Punta Arenas – Ushuaia, bis ans kalte Ende der Welt

12. – 23.06.2015. 476 km. 3’537 Höhenmeter. Per Fähre verlasse ich das Festland, wo die letzen Kilometer auf Feuerland rufen. Diese sind geprägt von viel Kälte, Schneefall, Eis und einem Schneehalt in der Panaderia La Union in Tolhuin. Doch schlussendlich erreiche ich Ushuaia. Ich habe es geschafft! Ushuaiaaaaaa! El Fin del Mundo!!!!

Route: Punta Arenas – Porvenir – Estancia Concordia – San Sebastian – Rio Grande – Tolhuin – Lago Escondido – Ushuaia

12.06.2015. Heute Morgen stelle ich sicherheitshalber den Wecker. Das habe ich wohl seit einer Ewigkeit nicht mehr getan. Das Leben mit dem Tageslicht funktioniert wunderbar. Doch heute muss ich früh raus, die Fähre nach Porvenir legt um 9 Uhr ab. Das ist ja mittlerweile noch fast in tiefster Nacht. Um 6.30 ihr ist Tagwache und um 7.45 Uhr mache ich mich bei Finsternis auf den Weg. Die zwei neuen Lichtlein kommen gleich zum Einsatz. Auch sonst habe ich Glück, die Strasse ist nicht gefroren, es ist relativ warm. Auf der Avenida España fahre ich in Richtung Fährterminal. Es hat viel Verkehr und wie schon bei der Einfahrt zieht sich die Strecke gut dahin. Ich erreiche das Terminal sehr zeitig, kaufe mein Billett und schon geht’s auf die Fähre. Dort wird das Rad – das hier übrigens kostenlos transportiert wird – angebunden, ich mach es mir oben im Salon gemütlich. Während die Sonne langsam aufgeht, legt die Fähre ab. Ich hatte zum Frühstück nur ein halbes Brötchen gegessen, denn Schiffe sind mir mittlerweile schon etwas unangenehm. Doch die Fahrt ist ruhig und ich esse auch noch den Rest des Brötchens, dazu gibt’s einen Kaffee. Zwei Stunden später legt die Fähre auf der anderen Seite an, meine Räder berühren zum ersten Mal feuerlandschen Boden. Nicht dass es hier besonders warm wäre, im Moment ist sehr das Gegenteil der Fall.
Erste Berichte über Feuerland stammen von der Expedition von Magellan im Jahre 1520. Während der Passage der Seestrasse beobachteten die Männer den Schein der Lagerfeuer der indigenen Völker, was der Insel den Namen „Feuerland“ oder „Tierra del Fuego“ gab.
Nach ein paar Kilometern auf der Insel folgt Porvenir, dort fülle ich meine Wasserflaschen auf und bekomme ein paar dürftige Infos zu Estancias auf dem Weg. Nun geht’s auf Schotter weiter, die Sonne scheint, Rückenwind. Es ist heute sogar so warm, dass ich die Regenhose, die seit einiger Zeit zur Standardausrüstung gehört, ausziehen muss. Die Strasse ist gut hügelig und bald geht’s wieder ans Meer. Die Bahia Inutil. Und da! Delfine! Wie schön. Im Schutze einer Fischerhütte mache ich eine kurze Mittagspause, dann geht’s weiter durch die kahle Pampa. Mit vielen kleinen Steigungen fahre ich auf eine Sturmwolke zu. Bald beginnt es zu schneien, aber nur kurz. So schnell wechselt das Wetter hier.

Ich passiere einige Estancias, gegen 17.30 Uhr erreiche ich eine Kreuzung und bald drauf die Estancia Concordia. Dort treffe ich auf den schwerhörigen Jose, bald taucht Chef David auf. Der gibt mir im Haus ein Zimmer mit Bett und Schafgeruch. Die Estancias hier sind meist Schaf-Estancias, diese zählt 4’000 der wolligen Tiere. Später gibt’s ein wunderbares Nachtessen, natürlich Schaf. Vielen Dank!

