Ouro Preto – Rio de Janeiro, die heisse Zieletappe

05. – 21.01.2016. 423 km. 4’829 Höhenmeter. Meine letzten brasiliansichen Kilometer führen mich auf die nicht sehr angenehme BR-040. Mit viel Verkehr, viel Hitze und nach einigen hundert Hügeln erwartet mich schlussendlich die Abfahrt an die Küste, die Abfahrt in den brütend heissen Ofen von Rio de Janeiro. Yeahhhhhh….! Es ist geschafft! Ziel erreicht!

Route: Ouro Preto – Ouro Branco – Conselheiro Lafaiete – Carandaí – Barbacena – Santos Dumont – Juiz de Fora – Simão Pereira – Petrópolis – Rio de Janeiro

05. – 09.01.2016. Nach ein paar gemütlichen Regentagen im Pouso do Chico Rey in Ouro Preto mache ich mich auf, auf in die Zieletappe. Die kleinen Könige frühstücken spät, erst um 8 Uhr. Nach all dem Regen scheint heute wieder die Sonne und so wird es bald wieder ziemlich heiss. Auf Kopfsteinpflaster steil runter, dann biege ich ab in Richtung Ouro Branco. Ich fahre weiter auf der Estrada Real, doch als diese auf Schotter ihre Runden durch die Dörflein dreht, bleibe ich auf der Asphaltstrasse, der MG-129. Diese steigt zuerst sanft an, dann werden die Steigungen deftig. Sehr deftig! Lange rauf, wieder runter, wieder rauf und so weiter. Auf der engen und kurvenreichen Strasse kein Vergnügen, denn die Fahrer blochen wie üblich total respektlos. Doch dann ist der höchste Punkt erreicht, Davoser-Höhe, ich fühle mich fast wie zu Hause. Aber nur fast. Viel zu heiss hier oben!

Dann geht’s runter nach Ouro Preto, wo ich eine Mittagspause einlege. Nun folgt die nicht so einfach Suche nach dem Weg in Richtung BR-040, denn es gibt hier keine Schilder. Aber irgendwie lande ich doch auf der richtigen Strasse und schon hier werde ich von viel Verkehr begrüsst und ziemlich gut eingestaubt. Dann treffe ich auf die BR-040. 4-spurige Autobahn, kein Seitenstreifen. Macht keinen Spass! Überhaupt keinen! Ich werde weiter eingerusst und ich Conselheiro Lafaeite setze ich dem Spiel für heute ein Ende. So dreckig wie ich heute bin könnte ich glatt als Schmutzli durchgehen.

Das seitensteifenlose Dasein geht weiter und in Minas Gerais – obwohl Gerais „flach“ bedeutet – ist es niemals flach. Hügel um Hügel erklimme ich, die Strasse ist kurvig und mehrmals werde ich fast über den Haufen gefahren. Und abspringen ist hier leider einfach nicht möglich. Nicht möglich! Diese Zieletappe ist doppelt heiss! Ich wusste, dass die Wahl der BR-040 nicht sehr spassig sein würde, aber so schlimm hatte ich es mir nicht vorgestellt. Meine letzten Kilometer in Brasilien werden kein Vergnügen sein, das hingegen widerspiegelt das ganze Radeln in Brasilien. Für eine Weile taucht ein Seitenstreifen auf, aber das Glück währt kurz. Erst nach Juiz de Fora kann ich wirklich auf diese paar Meter Sicherheit zählen.

