Unberührte Schneelandschaften, absolute Stille und ein funkelnder Sternenhimmel – zelten im Winter ist absolut faszinierend. Viel braucht es dazu auch im Winter nicht, doch die Ausrüstung unterscheidet sich ein wenig von sommerlichen Ausflügen in die Berge.

Viele Nächte habe ich währen meinen 5 Jahren auf dem Fahrrad in meinem Zelt verbracht. Am liebsten an einsamen Orten irgendwo da draussen in vollkommener Dunkelheit. Stundenlang habe ich den klaren Nachthimmel bestaunt, meine Gedanken schweifen lassen und mich über Geräusche gewundert. 

Seit 2016 bin ich wieder in der Schweiz, gehe einer Arbeit nach, und sehne mich natürlich nach dem Draussen sein. Doch gegen diese Sehnsucht habe ich ein gutes Heilmittel gefunden. Ich packe mein Zelt in den Rucksack und begebe mich in die Berge, wo ich diese doch gleich vor der Haustür habe. Ein echtes Privileg. Ein Wochenende in den Bergen ist für mich Erholung pur, ich fühle mich danach voller Energie und Tatendrang. 

Diese Artikel schlummern sein Winterbeginn dahin, in meiner Freizeit zieht es mich wann immer möglich nach draussen. Es war ein intensiver Winter, viele Nächte verbrachte ich irgendwo da draussen.

Nun ist er fast vorbei, der Winter. Der Frühling hat mit farbigen Blüten und singenden Vögeln Einzug gehalten. Aber in diesem Jahr ist nichts wie es sein sollte. Das Wetter lädt zum draussen verweilen ein, doch wir sind gehalten, drinnen zu bleiben. Zeit, um diese wunderbaren Winternächte Revue passieren zu lassen und um den zweiten Artikel der Serie fertig zu schreiben…

Folgen werden noch weitere Tipps & Tricks zu den folgenden Themen:

1. Wild Zelten in der Schweiz 
2. Zelten im Winter
3. Nacht-Fotografie

 

Oft wurde ich in den letzten Jahren gefragt, wie ich es denn da draussen aushalte im Winter. Und was ich da draussen so alleine mache. Ob es nicht langweilig sei, wenn die Tage so kurz sind. Und viele ähnliche Fragen. 

Ich bin kein Winter-Outdoor-Profi, ich werde an dieser Stelle einfach von meinen persönlichen Erfahrungen berichten. Weitere Hinweise und Inputs nehme ich auch gerne entgegen. 

Bei meinem Mikro-Abenteuern geht es mir grundsätzlich um einige Dinge:
– Bewegung an der frischen Luft
– Zeit in der Natur verbringen, die Hektik hinter mir lassen, die Einsamkeit geniessen
– die Seele baumeln lassen
– klare (Winter)-Nächte erleben
– die Sterne betrachten
– Fotografie mit dem Schwerpunkt Nachtfotografie

 

Das Wichtigste in Kürze

Auf winterlichen Exkursionen sind zwei wichtige Dinge zu beachten. Erstens die Wetterlage und die Lawinengefahr, zweitens sollten die Wildtiere nicht gestört werden, da diese im Winter schon genug Stress mit der Futtersuche haben. (Informationen zur aktuellen Lawinensituation und den Wildruhezonen gibt es unter den Links).

 

Zelten im Winter

Ich konzentriere mich auf die Wochenenden und freien Tage mit guter Wetterprognose. Jedoch muss man jederzeit mit Wetterüberraschungen rechnen, Prognosen könne sich sehr schnell ändern. Im Idealfall sind die Nächte klar, damit man sich dem Betrachten der Sterne widmen kann. Daher sollte ein Wintercamp ein paar Kilometer entfernt von der nächsten Ortschaft errichtet werden, um der Lichtverschmutzung etwas auszuweichen. 

Zu beachten ist auch das natürliche Licht des Mondes. Vollmondnächte können im Winter mit der Reflektion des Mondlichtes im Schnee sehr hell werden. Das hat seinen besonderen Reiz, ist jedoch für die Nachtfotografie nicht so geeignet. Hierfür eigenen sich dunkle Nächte rund um den Leermond. 