13.06.2015. Auch das Frühstück gehört hier zur Gastfreundschaft dazu. Was für nette Leute! Vielen herzlich Dank, David! Gegen 9.30 Uhr verlasse ich die Estancia, auch heute ist es nicht so kalt. Nun, alle Wasserlachen am Strassenrand sind gefroren, aber die Strasse ist gut befahrbar. Der Himmel ist bedeckt, aber es ist trocken. Der schöne Rückenwind bläst mich auch heute vorwärts. Meist geht’s flach durch die Pampa, mal dem Meer entlang, mal weiter landeinwärts. Die Guanacos rennen wie üblich geschockt davon, einige Schafe auch. Nach 40 km die Kreuzung nach Nord, Süd und Ost, mit einem guten Refugiohäuschen. Wohl der beste Ort, um Mittag zu essen. Hier würde man im Sommer in Richtung Paso Bellavista abbiegen, doch der ist seit Ende April geschlossen. Daher bleibt nur der Weg über San Sebastian. Nun ist die Strasse glatter, aber es rumpelt viel mehr. Zudem nimmt der Verkehr rapide zu. Vor allem grosse Lastwagen. Das ist gut, ich hoffe, einer von denen nimmt mich in ein paar Tagen mit in Richtung Norden. Aber ich komme weiter gut voran, nach 80 km der chilenische Grenzposten. Dort lädt der Spanier Roberto alle Ciclistas zu einem Kaffee ein. Eine sehr nette Geste! Dazu gibt’s eine gekaufte Empanada. Ein gutes Geschäft. Dann zur Migration, ausreisen, fertig. Nach weiteren 12 km folgt der argentinische Grenzposten. Auch hier geht alles schnell, zudem lässt mich die Gendarmerie im geheizten Wartesaal übernachten. Einzig der Koch fehlt heute.

Und ein letztes Mal geht's per Rad von Chile nach Argentinien

Und ein letztes Mal geht’s per Rad von Chile nach Argentinien

14.06.2015. In der Nacht hatte es leicht geschneit, die Strasse scheint gefroren zu sein. Ein erster Fall für die Sprühkette. Und ich glaube, in Kontakt mit dem Schnee bildet sich auch was am Reifen. Vorsichtig fahre ich los. Aber wirkliches Eis hat es doch nicht auf der Strasse. Auch nicht weiter schlimm. Der Wind, der schon die ganze Nacht über wütete, bläst auch jetzt. Und zwar gut und kalt. Dafür ist der Himmel klar und ganz langsam geht auch die Sonne auf. Obwohl man von der wirklich nichts mehr spürt. Ansonsten führt die Strasse eher flach durch die Pampa. Der Wind bläst von der Seite und ist eiskalt. Aber ich kann mich nicht beklagen, ich fahre und komme auch noch gut voran. Hinter einem Häuschen gibt’s etwas windgeschützt eine kurze Pause. Die Pausen sind in der Kälte wirklich nur noch dazu da, um kurz etwas zu essen und einen heissen Tee zu trinken. Und schon geht’s weiter durch die windige Pampa. Gegen 14.30 Uhr erreiche ich Rio Grande. Ich fahre in die Stadt rein. Erster Halt: Bombers. Doch das sind die Bombers der Polizei, man schickt mich zu den „normalen“ Bomberos. Cuartelero Jonatan würde mich problemlos übernachten lassen, doch vom Chef kommt ein „nein“. Da hat wieder mal ein Ciclista alle durch den Dreck gezogen und geklaut. Darum lässt man keine mehr übernachten. Die Albergue der Defensa Civil ist geschlossen. Ich fahre zu den Nonnen. Maria-Lina schickt mich zu den Padres, mit der Option, zurückzukommen. Die Padres sind nicht da, also wieder zu Maria-Lina. Die gute Frau hat derweil telefoniert, und eine Susi erwartet mich im Häuschen, wo gerade eine Messe stattfindet. Dort könnte man übernachten. Chefin Susi erschient auch bald und lädt mich gleich in ihr Haus ein. Das sei viel bequemer. So lande ich nach dem langen Suchen bei Susi und Jose, zwei herzensguten Menschen. Es gibt eine heisse Dusche, ein wunderbares Nachtessen und absolut grossartige Gesellschaft. Vielen Dank, Susi und Juan!

15.06.2015. Natürlich macht Susi auch noch Frühstück, dazu gibt’s ein Sandwich mit auf den Weg. Wow! So geht’s wieder auf die Strasse. – 6°, aber heute ohne Wind. Bald überquere ich den Rio Grande. Grosse Eisschollen kommen mir entgegen. Eisschollen gibt’s auch sonst. In den nur 12 km ist das Wasser in meinem Bidon gefroren. Durchgefroren. In der grossen Flasche schwimmen… Eisschollen. Das Wasser ist eiskalt, gerade heute, wo ich ziemlich durstig bin.