Oft führt die Strasse direkt durch die Städte, mal gibt es eine Umfahrung oder die Dörfer liegen einige Kilometer entfernt von der BR-040. So biege ich eines Abends ab in Richtung Simão Pereira. Dies tue ich immer etwas ungern, denn am nächsten Tag muss ich all die Kilometer wieder zurückfahren. In dem Kaff suche ich nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Man rät mir, bei dem Herrn in der Panaderia zu fragen. Ich fahre zur Panaderia, doch der Herr ist nicht da. Die Chica ruft ihn an, dann wird ihre Stimme ganz leise, sie hält ihre Hand übers Telefon. Wie ich heisse, was ich hier mache. Ich antworte brav. Sie nuschelt was ins Telefon, dann fragt sie mich genauso nuschelnd irgend etwas. Ich verstehe nichts. Sie nuschelt wieder ins Telefon, sagt, sie rufe zurück. Dann sieht sie mich an, hält die Hand vor den Mund und meint, der Herr der Panaderia würde von den Behörden gesucht und hätte Angst, ich sei von denen. Ich pruste laut los! Ha ha! Klar, ich bin von der Behörde und werde ihn verhaften und auf dem Rad abschleppen. Ich mache ihr sehr schnell klar, dass ich keine Gefahr bin und bald taucht der Sünder auf. Er führt mich zu ein paar Cabañas, die gehören der Kommune. Ich treffe auf Rita, die mir so ein Häuschen öffnet. Vielen Dank! Nette Nachbarn habe ich auch, menschliche und wie ich später feststelle, auch gefiederte. Die ganze Nacht rumoren Vögel über mir auf dem Dachboden rum. Und ich dachte, die schlafen…

Und zum Glück muss ich auch nicht wieder zurück auf die BR-040, ich kann auf der Nebenstrasse bleiben. So fahre ich noch ein letztes Mal ein paar Kilometer auf der Estrada Real. Auf dem Strässchen geht’s sanft bergab runter zu einem Fluss. Dort überquere ich wohl auch die Grenze der Staaten Minas Gerais und Rio de Janeiro. Bald treffe ich wieder auf die BR-040 und auf einen anderen Radler. „Und du bist Martina?“, fragt er mich. „Eh, ja.“ Er folge mir seit längerer Zeit auf Facebook… Na dann. Wir unterhalten uns kurz, er meint, ab jetzt sei alles flach, bis auf eine kurze aber steile Steigung. Dann fliegt er mit seinem Minigepäck von dannen. Flach… Ich habe das Profil anders in Erinnerung. Und dann fahre ich den ganzen Tag immer wieder lange hoch. In der feuchten Hitze rinnt der Schweiss in Strömen. Oh Mann! Ich habe langsam genug von dieser Hitze! Zudem verliert das Hinterrad Luft. Ich pumpe, komme noch ein paar Kilometer weiter. Doch dann muss ich in einer schweisstreibenden Aktion den Schlauch wechseln. Keine Ahnung, welcher der drei Drähtchen, die ich aus dem Mantel ziehe, den Platten verursacht hat. Nun, lieber heute als morgen.

Mein letzter Tag auf brasilianischen  Strassen beginnt in Petropolis, wo ich mir eine letze Nacht in einem Hotel gegönnt habe. Ich fahre wieder auf die BR-040, dort erwarten mich nochmals 20 km Steigung, es rinnt aus allen Poren. Aber irgendwann ist auch der letzte Hügel geschafft und ich blicke in die Ferne, in ein nebliges Tal. Oder ist das der Smog von Rio de Janeiro? Es folgen 20 km Abfahrt, aber die sind nicht so toll wie erwartet. Holprige Strasse, noch holpriger Seitenstreifen, Viadukte ohne Seitenstreifen, einspurige Tunnels und viel Verkehr. Es wird immer wärmer und da unten erwarten mich eine miese Piste und ein Backofen von 40 Grad. Puhhh! Langsam kommen Häuser dazu… Riooooo, ich komme! Auf der BR-040 fahre ich dem Moloch entgegen. Ich habe mich gut auf diese Stadteinfahrt vorbereitet, aber die Wirklichkeit sieht dann immer anders aus als eine gedruckte Karte. Bald muss ich ein erstes mal nach dem Weg fragen. Und 5 Personen schicken mich auf die falsche Strasse… Pech gehabt. Aber das Gefühl lässt mich bald wieder fragen, und diesmal stosse ich auf sehr kompetente Hilfe. Natürlich mit der Warnung, dass ich hier vorsichtige sein müsse, dass ich nicht ausgeraubt werde. Ich finde den nächsten grossen Abzweig – der Weg an den Strand wäre viel einfacher als das Finden eines Hauses in einem fernen Barrio – aber bald frage ich wieder. Mal ist die Auskunft gut, mal nicht. Immer wieder werde ich gewarnt. Die Barrios sind nicht gerade einladend, aber zum Schluss stehe ich dann tatsächlich vor dem gesuchten Haus, wo mich Warmshower Josivan bereits erwartet. Yeah….! Ein riesiger Triumph! Für die Einfahrt nach Rio, für all die Kilometer in Brasilien, für das Beenden meiner Odyssee durch die Amerikas, für das Schliessen eines Kapitels! Wow!

