wo wir nochmals einigen Dinge kaufen müssen. Die Kohle geht wieder mal von dannen. Dann laufen wir durch die Stadt zu einem Safeway. Wir kochen heute Abend. Monika wird ihren Nusskuchen machen, ich bin für eine Gemüselasagne zuständig. Dann laufen wir heim, die Strassen werden immer steiler. San Francisco ist schon eine spezielle Stadt mit den vielen sausteilen Strassen. Es gibt sogar eine Karte, auf der die Neigungsgrade eingezeichnet sind. Rot ist mit dem Rad zu meiden…

Rot, sehr steil...

Im Haus werden wir schon erwartet. Laura möchte uns zum Twin Peaks fahren.Von dort oben hat man eine fantastische Aussicht über die ganze Stadt. Zudem gibt uns Laura ganz viele Infos zu einzelnen Gebäuden und Vierteln.

Blick von Twin Peaks auf San Francisco

Sofia, Laura, Monika und ich auf dem Twin Peaks

Dann gibt sie uns noch eine kleine Stadttour, bevors wieder ins warme Heim geht. Wie schön doch so etwas ist. Wir übernehmen die Küche und verbringen wieder einnen netten Abend mit Laura und Sofia. Laura ist wirklich eine perfekte und sehr quirlige Gastgeberin. Lauras Mann, der eigentliche Ciclista, ist leider an der Ostküste beschäftigt und nicht hier. Schade.

Eigentlich wollten wir zwei Tage hier bleiben, aber es gibt noch viel zu tun. So fragen wir Laura, ob wir noch eine Nacht anhängen können. Kein Problem. So bleibt noch ein Tag für Blog und diverse andere Erledigungen. Und dann verlassen wir San Francisco auch schon wieder. Eine Stadt, die mir wirklich gut gefallen hat.

Und zum Schluss noch ein Fazit nach 2 Wochen wirklichem Radfahren in Amerika. Alles ist viel komplizierter. Massiv viel komplizierter. Die Streckenführung ist schwierig, man darf nicht auf den Freeway, aber eine normale Strasse wird plötzlich zum Freeway. Was vor allem in Ortschaften kompliziert wird. Da ist die Suche nach dem richtigen Weg oft mühsam. Wir haben zwar das Buch „Cycling the Pacific Coast“, doch das ist für Nord-Süd-Reisende geschrieben. Auch diese Übersetzung ist extrem mühsam. Der Wind ist ein weiterer Faktor, der die Reise anstrengend macht. Die Pazifikküste sollte man im Idealfall wirklich von Norden nach Süden fahren, sonst kämpft man fast Tag für Tag mit heftigem Gegenwind. Dann sind da noch die Distanzen. Wir müssen jeden Abend einen State Park mit Camping ansteuern, die Strecken sind oft lang. Aber Wildcampen ist hier noch schwierig und sonst ist die Landschaft zu steil. Lateinamerika war so viel einfacher. In jeglicher Hinsicht. Ich hoffe, dies bessert sich weiter im Norden etwas. Aber ich muss auch sagen, dass mich die Amerikaner sehr positiv überraschen. Auch hier treffen wir auf so viele gute, grosszügige und äusserst nette Menschen. Toll.

4 Gedanken zu “Aliso Viejo – San Francisco, wunderschöne Küstenlandschaft und viel Wind

  1. Hallo Ihr 2,

    wir hatten uns im Januar auf der Baja getroffen (wir sind die 2 Kölner).

    Wie ich sehe, habt Ihr doch nicht den Umweg über Las Vegas gemacht. Schade eigentlich. Eine tolle Strecke. Naja, zumindest wenn man Wüsten liebt (und das tue ich).

    Inzwischen habe ich auch ein paar Fotos der Tour eingestellt (http://www.travelnerd.eu/de/photosbaja.html). Da ist auch der Abschnitt Las Vegas -> Mexicali bei. Vielleicht motivieren sie Euch doch noch zu dem „Umweg“ :-)

    Und wie geht es bei Euch weiter? Immer die Küste hoch? Bei dem Tempo seid Ihr dann ja bald schon in Vancouver…

    Neidische Grüße aus Kölle

    Carsten

    • Hallo Carsten

      Schön von dir zu hören und sehr schöne Fotos. Da kommen mir doch einige Orte sehr bekannt vor…

      Nun, L.A. war bei uns gesetzt und nach Vegas fahren ist eins, aber dann weiter hoch in den Norden was anderes. Wir treffen sogar hier an der Küste auf Schnee… Und wir haben ja doch auch schon die eine oder andere Wüste befahren, wirklich immer sehr schöne Strecken. Oder meistens zumindest, solange man das Rad nicht stundenlang durch Sand schieben muss…

      Wir fahren weiter der Küste entlang hoch. Nach einem guten, sehr trockenen Monat in Kalifornien fahren wir nun aber ziemlich genau in sehr nasskaltes Gefilde. Im Moment vergraben wir uns im warmen Haus eines Freundes und überlegen uns, wann es weitergehen soll.

      Mit nassen Grüssen aus North Bend
      Martina

      • Hallo Martina,

        habe gerade Euren letzten Bericht gelesen. Klingt ja nach einer richten Wasserschlacht :-)
        Hoffe doch, dass es wenigstens ein wenig trockener wird. Kälte ist ja kein Thema. Aber Regen über Wochen hinweg kann ja schon mal etwas nervig werden.

        Sag mal, wenn ich es noch richtig im Kopf habe, wolltet Ihr bis Vancouver, oder? Bei dem Speed dauert es ja nicht mehr lange, bis ihr da ankommt. Und dann? Wirklich zurück? Oder vielleicht aus ökologischen Gründen vielleicht doch lieber von der Ostküste nach Hause fliegen ;-)

        Grüße aus der kalten -aber sonnigen und trockenen- Türkei

        Carsten

      • Hi Carsten

        Ja, es ist eher nass hier. Und kalt. Die Kälte allein ist normalerweise ok, aber in Kombination mit soviel Wasser etwas unangenehm. Aber das ist Oregon im Winter. Wir haben uns das selbst ausgesucht. Obwohl es anscheinend noch nie so viel geschneit hat. Tja.

        Nein, nein, wir wollen bis nach Alaska. Sprich Alaska und dann Inuvik. Der Spass dauert noch ein Weilchen an :-)

        Und ihr auch schon wieder im Urlaub? Türkei hört sich warm an. Nice!!!

        Mit bestem Gruss
        Martina

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