Der Himmel ist grau und die Gegend wird bald gut hügelig. So pedale ich dahin. Am Strassenrand esse ich kurz was. Sehr kurz, es ist kalt. Zudem ist es ein langer Weg bis nach Tolhuin, viel Pause liegt nicht drin. Nach 60 km beginnt es leicht zu schneien. Mit jedem Kilometer wird der Schnee stärker und es liegt auch immer mehr davon auf der Strasse. Aber noch finden meine Räder guten Halt. Nun geht es tendenziell rauf, ich esse am Strassenrand nochmals kurz was, trinke etwas Eiswasser. Der Verkehr hält sich zum Glück etwas in Grenzen, denn nun ist die Strasse wirklich total mit Schnee bedeckt. Ich weiss nicht mehr so genau, wo die Strassenmitte, liegt, nicht wo sie aufhört. Irgendwann fetzt mal ein Pflug vorbei, das bringt dann noch mehr Verwirrung in die Strassenorientation. Aber ich kann immer noch fahren, die Räder finden guten Halt. So geht’s nun meist rauf, ab und zu ein paar kurze Abfahrten. Da immer vorsichtig bremsen, wenn möglich nur hinten. Es ist 16.30 Uhr, ich bin noch lange nicht da. Weiter rauf, immer wieder kurz runter. Langsam beginnt es zu dunkeln. Ich montiere die kleinen Lichter, immerhin etwas. Ich suche meinen Weg durch den Schnee, der fallende Schnee wird mir ins Gesicht geblasen. Weiter, weiter. Puh! Nochmals 7 km. Tolhiun muss ich mir schwer verdienen. Nun ist es wirklich dunkel, ab und zu beginnt es zu rutschen. Ich suche mir eine gute Spur in der Strasse, sehen tue ich nicht mehr so viel. Die letzen Kilometer sind hart. Sehr hart. Dann, endlich: Tolhuin. Rein ins Dorf. Hier liegt nun sehr viel Schnee auf der Strasse, ich schlittere dahin. Aber da ist sie. Die berühmte Panaderia La Union. In dieser werden Ciclistas schon seit vielen Jahren von Emilio und seinen Leuten empfangen. So auch ich. Omar meint, ich sei verrückt, dann steht auch schon ein Milanesa-Sandwich und ein Kaffee vor mir. Genau das Richtige. Das brauche ich jetzt. Ich habe schon so starken Hunger, dass mir der Magen weh tut. Zum Dessert gibt’s dann noch Facturas und danach eine eher kalt Dusche. Was für ein Wahnsinntag! Das waren 111 km und knappe 8 Stunden im Sattel. Wenn man bedenkt, dass ich die letzen 50 km im Schnee gefahren bin, zum Schluss in Dunkelheit, wirklich ein Wahnsinnstag! Vielleicht bin ich doch etwas verrückt…

16./17.06.2015. Das späte Ankommen hat gerade noch zu einem Blick auf das Wetter gereicht. Es soll den ganzen Tag schneien. Ein Grund für einen Tag Pause in der Panaderia. Gibt es einen besseren Ort dafür? Wohl kaum. Die Ciclistas dürfen sich zudem in der Panaderia umsehen, Fotos machen, essen. Immer wieder gibt’s was zu probieren, mal kaufe ich was. Die Panaderia existiert seit guten 30 Jahren, seit dieser Zeit ist sie auch in Besitz von Emilio und seiner Familie. Und wohl die bekannteste Panaderia auf ganz Feuerland. Ich glaube es gibt niemanden auf der Insel, der nicht von ihr spricht.

Ebenfalls montiere ich „Schneeketten“ an mein Rad. Vorne gibt’s eine Schnur, hinten montiere ich ein paar Kabelbinder. Die beiden Dinge sollen etwas Halt auf dem Schnee und Eis geben. So vergeht der Tag. Das Wetter soll sich derweil bessern, doch die Temperaturen bleiben tief. So gibt es noch einen zweiten „Ruhetag“ in Tolhuin. Bei dem schönen Wetter werden hoffentlich die Strassen geräumt und mit dem Truckverkehr wird der bestehende Schnee im Idealfall ziemlich flachgedrückt. Aber es ist etwas komisch, so kurz vor einem Etappenziel  festzusitzen. Nur 100 km trennen mich von Ushuaia. Aber überstürzen muss ich ja auch nichts mehr, auf einen Tag mehr oder weniger kommt es nicht mehr an.