Wir schreiben den 9. Januar 2016. Am 8. Januar 2014, vor fast auf den Tag genau 2 Jahren stürzte ich mich in eine Fortsetzung einer Reise durch die Amerikas, die schon viel früher begonnen hatte. Doch dieser Abschnitt sollte der unerwarteste sein, mit vielen Auf und Abs, aber schlussendlich durfte ich hier auch meine besten Erfahrungen auf der Strasse machen! An dieser Stelle ein ganz grosses Dankeschön an alle fürs Unterstützen, Aufmuntern, Mitfiebern, Mitreisen, Zelebrieren, Teilen und noch vieles mehr! Muuuito obrigada!

Und nun, wird sich der geneigte Leser fragen? Zeit für etwas Neues…?

10. – 21.01.2016. Nun, bevor es soweit ist, verbringe ich noch einige Zeit in Rio. Rio de Janeiro ist mit 12 Millionen Einwohnern in der Metropolregion die zweitgrösste Stadt Brasiliens und liegt an der Guanabara Bucht. Der Name Rio de Janeiro, Fluss des Januars, beruht auf einem Irrtum des Seefahrerer Gaspar de Lemos, der die Bucht am 1. Januar 1502 entdeckte und sie für die Mündung eines grossen Flusses hielt.

Wahrzeichen der sehr vielfältigen Stadt sind der Zuckerhut, die 38 Meter hohe Cristofigur auf dem Gipfel des Corcovado und der Strand des Stadtteils Copacabana. Dies Stadt ist auch berühmt für den jährlich stattfindenden Carnaval, doch diesen werde ich nicht mehr miterleben. Zur Zeit merkt man der Stadt auch die kurz bevorstehenden olympischen Sommerspiele an, denn es reiht sich eine riesige Baustelle an die nächste.

Mit Josivan fahre ich gleich in die Floresta de Tijuca, einen grünen, bergigen Nationalpark mitten im Stadtgebiet. Wir passieren viele Mirantes mit tollen Ausblicken auf die Stadt. Leider ist das Wetter nicht gerade das beste, aber auch so bin ich beeindruckt. Und zum Schluss des Tages steht noch das Highlight an. Der Cristo auf dem Corcovado. Nun, das heisst auch an einem regnerischen Tag mindestens eine Stunde Schlange stehen, um per Bus nach oben transportiert zu werden. Und da ist wie vermutet die Hölle los, sogar bei Regen. Die Plattform ist zugedrängt mit Leuten, ich finde kaum meinen Weg zum nochmals erhöhten Ausblick über die Stadt! Wahnsinn! Ich stelle mir den Cristo an einen sonnigen Tag vor. Demais, wie man hier so schön sagt… Aber beeindruckend ist die riesige Statue, ebenso der absolut gigantische Ausblick über die Stadt!