Aufgang des Vollmonds

Aufgang des Vollmonds

Vollmondnacht

Vollmondnächte sind fast taghell

Vollmondnacht

Licht ist nicht wirklich nötig

Lichtverschmutzung

Die Lichtverschmutzung von Chur

Schneefall

Schneefall am Morgen

 

Zelt

Im Winter sollte es ein 4-Jahreszeiten-Zelt sein. Ich benutze sowohl im Sommer wie auch im Winter ein Hilleberg Soulo. Das freistehende 1-Personen Zelt hat seine Standfestigkeit schon in heftigen Gewittern und Windstürmen gezeigt. Wie bei jedem 4-Jahreszeitenzelt reicht es bis zum Boden, im Winter sehr wichtig, damit bei viel Wind kein Schnee in das Zelt geweht wird.

Grundsätzlich ist ein 1-Personen-Zelt im Winter etwas eng, das gesamte Material braucht mehr Platz und wenn man sich am Morgen aus einem dicken Schlafsack schält, berührt man bald jede einzelne Wand des Zeltes. Ein 2-Personen-Zelt ist im Winter für 1 Person sicher komfortabler. Da muss man den Kompromiss zwischen Gewicht und Komfort machen, obwohl gerade Tunnel-Zelte bei geringem Gewicht mehr Platz bieten.

Die Apsis des Soulos ist viel zu klein, um darin zu kochen, dafür nehme ich einen Windschutz für den Kocher mit oder koche notfalls im Zelt. Ebenfalls lässt sich bei diesem Zelt keine Bodenmulde zum gemütlichen Sitzen graben. Diese grabe ich mir einfach vor dem Eingang. Dies ist wirklich ein tolles Plus am Winterzelten, denn so sitzt es sich viel bequemer! 

Als Sitzunterlage habe ich immer eine kleine Alumatte dabei. So sitzt es sich direkt auf dem Schnee ohne kalten Hintern. 

Bodenmulde

Tiefer Stand in der Bodenmulde

 

Heringe

Die Befestigung des Zeltes am Boden hängt stark von den örtlichen Schneeverhältnissen ab.

Es gibt spezielle Schneeheringe, die sind grösser (ca. 20 cm lang) und schwerer als normale Heringe, aber sehr zu empfehlen. Normale Heringe halten nur bei sehr festem Schnee. Alu-Heringe sind am Morgen oft festgefroren und man braucht eine Weile, um sie aus dem Eis zu befreien.
Eine Alternative sind die Schnee-Anker von SwissPiranha, diese sind aus Kunststoff. Persönlich kenne ich diese (noch) nicht, aber sie sollen sehr gut sein. Ebenfalls können Stöcke, Skier oder Schneeschuhe zum Abspannen der Leinen verwendet werden. Aus langjähriger Erfahrung spanne immer alle Leinen ab, egal ob Sommer oder Winter. Ein Sturm kann schnell aufziehen, da ist man froh, wenn das Zelt sicher steht.

Sind sehr starke Winde zu erwarten, kann man eine Schneemauer als Windschutz bauen oder sich vor Aufstellen des Zeltes eine Grube für das Zelt graben. Dazu gehört eine Schaufel ins Gepäck. 

 

Zeltaufbau im Schnee

Zunächst wird der ausgewählte Nachtplatz am besten mit Schneeschuhen oder Skiern und aufgesetztem Rucksack flach getreten, damit sich der Schnee verfestig. Dies kann je nach Schneebeschaffenheit eine Weile dauern. Bei leichter Hanglage die Fläche begradigen. Dann das Zelt so aufstellen, dass der Eingang auf der windabgewandten Seite liegt. Zum Abspannen nimmt man die Heringe, die man quer eingräbt (20 cm tief), Stöcke, Skier oder Schneeschuhe – aber nicht die Schaufel (wenn man eine dabei hat), die bleibt in der Apsis, damit man sich nach starkem Schneefall wieder aus dem Zelt befreien kann.

Zeltfläche

Die ausgetretene Fläche für das Zelt

Zeltfläche

Grosszügige Fläche, damit das Bewegen rund um das Zelt gut möglich ist

Kuppe

Das Zelt steht lawinensicher auf einer Kuppe

 

Schlafsack

Die grösste Herausforderung im Winter sind die nächtlichen Temperaturen im Minus-Bereich. Frieren sollte man vermeiden, denn schlotternd schläft es sich schlecht und die Erholung fehlt. Das Zelt schützt vor Wind, aber die Temperaturen können auch im Zelt drinnen in den zweistelligen Minusbereich sinken.