18.06.2015. In der Nacht ist der Schnee weiter zurückgegangen, doch am Morgen ist die Strasse eine einzige Eisbahn. Doch es ist relativ warm. Warten ist angesagt. Um 12 ihr sieht’s schon viel besser aus und die nächsten zwei Tage sollen etwas wärmer bleiben, bevor es wieder kalt wird. Das Wetterfenster muss ich nutzen. Das Rad ist schon startklar, Emilio erklärt mich für total verrückt. So geht’s wieder auf die Strasse. Am Schlimmsten ist die Ausfahrt aus Tolhuin und die ersten Kilometer auf der Ruta 3. Dort hat es noch Schnee und teilweise Eisklumpen. Die in Rio Grande gekauften Kabelbinder sind so schlecht, dass sie nach kurzer Zeit alle abfallen. Die Schnurkette hingegen hält tiptop. Langsam ist die Strasse schneefrei, aber nass. Und den Seitenstreifen gibt’s nicht mehr, dort liegt der ganze Schnee. Vor allem die Trucks sprühen mich jeweils mit der Salz-Dreckbrühe ein. Fein! Beim Mirador Panormaico Lago Fagnano mache ich eine kurze Pause. Ein paar Fotos schiessen, kurz was essen, weiter. Heute führt die Strasse gut hügelig durch die Gegend, rauf und runter geht’s durch die weisse Winterlandschaft. Wieder ein Fotostopp.

Oh neeeeein! Ich habe den Objektivdeckel beim Mirador liegen lassen. So ein Mist! Was nun? Die 10 km wieder zurück fahren? Dann schaffe ich es nicht vor Dunkelheit bis nach Lago Escondido. Rad stehen lassen und per Autostopp hin und zurück? Etwas unsicher. Bis zum Lago Escondido fehlen noch 25 km. Die spule ich nun so schnell wie möglich ab. Recht anstrengend bei den vielen Hügeln. Gegen 16.30 Uhr erreiche ich Lago Escondido. Bei der Defensa Cicvil frage ich nach einem Schlafplatz. Der arrogante Jüngling meint zuerst, hier nicht. Doch nach etwas rumfragen heisst es dann, ich müsse warten, bis der Chef vorbeifährt, danach sei es möglich. Ich erkläre kurz meine Situation, lasse das Rad stehen und stelle mich an den Strassenrand. Schon wieder saukalt. Bald nimmt mich Pick-up-Fahrer Lucas mit. Beim Mirador hält er, es ist schon fast dunkel. Und der Deckel liegt genau da, wo ich ihn liegen gelassen habe. Puh! Was für ein Glück! Ich fahre mit Lucas nach Tolhuin, besser dort nach einer Rückfahrgelegenheit suchen als hier mitten im Nichts und im Dunkeln. Lucas fährt mich zur Panaderia La Union und lädt mich auf einen Kaffee ein. Sehr nett! In der Panaderia werde ich natürlich eher dumm angeschaut. Du wieder hier? Aber nicht lange. Ich frage etwas herum und bald habe ich eine Rückfahrgelegenheit gefunden. Alejandro fährt mich wieder zum Lago Escondido. Dort muss ich nun dringend was essen. Und natürlich habe ich mir aus Tolhuin ein paar Facturas mitgebracht. Etwas Gutes muss das Ganze ja haben…

19.06.2015. Auch heute geht’s später los. Um 10.30 Uhr verlasse ich die Defensa Civil. Zu Beginn liegen noch etwas Schnee und ein paar Eisklumpen auf der Strasse, dann wird es besser. Tja, und genau heute versagt mein Kilometerzähler seinen Dienst. Was der wohl für ein Problem hat? Keine Ahnung. Vielleicht will er nicht nach Ushuaia? Etwas schade. Und auch etwas frustrierend. Na ja. Die Strasse beginnt anzusteigen. Bald muss ich sogar die Jacke ausziehen, so warm wird mir. Langsam fahre ich den Nebel. Eine eisige Landschaft umhüllt mich. Der Aufstieg ist leicht und dann bin ich auch schon oben. Auf dem Paso Garibaldi. Mit seinen 450 m ja eher ein Pässchen.

Hier wird’s sehr schnell wieder eiskalt. Und nun ist auch die Strasse schneebedeckt. Genau für die Abfahrt. Ich fahre langsam runter, zum Glück ist es nur matschiger Schnee und sehr vereinzelte Eisklumpen. Weiter unten wird’s wieder besser und dann ist die Strasse wieder schneefrei und gut befahrbar. Hügelig führt sie nun tendenziell ansteigend durch das Tal.