Von oben wie auch von unten sieht man gut, wie sich in Rio reiche Häusersiedlungen mit Favelas abwechseln. Die demokratische Entwicklung der Stadt führte zu einer teilweise unkontrollierten Expansion von Rio de Janeiro. Die Stadtplanung konnte mit den Veränderungen nicht mithalten, es entstanden an der Peripherie unzählige irreguläre Siedlungen und illegale Siedlungen, die Favelas. Ein Viertel der Bevölkerung lebt in diesen einfachen Quartieren, aber auch dort ist mittlerweile eine Basis-Infrastruktur wie fliessendes Wasser, Abwasserleitungen, Stromversorgung, Müllabfuhr und Schulen gegeben. Auch besitzen die meisten Bewohner die Basisprodukte der Mittelstandgesellschaft wie Kühlschrank, Gasherd, Fernseher, Internet und Klimaanlage. Mehr als ich! Heute ist Rio ein Mix von diversen Siedlungen, reicht reiht sich an arm.

Ein gutes Bild von dem Ganzen kann ich mir bei einer besonderen Stadtführung machen, auf welche mich Rosalvo mitnimmt. Den Motorradfahrer hatte ich in der Terra Ronca kennen gelernt nun zeigt er mir Rio. Der Ingenieur arbeitet für die Municipalidad, Sparte Abwasser. So lässt sich Arbeit und Rumführen gut verbinden. Wir fahren durch die Strassen Rios, die meisten Favelas sehe ich heute von Nahem. Immer wieder gibt es einen Kanal zu begutachten. Der Geruch ist überall der gleiche, es riecht nach Kanalisation. Nun, als solche dienen die ehemals natürlichen Gewässer heute, zumindest für die flüssigen Bestandteile. Aber nichts desto trotz leben in dem Dreckwasser gleich neben dem Müll Kaimane und viele andere Tiere. Und die Müll-Kaimane sind nicht gerade klein!

Aber es gibt auch schönere Anblicke, Rosalvo und Kollege Antonio führen mich in die beiden Parks Marapendi und Chico Mendes und zum Canal do Taxas. Dann geht’s raus aus dem Stadtgebiet in Richtung der Surfstände Pratinha und Grumari, wo ich schlussendlich auch noch meine Füsse in den Atlantik setze. Und überrascht von einer grossen Welle auch sonst ziemlich nass werde. Dort tummeln sich auch schon ganz viele olympische Radfahrer, unter anderem eine Gruppe Holländer. Gerne sporne ich die Jungs ein bisschen an. Und sehr gerne hätte ich mich auch mit ihnen unterhalten, doch das lässt das Training nicht zu…

Rosalvo lädt mich zu einem sehr üppigem Mittagessen ein, einen Rodizo. Sattgefressen geht meine persönliche Stadtführung weiter, dem Wasserenlang entlang geht’s langsam in Richtung der berühmten Strände von Rio. Auf diesem Wege auch eines der schönsten Beispiele vom gegensätzlichen Rio. Auf der einen Strassenseite trohnt das Hotel Sheraton, auf der anderen zieht sich eine Favela den Hang hoch. Es geht weiter nach Leblon, dann ins gehobenere Strandbarrio Ipanema, das ins berühmte Copacabana übergeht. Dort finden man alles und jeden und dieser berühmte Strandabschnitt ist wohl einzigartig in der Welt. Zum Schluss folgt noch der Strandabschnitt von Leme, hier überwiegen nun Wohnhäuser und nicht mehr teure Hotels, bevor meine Super-Stadtführung im abendlichen Stau ihr Ende findet. An einem einzigen Tag konnte ich so viele Eindrücke von Rio gewinnen, dass ich abends todmüde ins Bett sinke. Vielen Dank Rosalvo für diese einmalige Stadttour! Das war extrem klasse!

Aber Rio hat immer noch viel mehr zu bieten, so mache ich mich mit Josivan per Zug und Metro auf ins Centro. Und weil Rio nicht als die sicherste Stadt gilt, bleibt die gute Kamera zu Hause. Etwas schade, wie ich später denke, aber vielleicht besser so… Zu Fuss geht’s durch die Strassen, vorbei am Parque Campo de Santana mit all seinen tierischen Einwohnern, gegenüber liegt das gigantischen Hauptquartier der Bombeiros. So erreichen wir die Catadral Metropolitana de São Sebastião. Die architektonische interessante Catedral ist kegelförmig, die Höhe des modernistischen Gebäudes beträgt 96 m, der Durchmsser am Grund 106 m und sie bietet 20’000 Gläubigen Platz. Wir kommen auch noch in der Genuss einer Feijoada, dem typischen Bohneneintopf, der in der Kirche zu Ehren des Stadtheiligen São Sebastião serviert wird.