Der Schlafsack sollte rein theoretisch  einen Komfortbereich von -10 bis -15 Grad Celsius abdecken (Komfortbereich, nicht Extrembereich). Das mit diesem Komfortbereich ist aber eine sehr relative Sache. Ich bin das beste Beispiel dafür oder ich habe mich mit den Jahren zum «Gfrörli» entwickelt. Ich friere in einem guten Expeditionsschlafsack (Western Mountaineering Puma MF) mit einem Komfortbereich von -25 Grad Celsius für Damen schon bei wenigen Minusgraden.

Obwohl hier ebenfalls die Luftfeuchtigkeit erwähnt werden muss. Gerade bei Temperaturen um den Gefrierpunkt kann die Luft sehr feucht sein, was das Kälteempfinden stark beeinträchtigt. Ich friere in solchen Nächten oft stärker als bei tieferen Minusgraden mit trockener Luft.

Als optimale Lösung hat sich die Kombination von meinem Sommer- mit dem Herbstschlafsack erwiesen (Western Mountaineering Apache, Komfort -2 Grad Celsius / Cumulus Teneqa 850, Komfort -15 Grad Celsius). Im Schlafsack trage ich zwei Schichten Merinowolle am Oberkörper, dazu eine lange Merino-Unterhose, dicke Skisocken und eine Mütze.

Als Inlet benutze ich einen Reactor Extreme von Sea to Summit, der noch etwas mehr Wärme dazu gibt. Mit den Kleiderschichten wäre ein Inlet aus hygienischen Gründen nicht mehr nötig. Mit dieser Kombination schlafe ich warm und gemütlich, aber es dauert eine Weile, sich in diese Schlafsäcke zu mummen. Ebenfalls ist die dicke Daunenjacke meist mit im Schlafsack. In ihr sämtliche Akkus, denn diese mögen Kälte nicht und entladen sich sehr schnell.

Ein guter Tipp ist auch die berühmte «Bettflasche». Vor dem Schlafengehen eine 1-Liter Nalgene-Flasche mit kochendem Wasser füllen und eine Socke darüber ziehen. Die heisse Flasche wird mit in den Schlafsack genommen und hält einige Stunden schön warm. 

Auf mehrtätigen Touren kann ein zusätzlicher Vapor Barrier Liner (VBL) Sinn machen. Dieser hält die Feuchtigkeit, die vom Körper ausgeschieden wird zurück, damit die Daunen von innen trocken bleiben. Einen solchen habe ich bis anhin ebenfalls noch nicht getestet.

Nalgene auf Eis

So nützt die Bettflasche nichts

 

Isomatte

Eine warme Isomatte ist fast noch wichtiger als der Schlafsack, denn vom Boden kommt am meisten Kälte. Die zusammen gedrückten Daunen des Schlafsackes haben unter dem Körper keine wärmende Wirkung mehr. Nach einigen kalten Nächten habe ich von der Kombination Exped DownMat & Exped Evazote (Extraisolation am Boden) zu einer Exped DownMat UL Winter gewechselt. Diese Wintermatte ist dicker, aber für ihre Wärmeleistung ist sie leicht und hat ein kleines Packmass. Mit dieser Matte hat sich die Kälte vom Boden her stark reduziert.

 

Licht

Zum Kochen und Rumhantieren benutze eine Stirnlampe. Die Erleuchtung der Zeltes für die Nachfotos erfolgte lange Zeit mit einer zweiten Stirnlampe. Doch diese wird neu von einem aufblasbaren Luci Solar Light ersetzt. Die kleinen Lämpchen leuchten warm oder kalt mit 10 LEDs in drei Stufen mit bis zu 65 Lumen. Zudem lassen sie sich in der Fotografie ziemlich kreativ einsetzen. 