Und dann… eine Kurve und zack: Ushuaia! Ushuaiaaaaa! So schnell geht’s! Nun, die Einfahrt in die Stadt zieht sich noch ein paar Kilometer hin, aber dann ist es geschafft. Ushuaia! Por fin! El fin del Mundo! Was im 2009 nicht geklappt hat, erreiche ich im 2015, wenn auch etwas anders als erwartet. Ich habe es geschafft! Ich bin daaaaaa! Ein gutes, aber auch komisches Gefühl.

Ich mache das „Siegerfoto“, dann fahre ich zum Hostal El Refugio del Mochilero. Warmshower und Couchsurfer waren nicht sehr kommunikativ in Ushuaia, nicht eine einzige Antwort hatte ich bekommen. Dafür treffe ich im Hostal auf die sehr netten Besitzer Alejandro und Paula. Und nun bin ich also hier. In Ushuaia! Angekommen! Am Ender der Welt. Wirklich? Oder am Anfang?

20. – 23.06.2015. Ushuaia ist heute eine touristische Stadt und nennt sich die südlichste Stadt der Welt. Weiter südlich liegt nur noch das chilenische Puerto Williams, doch der Ort ist keine Stadt, sondern offiziell nur ein Dorf. Für die Stadtentwicklung von Ushuaia von Bedeutung war der 1902 begonnene Bau des Presidio. Die Insassen des 1920 fertiggestellten Gefängnisses waren vor allem Gewaltverbrecher, aber auch politische Gefangene. Die Sträflinge bauten die Schmalspurbahn Ferrocarril Austral Fueguino, mit der heute Touristen durch den Nationalpark Tierra del Fuego fahren… Dies die schon fast ironische Entwicklung vom Sträflingsort zur Touristenhochburg.

Nach dem Ende der Welt mache ich mich noch auf den Weg zum Ende der Strasse, dem Ende der Ruta 3 bei der doch sehr winterlichen Bahia Lapataia. Oder auch hier die Frage: ist es der Anfang? Eine gute Frage…

Darum lasse ich sie einfach mal im Raum stehen. Dafür gibt’s zum Abschluss dieses Eintrages ein paar doch sehr farbige Eindrücke vom Ende der Welt. Colorfish in Ushuaia!

5 Gedanken zu “Punta Arenas – Ushuaia, bis ans kalte Ende der Welt

  1. hallo martina,
    allerherzlichsten Glückwunsch!
    Danke für die wunderschönen fotos
    und danke, dass du gezeigt hast, was alles möglich ist, von dem man meint, es sei unmöglich.
    du hast echt ein paar Grenzen verschoben.

  2. Hallo Martina,
    ich habe schon deine Panamerica Tour 2009-2012 mit Monika im Blog verfolgt. Das hat mir damals sehr gut gefallen, was ihr beide da geleistet habt.

    Ich verneige mich voller Respekt vor dir und dem was du in den letzten Monaten alleine vollbracht hast. Ich bin gespannt was es noch weiter hier im Blog zu lesen gibt.

    Ich werde wahrscheinlich aufgrund meiner persönlichen Lage nicht in die Situation kommen, solche Abenteuer wie du zu erleben, aber durch das Lesen deines und verschiedener anderer Radfahrer-Blogs habe ich einen Schritt in diese Richtung gemacht, und bin vom „gelegentlichen“ zum „so oft wie möglich“ Radfahren gewechselt.

    Das „Mitfahren im Blog“ und das Studium verschiedener Blogs von Langzeitciclistas hat mich dazu geführt, mich mehr mit der heutigen Fahrradtechnik auseinanderzusetzen. Mein altes Bike ist nach 15 Jahren nun auch sehr verschlissen. Das neue Rad hat natürlich Rohloff-Schaltung und Magura Bremsen. ;-)

    Danke für die Inspiration dazu.

    Weiter eine Gute Reise wünscht dir

    Stefan

    • Hallo Stefan
      Vielen Dank für deine Worte. Es freut mich sehr, wenn ich andere ein bisschen mitreisen lassen kann.
      Ich kenne deine persönliche Lage nicht, aber ich hoffe, eines Tages kannst auch du zu einem Rad-Abenteuer aufbrechen. Immerhin hast du dich ja schon gut vorbereitet, mit gutem Rad mit Rohloff. So ein Rad will die Welt entdecken ;-)
      Verfolge weiterhin deine Träume.
      Mit den besten Grüssen
      Martina

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