Nach dem Mahl laufen wir ins Barrio Lapa mit den berühmten „Arcos da Lapa“, von da geht’s zur farbenfrohen „Escadaria Selarón“. Diese Treppe ist Werk des chilenischen Künstlers Jorge Selarón. 2’000 Kacheln gesammelt aus 60 verschiedenen Ländern schmücken die Treppe. Von da geht’s noch weiter in den Stadtteil „Cinelândia“ mit dem eindrucksvollen Teatro Municipal und dort endet der Fussmarsch druchs Centro von Rio. Laufen und schauen ist viel ermüdender als ein Tag auf dem Rad! Selbst wenn man sich nicht um die Wege kümmern muss. Muito obrigada Josivan! Dieser begibt sich bald selbst auf Reise, der Super-Athlet geht ins Trainingslager. Ich darf netterweise so lange in seiner Wohnung bleiben, wie ich möchte. Nochmals vielen Dank!

Es gäbe in Rio immer noch viel mehr zu sehen, aber langsam beschäftige ich mich auch mit dem Thema Abreise. Es ist viel zu heiss hier! Und wer sich schon immer gefragt hat, was denn eigentlich aus dem nicht verlängerten Visum geworden ist…? Der normale Europäer (es sei denn man ist aus Portugal, England oder Polen) bekommt in Brasilien nur noch ein 90-Tage-Visum. Dies ist nach 3 Monaten ausserhalb des Landes nochmals um 3 Monate erweiterbar. Bleibt man länger im Land, genauer gesagt die nächsten 3 Monate, bezahlt man eine Strafgebühr von 8 Reales pro Tag, theoretisch aber erst bei erneuter Einreise zu bezahlen. Hätte ich das alles gewusst, wäre ich damals nie nach Brasilia gefahren, aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Und bald werde ich auch herausfinden, ob dem wirklich so ist…

Und wenn wir schon beim Thema Brasilien sind… Wie schon so oft gesagt, ein Radlerparadies ist es nicht! Aber ansonsten absolute Spitzenklasse! 5 Monate verbrachte ich in dem riesigen Land, niemals genug Zeit um all die tollen Dinge zu sehen. Es gäbe noch so viel mehr zu entdecken, aber auch schon die einzigartigen Naturschönheiten, die ich kennen lernen konnte, haben mich tief beeindruckt und ich werde mich immer sehr gerne dran zurück erinnern. Wie auch an all die Leute, die ich in Brasilien kennen lernen durfte. Die extreme Gastfreundschaft hat mich ebenfalls tief beeindruckt und ich kann fast nicht mehr aufzählen, wie viele tolle Menschen ich hier kennen lernen durfte. Muuuuuito obrigada a todos!!!

Ate mais!

7 Gedanken zu “Ouro Preto – Rio de Janeiro, die heisse Zieletappe

  1. Eu e meu marido a encontramos na Chapada Diamantina. A vimos na estrada, pedalando. Depois nos hospedamos na mesma pousada em Mucugê e conversamos sobre as estradas de Minas Gerais, lembra? Fico feliz que tenha completado seu roteiro, mas triste que esteja deixando nosso país agora. Felicidades e tomara que nos reencontremos um dia. Quem sabe não será na Suíça… Tchau e boa sorte!!!!!

    • Ola Hanna
      Muito obrigada por sua mensajem. Sim, lembro muito bom a voces e o pedal que nao queria sair… kkkk. Estou na Argentina agora e tenho muito saudades do Brasil! Os encontros no camino sao os melhores! Um abraco

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