Stirnlampe

Eine Stirnlampe ist immer dabei

Luci Solar Light

Luci sorgt im und vor dem Zelt für stimmungsvolles Licht

Luci Solar Light

Mit Luci kann man auch Kreativ werden

 

Kochen

Ich koche mit Gas, da ich es doch ab und zu sehr schätze, im Zelt kochen zu können (natürlich mit entsprechender Vorsicht). Im Sommer benutze ich normale, kleine Gaskartuschen (80% Butan, Siedepunkt 0,5 Grad Celsius). Die Brennleistung der normalen Kartuschen nimmt bei kalten Temperaturen merklich ab, selbst wenn sie durch das Tragen nahe am Körper aufgewärmt sind. 

Seit Mitte Winter benutze ich neu das spezielle Wintergas von Primus (Grossteil Isobutan, Siedepunkt -11,7 Grad Celsius). Die Kartuschen sind um einiges teurer, aber die Brennleistung ist um ein Vielfaches besser. Ein Unterschied wie Tag und Nacht. Zusätzlich optimieren könnte man das Kochsystem z. B. mit einem kompakten Windburner von MSR, aber im Moment benutze ich einen normalen kleinen Gasbrenner. Die Gaskartusche stelle ich auf einen Schneeschuh oder das Alu-Sitzkissen, damit die Kälte vom Boden reduziert wird. Die Kartuschen können schnell am Boden festfrieren. 

Kaffee am Morgen

Der heisse Kaffee am Morgen ist das Highlight des Frühstücks

 

Wasser / Schnee schmelzen

Im Winter ist die Wasserversorgung eigentlich kein Problem, es lässt sich überall Schnee schmelzen. Doch es braucht ziemlich viel Schnee und Energie, um sich eine Tasse Kaffee zu kochen.

Dabei aufgepasst: die Pfanne nicht zu Beginn mit Schnee vollstopfen. Dabei kann bei fehlendem Bodenkontakt das Metall durchbrennen. Zuerst eine kleine Schneemenge schmelzen, damit der Pfannenboden mit Wasser bedeckt ist, dann nach und nach den Schnee dazugeben.

 

Essen und Abfall

Vor allem im Winter sollte man genügend und warm zu Abend essen. Ein hungriger Körper verschwendet in der Nacht unnötige Wärme. Um den Körper zusätzlich warm zu halten und den Flüssigkeitsverlust vom Hochlaufen zu reduzieren, trinke ich im Camp viel heissen Tee. 

Kochabfall und Verpackungen nehme ich allesamt wieder mit ins Tal, dies gilt auch für gebrauchtes Klopapier. Von meinem Besuch zeugen nur die Spuren im Schnee. Die lassen sich bis zum nächsten Schneefall nicht so einfach verwischen.

 

Kleidung

Schichten sind vor allem im Winter das A und O. Beim Hochsteigen wird einem meist sehr schnell sehr warm, doch mit zunehmender Höhe oder beim Ankommen im Camp wird es sehr schnell sehr kalt.

Ich beginne am Körper mit einer Schicht Merinowolle, beim Aufstieg ist dies dann oft die einzige Schicht. Darüber kommt bei Kälte eine leichte Daunenjacke oder eine leichte Primaloft-Jacke. Bei Wind oder schlechtem Wetter ziehe ich zusätzlich die Regenjacke darüber, diese ist wasser- und auch windabweisend. 

Als Hose benutze ich eine normale Trekking-Hose, bei sehr kalten Temperaturen eine Hochtouren-Hose. An den Füssen trage ich normale hohe Wanderschuhe. Diese eigenen sich auch gut zum Tragen in Schneeschuhen. Darüber kommen bei höherem Schnee Gamaschen. 

 

Kleidung im  Camp

Nach dem Aufstellen des Zeltes wechsle ich sämtliche Kleidung, oft wasche ich mich auch noch kurz mit kaltem Wasser. Das ist herrlich erfrischend, vor allem bei Wind!

Oberkörper: zwei Schichten Merinowolle, leichte Jacke plus zusätzliche eine dickere Daunenjacke

Unterkörper: dicke Merinosocken, lange Merinounterhosen, Primaloft-Überziehhose, Regenhose. Zusätzlich ziehe ich mir die Gamaschen wieder über. Mit dieser Kombination kann ich stundenlang im Schnee rumrennen bzw. sitzen, ohne nass zu werden oder auszukühlen.

Dazu kommen Mütze, Handschuhe und ein warmer Buff um den Hals. 

 

Fortkommen

So lange es geht, zu Fuss in hohen Wanderschuhen, danach Schneeschuhe. Unbedingt Gamaschen überziehen, sonst kann es in den Schuhen sehr schnell nass werden, wenn man sich seine Spur in höherem Schnee suchen muss.

Dazu gehören Teleskop- oder zusammenklappbare Stöcke, obwohl ich die aus Gewichtsgründen oft nicht mitnehme.

Ich bewege mich im Winter auf lawinensicheren Pfaden, daher gehört eine Lawinenausrüstung nicht zu meinem Gepäck. 

Zu beachten sind im Winter die kurzen Tage. Es ist früh dunkel, ich schaue grundsätzlich, dass ich meinem Ort für die Nacht gegen 16 Uhr gefunden habe. Dafür darf man am Morgen getrost etwas länger liegen bleiben, denn die Sonne geht spät auf. 

Aufstieg

Aufstieg mit Schneeschuhen

Sonnenuntergang

Das Zelt steht idealerweise vor Sonnenuntergang

Sonnenaufgang

Sonne kann am frühen Morgen Mangelware sein

 

Fotografie / Elektronik

Ich benutze seit 7 Jahren eine Olympus OM-D EM1 (Micro 4/3 Kamera). Immer dabei sind folgende Objektive: Zoom 12-40 mm, Weitwinkel 7–14 mm für die Nachtaufnahmen. Ich habe immer mindestens zwei Akkus dabei, diese müssen zu jeder Zeit am Körper getragen werden, da sie sich bei Kälte sehr schnell entladen. Fotografiere ich im Camp nicht, trage ich auch die Kamera unter der Jacke am Körper. Auch Kameras können einfrieren, wie ich schon mehr als einmal feststellen durfte. 

Beim Fotografieren immer darauf achten, dass die Linse nicht kondensiert. Mit einem Taschentuch immer wieder darüber wischen, wenn die Luft sehr feucht ist (ich habe es auch schon geschafft, dass die kondensierte Linse zugefroren ist).

Dem Thema Nachtfotografie widme ich in einem anderen Artikel vertiefter. 

Sonnenuntergang

Ein bemerkenswerter Sonnenuntergang

Luci Solar Light

Spielerische Fotografie mit Luci

 

Das Schöne am Zelten im Winter

Die Platzwahl ist im Winter weitaus grösser und einfacher, Untergründe spielen keine so grosse Rolle. Das Zelt bleibt schön sauber und die sommerlichen blinden Passagiere wir Ohrgrübler oder Spinnen werden nicht mit nach Hause genommen.
Im Winter hat man den Berg grundsätzlich für sich alleine, der Schnee schluckt den Lärm und spendet gleichzeitig natürliche Helligkeit. Ich liebe dieses winterliche Licht. Winterliche Sternbilder wie Orion lassen sich wunderschön beobachten und auch wenn das Zentrum der Milchstrasse nicht sichtbar ist, ist auch diese zu bestaunen. 

Im Winter sind die Tage kurz und die Nächte lang. Wer meint, dass ich mich abends alleine da draussen langweile, hat weit gefehlt. Es gibt für mich nichts schöneres, als einfach da draussen in der Dunkelheit zu sitzen – mit einer heissen Tasse Tee in der Hand – und einfach zu sein, zu lauschen und zu sehen. Und natürlich fotografiere ich viel, das kann mich stundenlang beschäftigen und hält zusätzlich schön warm!

Freedom

Schön ist es nachts alleine da draussen

 

Zum Schluss ein kleines Fazit zum Zelten im Winter

Eine Nacht im Zelt irgendwo da draussen kann ich zu jeder Jahreszeit sehr empfehlen. Doch der Winter hat seinen ganz besonderen Reiz. Ich liebe die Stille des Winters, das weiche Licht des Schnees, die Geräusche und das intensive Erleben der Natur in der Kälte. Wer die Kälte nicht scheut, kann im Winter wunderbare Nächte draussen verbringen und einmalige Momente sind garantiert!

 


 

In eigener Sache:
Alle erwähnten Produkte habe ich selbst gekauft und mehrfach verwendet. Ich erwähne diese Produkte hier, weil ich mit ihnen sehr zufrieden bin und sie ihre jeweilige Funktion bei meinen Winter-Camping-Ausflügen optimal erfüllen. Ich werde dafür weder bezahlt noch anderweitig unterstützt.